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	<title>Cabo Ruivo</title>
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		<title>Uli Hoeness: Wie ein Steuerhinterzieher die Medien narrt</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Apr 2013 16:48:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Wachter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor wenigen Tagen löste Uli Hoeness mit seiner Selbstanzeige wegen Steuerhinterziehung in Deutschland und in der Schweiz eine Debatte aus, welche den seit Jahren schwelenden Steuerstreit neu lancierte. Der von ihm präsidierte FC Bayern München äusserte sich nicht dazu, sondern leistete Hoeness andersweitig Schützenhilfe: Mit dem Aufsehen erregenden Kauf von Mario Götze vom ärgsten Ligarivalen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Vor wenigen Tagen löste Uli Hoeness mit seiner Selbstanzeige wegen Steuerhinterziehung in Deutschland und in der Schweiz eine Debatte aus, welche den seit Jahren schwelenden Steuerstreit neu lancierte. Der von ihm präsidierte FC Bayern München äusserte sich nicht dazu, sondern leistete Hoeness andersweitig Schützenhilfe: Mit dem Aufsehen erregenden Kauf von Mario Götze vom ärgsten Ligarivalen Borussia Dortmund.</p>
<p><span id="more-4171"></span></p>
<h3>Hoeness im Kreuzfeuer der Kritik</h3>
<p><div id="attachment_4176" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://caboruivo.ch/wp-content/uploads/2013/04/IMG_20130404_134009.jpg"><img src="http://caboruivo.ch/wp-content/uploads/2013/04/IMG_20130404_134009-300x300.jpg" alt="Uli Hoeness hat den Steuerstreit zwischen der Schweiz und Deutschland neu lanciert." width="300" height="300" class="size-medium wp-image-4176" /></a><p class="wp-caption-text">Uli Hoeness hat den Steuerstreit zwischen der Schweiz und Deutschland neu lanciert.</p></div><br />
Der Aufschrei war gross, als der Präsident des deutschen Fussballrekordmeisters FC Bayern München und Inhaber einer Wurstfabrik nahe Nürnberg eine Selbstanzeige wegen Steuerhinterziehung publik machte. Sowohl in der Schweiz, wo Hoeness sein Konto besitzt, als auch in Deutschland, wo der Fall Einzug in den Wahlkampf hielt. Auf bundesdeutscher Ebene erhielt SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück einen Steilpass, da Hoeness seine Anzeige nur einreichte, weil das von SPD und Grünen torpedierte Steuerabkommen zwischen Deutschland und der Schweiz nicht zu Stande kam. Da zählt auch nicht, dass Hoeness als enger Freund Steinbrücks galt und nun dessen politischer Karriere geopfert wurde. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) liess ihrerseits verlauten, dass sie über Hoeness enttäuscht sei. Im Freistaat Bayern wiederum erhielt die auf den Ministerpräsidentenposten schielende SPD, die bisher vor allem von ihrem Spitzenkandidaten, dem aktuellen Münchner Oberbürgermeister Christian Ude (bekennender Fan von 1860 München) lebte, Aufwind im Kampf gegen die regierende CSU unter Ministerpräsident Horst Seehofer, der ebenfalls als Freund Hoeness&#8217; gilt, der politisch wiederum der CSU nahesteht und auf Lokalebene schon mal einen Listenplatz angeboten bekam.<br />
Es bleibt zu hoffen, dass viele Gleichgesinnte Hoeness&#8217; Beispiel folgen werden und ihr Vergehen auf eigene Faust publik machen, so kann ein Skandal wie vor Jahresfrist mit den Hehlern in Nordrhein-Westfalen vermieden werden.<br />
Uli Hoeness erhoffte sich mit der Selbstanzeige wohl Straffreiheit; die Staatsanwaltschaft München II sah das ein wenig anders und liess ihn am 20. März vorläufig festnehmen, bis er kurze Zeit darauf gegen eine Kaution von fünf Millionen Euro wieder auf freien Fuss gesetzt wurde.</p>
