Die unsinnigsten Lieder der Welt…

Aus aller Welt Humor Magazin Musik

Da auch Musik zu den Kernthemen meines Blogs gehört, hab‘ ich beschlossen, mal mit dem Schrecklichsten dieser wertvollen und aussergewöhnlich genialen Form der Kunst zu beginnen, damit die Erwartungen noch nicht zu hoch sind…


Musik oder „Musik“

Die Definition des Begriffs Musik an sich ist im heutigen Zeitalter der Technik undefiniert. Entsteht Musik durch das Spielen eines Instruments? Oder gilt auch das Zusammenstellen einer Synthesizer-Melodie als Musik? Leider werden durch Computermusik die wahren musikalischen Künste der Vergangenheit stark in Vergessenheit geraten. In meiner Generation erfreuen sich House DJ’s wie David Guetta – wobei ich die Kompetenz Guettas keineswegs in Frage stellen möchte – grösserer Beliebtheit als Künstler der Vergangenheit wie Louis Armstrong, Bob Dylan oder Johnny Cash, die als Virtuosen in ihrem Metier galten.

Nichtsdestotrotz versuchten sich auch Hobby-Mixer im Musikbusiness zu etablieren, mit zweifelhalften Mitteln. Sehr beliebt ist das Verwenden eines Zeichentrickfilms als Videoclip. Die Videos verbreiten sich dank Plattformen wie YouTube rasend schnell in der virtuellen Welt.

Nachfolgend eine Liste von YouTube-Videos, die mir bei der Suche über den Weg gelaufen sind und wahrlich von Niveau strotzen. Die Liste wird freilich laufend aktualisiert.


Als Einstieg hier Peach Webers Antwort auf die Misere der Schweiz am Eurovision Song Contest, bei dem unter anderem DJ Bobo – die Bedeutung dieses Wortes in der japanischen Sprache möchte ich hier jetzt nicht noch erwähnen – in hohem Bogen durchgefallen ist. Vielleicht wäre Peach Webers Beitrag die wohl einzige Chance, den Wettbewerb wieder in die Schweiz zu holen, oder etwa nicht?
Um gerade bei Peach Weber zu bleiben: Auf seinem YouTube-Kanal ist eine Parodie auf Michel Telós Ai Se Eu Te Pego zu finden: Nossa Nossa WC bschlossä:

Natürlich sind auch immer solche Videos dabei, bei denen Privatpersonen in Karaoke-Manier Hits nachspielen und auf YouTube veröffentlichen. Hier eine sehr gelungene Version zweier Schönheiten von Love the way you lie von Rihanna und Eminem:


Love the way you lie mal anders

Unangefochten an der Spitze steht Ich bin dein Gummibär, der 2006 als Produkt zweier deutscher DJ’s als Werbeuntermalung von TV-Sendern wie Nick oder Super RTL verwendet wurde und später sogar in verschiedenen Sprachversionen veröffentlicht wurde:

Fast schon wieder lustig ist Alter Keks, die bildliche Übersetzung eines türkischen Liedes auf deutsch, dabei wurden die den ausgesprochenen Worte am nächsten stehenden deutschen Worte in Zeichungsform dargestellt:

Als wahrer Künstler von sinnlosen Songtexten hat sich der deutsche Komiker Helge Schneider einen Namen gemacht, allen voran sein grösster Hit, Katzeklo aus dem Jahre 1994:

Schon seit dreissig Jahren erquickt der Ententanz – zu englisch dancing little bird – die Gesellschaft und animiert sie – selbstverständlich mit paar Promille im Blut – zu hinreissenden Tänzchen:

Ebenfalls ein kreatives Hirn im ironischen Sinn besass der US-amerikanische Schlagerbarde Gus Backus, der seine Titel auch in deutscher Sprache veröffentlichte. Den Vogel abgeschossen hatte er dabei mit Bohnen in die Ohrn, doch überzeugen Sie sich selbst:

Als guter Letzt noch ein Lied, dass ich selbst in der zweiten Klasse im Musikunterricht singen musste und wo es von sinnlosen Textzeilen nur so wimmelt. Wie übrigens Alter Keks ist das YouTube-Video von EinsFestival übernommen, man sieht also, auch die öffentlich-rechtlichen TV-Sender sorgen für Lacher.

Doch für den Brüller schlechthin sorgt J.B.O., die mit parodistischen Coverversionen aufwarten, was sich übrigens auch im Bandnamen wiederspiegelt: James Blast Orchester, eine Anspielung auf den in Meggen/LU lebenden Starflötisten Sir James Last, der dem jüngeren Publikum vor allem für seine Beteiligung am Soundtrack der Herr der Ringe-Filmtrilogie bekannt ist. Anbei das wohl gelungenste Lied der Erlangener Truppe, die sich übrigens dem Fun Metal-Genre zuschreibt:

Ein YouTube-Nutzer hat Parodien der meisten Nationalhymnen der Welt veröffentlicht. Nicht ungeschoren davon kommt auch der Schweizerpsalm, mit vielen Klischees der Schweiz wie Schokolade, tiefen Steuern oder der Pünktlichkeit der Züge (schon mal was von Cisalpino gehört?) gewürzt:

Okay, das Original ist ja auch nicht gerade ein Erzeugnis geistiger Kreativität, insbesondere in dieser Guetnachtgschichtli-Version…:

Oder Fabienne Louves, welche in typischem Deutschschweizer Schul-Französisch und „Kapukkino„-Italienisch ihre Softrockversion herunterspult:

Auch der deutsche Altmeister Hape Kerkeling hat mit seiner Hurz!-Opernparodie einen Ehrenplatz in dieser Liste verdient