Ein Stern am Blasmusikhimmel: Die Youngblood Brass Band

Magazin Musik Schweiz USA

Wegen eines Engagements in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Musiker Bligg sind sie salopp gesagt auch bei Laien in aller Munde: Die Youngblood Brass Band. Mit einem Mix aus diversen Stilrichtungen begeistern die Jungs aus dem US-Bundesstaat Wisconsin Musikfans in aller Welt. Bühne frei für die Youngblood Brass Band!

Perkussion, Posaune, Sousaphone, Trompete und Saxofon
Zur Zeit umfasst die 1997 gegründete Brassband elf Mitglieder, vier davon in der Perkussion, ein Sousaphone sowie je zwei Trompeten, Posaunen und Saxofone. Bisher haben sie insgesamt sieben Alben auf den Markt gebracht, wobei eines Mitschnitte eines Konzerts umfasst.
Anfänglich waren sie vom typischen Brass-Stil aus New Orleans inspiriert, haben sich in jüngster Zeit aber auch anderen Stilrichtungen wie Funk, Jazz oder Hip-Hop, aber auch Punk geöffnet. Vor der eingangs erwähnten Mitwirkung an der Brass-Version von Bliggs Erfolgsalbum Bart aber herzlich – ausgestattet mit dem klingenden Namen Brass aber herzlich – haben sie bereits mit Rappern wie Talib Kweli, Mike Ladd oder Ike Willis zusammengearbeitet. Im März 2012 werden Bligg und die Youngblood Brass Band ihr Werk in Zofingen/AG, Amriswil/TG, Herisau/AR, Pratteln/BL, Bern und Zürich im Rahmen einer kleinen Tournee der Öffentlichkeit präsentieren. Die CD ist bereits seit dem 11. November im Handel erhältlich. Am 17. März 2012 werden sie zudem einen Live-Auftritt in der Sendung Die grössten Schweizer Talente des Schweizer Fernsehens SF haben.
Die Idee der Youngblood Brass Band stammt vom heute noch aktiv am Bandgeschehen als Sänger und Perkussionisten teilnehmenden David Henzie Skogen und vom Sousaphonisten Nat McIntosh, der sich aber 2004 zum Ausstieg entschieden hatte. Die beiden suchten im Jahre 1994 an ihrer Highshool in Madison weitere Mitglieder für ihr Projekt, das anfangs den Namen “One Lard Biskit Brass Band“ trug. Überraschenderweise trommelten die beiden fünfzehn weitere gleichgesinnte Musikanten zusammen. Über die Jahre hat sich die Band verkleinert und hat mit Nat McIntosh zwar eines der beiden Masterminds verloren, trotzdem ist die Band einer der am hellsten leuchtenden Sterne am Blasmusikhimmel.

Abschied von Nat McIntosh
Das 2005 erschienene Live-Album Live. Places. zeigt die letzte Tournee, welche die Band gemeinsam mit ihrem Gründungsmitglied und Hauptarrangeur Nat McIntosh bestritten hatte, der 2004 die Gruppe verlassen hatte. Zum letzten Mal konnte er seine genialen Fähigkeiten auf dem Sousaphone präsentieren, so beispielsweise beim Eröffnungstrack Brooklyn, der im Studioalbum Center. Level. Roar eingespielt wurde. Dieses Stück wurde auch von anderen Brass Bands interpretiert, so von der Schweizer Combo United Brass. Des Weiteren wurde das Stück bereits von einigen Guggenmusiken in ihr Repertoire aufgenommen, so von der Truppe Wasserschlossfäger aus Untersiggenthal/AG. Ebenfalls wird das Werk von den Timpel-Gäischtern aus Brunnen/SZ interpretiert, zumal deren Arrangeur Michael Schlüssel auch als Dirigent der Brass Band Uri amtet und mit diesem Genre vertraut ist.


Die Wasserschlossfäger bei ihrer Interpretation von Brooklyn an einem Auftritt in Sachseln/OW.
Auch die Timpel-Gäischter haben sich des Stoffes bekanntlich angenommen:

Und nachfolgend, Brooklyn in der Originalaufnahme der Youngblood Brass Band:

Zum Abschluss die Jungs aus Madison, Wisconsin, bei einem Live-Auftritt anlässlich des Royal Openairs in Täuffelen/BE im August 2005:

Vor der Europatournee 2010 entschied sich McIntosh zur Rückkehr und ist seither wieder Mitglied der Youngblood Brass Band.
Links

  • Offizieller Webauftritt der Youngblood Brass Band, die auf der Seite gar einige Stücke kostenlos als MP3 zum Download anbietet
  • Bliggs Ankündigung des Albums Brass aber herzlich
  • Öffentliches MySpace-Profil der Band mit Abspielfunktionen der Songs
  • 2 thoughts on “Ein Stern am Blasmusikhimmel: Die Youngblood Brass Band

    1. Der artikel beinhaltet FALSCHE informationen! Nat Mcintosh ist bereits vor der Europatour 2010 wieder zur Band gestoßen. Ich habe ihn seither bereits 2 mal mit der Band live gesehen und mit ihm gesprochen.

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