<h3>Götze-Transfer als Ablenkung?</h3>
<p>Was tat Hoeness&#8217; Verein FC Bayern München nach seinem Geständnis?<br />
Bereitete sich auf den anstehenden Champions League-Halbfinal gegen den FC Barcelona vor und sorgte mit dem Transfer von Borussia Dortmunds Jungstar Mario Götze dafür, dass kein Mensch mehr von Hoeness redet, sondern nur noch über den 37 Millionen Euro schweren Wechsel Götzes vom Ruhrpott an die Isar diskutiert, da sich die Bayern mit dem Kauf des Mittelfeldspielers doppelt stärken: Einerseits wird der Kader verstärkt und das bereits mit Robben, Ribéry, Schweinsteiger und Co. hochkarätig besetzte Mittelfeld erhält weiteren prominenten Zuwachs, andererseits wird der grösste Rivale im Kampf um die Deutsche Meisterschaft erheblich geschwächt. Götze hatte grossen Anteil an den beiden letzten Titelgewinnen des BVB, 2011 und 2012.<br />
Ein geschicktes Ablenkungsmanöver.<br />
Dass Götze dem Ruf des Geldes gefolgt ist, sorgte nicht nur bei den Dortmund-Anhänger für Unbehagen. Ein bisher beliebter Spieler sieht sich starkem Gegenwind ausgesetzt. Manch Dortmund-Fan sieht wohl im Sprichwort <em>Du sollst keine Götzen anbeten</em> eine neue Bedeutung.</p>
<h3>Uli Hoeness und die Medien</h3>
<p>Uli Hoeness narrt die Medien, wohl eine Tätigkeit, die dem ehemaligen Manager und amtierenden Präsidenten liegt: Seine grosse Klappe und der mangelnde Respekt gegenüber Gegnern in Medieninterviews ist so alltäglich wie Verkehrsstaus beim Gubristtunnel. Jedoch steckt einiges dahinter: Mit seinen Aussagen konzentriert er die Aufmerksamkeit der Medien auf sich, so dass der Rest des Teams relativ ungestört und mit freiem Rücken arbeiten kann. Vielleicht sollte die Selbstanzeige von der Vorbereitung zum CL-Spiel gegen Barcelona ablenken, was ein Schuss in den Ofen war, also musste das aufkeimende Feuer mit dem Kauf Götzes eingedämmt werden.<br />
Dass es bei den Bayern trotz des sportlichen Höhenflugs im Baume brennt, ist ein offenes Geheimnis. Der Hype nach der vorzeitigen Verpflichtung von Pep Guardiola als neuer Trainer ab nächster Saison war unfair gegenüber dem aktuellen und ebenso erfolgreichen Amtsinhaber Jupp Heynckes, unter dem der Verein die deutsche Meisterschaft nach Belieben dominiert und im DFB-Pokalfinale sowie im Champions League-Halbfinale steht. Zwar steht auch Heynckes mit der Bevorzugung Mario Mandzukics gegenüber dem viel treffsicheren Mario Gómez in der Kritik, was jedoch keine Entschuldigung ist.</p>
<h3>Siehe auch</h3>
<li><em><a href="http://caboruivo.ch/?p=2737">Steuerstreit: Viel Lärm um nichts?</a></em> &#8211; Cabo Ruivo vom 4. Februar 2012</li>
<h3>Links</h3>
<li><em><a href="http://www.sueddeutsche.de/sport/verdacht-auf-steuerhinterziehung-richter-erliess-haftbefehl-gegen-hoeness-1.1657058" target="_blank">Richter erliess Haftbefehl gegen Hoeness</a></em> &#8211; <em>Süddeutsche Zeitung Online</em>, abgerufen am 23. April 2013</li>
<li><em><a href="http://www.nzz.ch/aktuell/sport/fussball/ein-jahrhundert-talent-1.18069778" target="_blank">Götze-Transfer: &#8220;Ein Jahrhunderttalent&#8221;</a></em> &#8211; <em> NZZ Online</em>, abgerufen am 23. April 2013</li>
<li><em><a href="http://www.faz.net/aktuell/uli-honess-und-die-politik-nicht-nur-ein-netzwerker-12159352.html" target="_blank">Uli Hoeneß und die Politik: Nicht nur ein Netzwerker</a></em> &#8211; <em>Frankfurt Allgemeine Zeitung Online</em>, abgerufen am 23. April 2013</li>
<li><em><a href="http://www.faz.net/aktuell/sport/fussball/steuer-affaere-hoeness-das-schweigen-der-bayern-12157891.html" target="_blank">Steueraffäre Hoeneß: Das Schweigen der Bayern</a></em> &#8211; <em>Frankfurter Allgemeine Zeitung Online</em>, abgerufen am 23. April 2013</li>
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		<title>Adonis-Komplex: Wieso Männer ins Fitnessstudio rennen</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Apr 2013 06:00:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Wachter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In den letzten Tagen wurden diverse Medien auf ein Phänomen aufmerksam, dass sich schon längst in unserer Gesellschaft verankert hat: Nicht mehr nur Frauen unterliegen dem Schönheitswahn, sondern auch Männer rennen den Fitnessstudios die Bude ein. Wieso das Gespött der Medien ungerecht ist und sich genau diese der Mitverantwortlichkeit stellen müssen, ist der zentrale Punkt [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>In den letzten Tagen wurden diverse Medien auf ein Phänomen aufmerksam, dass sich schon längst in unserer Gesellschaft verankert hat: Nicht mehr nur Frauen unterliegen dem Schönheitswahn, sondern auch Männer rennen den Fitnessstudios die Bude ein. Wieso das Gespött der Medien ungerecht ist und sich genau diese der Mitverantwortlichkeit stellen müssen, ist der zentrale Punkt des Problems.</p>
<p><span id="more-4160"></span></p>
<h3>Gardemasse als Traumziel</h3>
<p><div id="attachment_4161" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://caboruivo.ch/wp-content/uploads/2013/04/2013-04-10-19.24.43.jpg"><img src="http://caboruivo.ch/wp-content/uploads/2013/04/2013-04-10-19.24.43-300x225.jpg" alt="Adonis-Komplex: wenn nur noch Hanteln und Gewichte das Selbstbewusstsein stärken" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-4161" /></a><p class="wp-caption-text">Adonis-Komplex: wenn nur noch Hanteln und Gewichte das Selbstbewusstsein stärken</p></div><br />
Der Boom der Fitnesscenters erreichte Europa in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Vorbilder gingen in den USA ihrer Tätigkeit nach: Arnold Schwarzenegger und Sylvester Stallone eroberten die Kinos im Laufmeter und avancierten zum Vorbild mancher Männer. Dass insbesondere die beiden Exponenten auch illegale Mittel zum Wachstum verwendet haben, wurde erst später publik, als sie die gesundheitlichen Auswirkungen zu spüren begannen.<br />
Seither wird die Zielvorstellung des männlichen Körpers von Idealen dominiert: Bierbauch ade, dafür sollen möglichst alle Bauchmuskeln gut sichtbar sein, auch die Hühnerbrust ist passé, stattdessen muss man nun den BH der Partnerin ausfüllen können, freilich mit Muskeln und nicht mit Fett oder ähnlichen Ablagerungen.<br />
Dieser Kräftewahn ist altbekannt, die österreichische Rockband <em>Erste Allgemeine Verunsicherung</em> widmete ihm gar ein Lied: <em>An der Copacabana</em>, natürlich nicht ohne den satirischen Unterton, den man von Klaus Eberhartinger und Co. gewöhnt ist.<br />
<span class='embed-youtube' style='text-align:center; display: block;'><iframe class='youtube-player' type='text/html' width='550' height='340' src='http://www.youtube.com/embed/wPh_cql54r0?version=3&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;wmode=transparent' frameborder='0'></iframe></span> <em>An der Copacabana</em> von E.A.V.</p>
<h3>Narzissmus: Krankheit oder schlechte Eigenschaft?</h3>
<p>Die Legende um Narziss handelt von einem jungen Mann, der in sein Spiegelbild verliebt war und es fortwährend beobachtete, in dem er sich im Fluss begutachtete. Natürlich nur so lange, bis er einmal das Übergewicht erlangt und in den tosenden Fluten versinkt.<br />
Davon abgeleitet ist der Begriff des Narzissmus, der grenzenlosen Selbstverliebtheit und den Drang, sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen. Abweisungen sind schwer zu ertragen, man strotzt vor Schönheitswahn und Eitelkeit. Es ist nahezu selbstverständlich, dass sich Narzissten in der Gesellschaft nicht gerade beliebt machen, doch meistens ist die Sache hintergründiger: Wieso will man um jeden Preis diese Aufmerksamkeit erlangen?<br />
Oftmals ist es so, dass so persönliche Defizite gedeckt werden und man dick aufträgt, um vor den Mitmenschen keine Schwachstelle erkennen zu lassen.<br />
So bald man Schwächen zugibt, ist man ein Weichei – dies hat die Menschheit bis heute nicht begriffen. Wieso enden viele Depressionserkrankungen mit dem Suizid, weil die Betroffenen keinen Mut gehabt haben, offen über ihre Krankheit zu sprechen?<br />
Narzissten haben oftmals auch eine Vergangenheit, welche sich auf ihren Charakter ausgewirkt haben: Oftmals schindet derjenige, der während seiner Kindheit wegen seines schmächtigen Körperbaus gehänselt wurde, heute Stunden an den Kraftmaschinen, um ja nicht mehr in Gefahr dieses Spottes zu gelangen oder auch um es den anderen zu zeigen, dass der Spargeltarzan von früher eher der Herkules von heute ist. Das heutige grossspurige Auftreten und die Einbildung, dass man seinem Umfeld überlegen ist, fusst auch in der Vergangenheit: War man früher stets der Nichtsnutz oder Unglücksrabe, oder fehlt einem ganz einfach Liebe und Zuneigung? Dies wissen meist nur die Betroffenen selbst &#8211; und trauen sich nicht, es einzugestehen.<br />
Fakt ist nur: Nicht umsonst besitzt Eitelkeit noch eine zweite Nebenbedeutung: Vergänglichkeit. Ist dann des Narzissen Glanz einmal erloschen, wird das grosse Auswirkungen auf seine Psyche haben.</p>
<h3>Das Schinden im Kraftraum wird auch bei Jüngeren immer beliebter</h3>
<p>Nahezu täglich Gewichte im Kraftraum stemmen und penibel auf die Ernährung achten – zwei Eigenschaften, die auf den Adonis-Komplex hinweisen. Der Gang ins Fitnessstudio wird auch bei jüngeren immer beliebter: Selbst Vierzehnjährige wagen sich an die Hanteln, auch wenn es erwiesen ist, dass sich dies bei ihrem noch nicht ausgewachsenen Körperbau eher negativ auswirkt.<br />
Auch die Einnahme von Zusatzstoffen erfreut sich immer grösserer Popularität, was weitaus besorgnisserregender ist. Sind Proteinshakes noch eine vertretbare Ergänzung, haben Steroide wie Anabolika massive Gesundheitsschädigungen zur Auswirkung. Krebs und Herzkrankheiten sind nur zwei der häufigsten späteren Nebenwirkungen. Nicht viele dieser Stoffe werden zudem auch illegal produziert und verbreitet.<br />
Die Psychologie und die Medizin kennt den Fachbegriff <em>Muskeldysmorphie</em> als Störung des Selbstbilds, so dass man sich beispielsweise immer zu schmächtig und zu dünn findet, selbst wenn man intensivstes Bodybuilding betreibt. Besonders geprägt und salonfähig gemacht wurde der Begriff <em>Adonis-Komplex</em> von an der Universität Harvard tätigen Professor Harrison G. Pope, der Forschungen in diesem Bereich unternahm.<br />
Auch in der Ernährung kommt es zu Veränderungen: Kalorienzählen ist nun auch beim männlichen Geschlecht attraktiv. Genehmigt man sich ungesundes Essen, beispielsweise einen Burger, führt das schlechte Gewissen danach zu umso härterem Training, was wiederum die Verletzungsgefahr steigern lässt.</p>
<h3>Die Rolle der Medien</h3>
<p>Just den Medien, die nun ausführlich über den Adonis-Komplex berichten und die Betroffenen indirekt dafür kritisieren, ist auch ein Teil der Mitverantwortung zuzuschieben. Wird doch das Weltbild der heutigen Gesellschaft von Bildern und Filmen dominiert, in denen nahezu ausschliesslich durchtrainierte Männer auftauchen. Sollte mal dazwischen einer mit Bierbauch auftreten, hat er offensichtlich den Status einer Witzfigur inne.<br />
Manch Mann versucht, durch einen Schönheitswahn der Frau zu imponieren, da diese offensichtlich nicht die Bierbäuche anhimmelt, was aus ästhetischen Gründen durchaus nachvollziehbar ist. Aus demselben Grund hat ja bereits vor geraumer Zeit bei Frauen dieser Schönheitswahn eingesetzt, welcher im Tiefpunkt Magersucht/Bulimie gipfelt.<br />
Die Medien sollen sich einer gewissen Selbstgeisselung unterziehen, denn die Gesellschaft wird durch sie beeinflusst.<br />
Jedoch muss man diesem Wahn auch etwas zu Gute halten: Sport zu treiben ist sicherlich eine bessere Freizeitbeschäftigung, als Stunden mit Computer-Games zu verbringen.</p>
<h3>Weblinks</h3>
<li><a href="http://www.focus.de/gesundheit/news/adonis-komplex_aid_105276.html"><em>Adonis-Komplex: Süchtig nach Muskeln</em></a> &#8211; aus <em>FOCUS Online</em></li>
<li><a href="http://www.srf.ch/player/radio/100-sekunden-wissen/audio/adonis-komplex?id=93b23f99-a782-4ad1-8fd3-8db9d64734d4"><em>100 Sekunden Wissen</em> von Radio SRF über den Adonis-Komplex</a> (MP3-Datei)</li>
<li><a href="http://www.netdoktor.at/health_center/mann/adoniskomplex.shtml"><em>Adonis-Komplex – zwanghafte Eitelkeit</em></a> &#8211; aus <em>netdoktor.at</em></li>
<li><a href="http://leben.freenet.de/maennerlifestyle/wissenstests/test-sind-sie-suechtig-nach-muskeln_1427888_1302538.html"><em>Test: Sind Sie süchtig nach Muskeln?</em></a></li>
<li><a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/maenner-muskelwahn-wird-zur-muskelsucht-a-92222.html"><em>Männer: Muskelwahn wird zur Muskelsucht</em></a> &#8211; aus <em>SPIEGEL ONLINE</em></li>
<li><a href="http://sciencev1.orf.at/science/news/59327"><em>Forscher: Muskelsucht als Krankheitssyndrom</em></a> &#8211; aus <em>ORF Science</em></li>
<li><a href="http://blog.tagesanzeiger.ch/blogmag/index.php/1832/machismo-nervosa/"><em>Machismo nervosa</em></a> &#8211; BlogMag des <em>Tages-Anzeigers</em></li>
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		<title>Doppelspurausbau Walchwil: Tauziehen um die richtige Lösung</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Apr 2013 18:58:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Wachter</dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>In diesen Tagen will der Zuger Kantonsrat über den Doppelspurausbau Walchwil entscheiden. Wird nun die von der SBB und vom Kanton unterstützte Variante mit der zweijährigen Sperre der Strecke Arth-Goldau–Zug Oberwil verwirklicht, oder die als Gegenvorschlag von einigen Initianten ins Spiel gebrachte Variante <em>Murpfli</em>. Ein Tauziehen ohne Ende, während derweil am Lago Maggiore neue Lösungen am Horizont auftauchen.</p>
<p><span id="more-4152"></span></p>
<h3>Zeitgewinn oder Zeitverlust?</h3>
<p><div id="attachment_4153" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://caboruivo.ch/wp-content/uploads/2013/04/S-Bahn-Stegstuden-Ingenbohl.jpg"><img src="http://caboruivo.ch/wp-content/uploads/2013/04/S-Bahn-Stegstuden-Ingenbohl-300x200.jpg" alt="Würde durch den Doppelspurausbau Walchwil mächtig profitieren: Der Regionalverkehr in Richtung Zug (Symbolbild)" width="300" height="200" class="size-medium wp-image-4153" /></a><p class="wp-caption-text">Würde durch den Doppelspurausbau Walchwil mächtig profitieren: Der Regionalverkehr in Richtung Zug (Symbolbild)</p></div>Das von der <a href="http://caboruivo.ch/?p=611" title="230 Millionen Franken für Doppelspur am Zugersee">SBB im August 2011 präsentierte Projekt sieht den Bau einer 1.7 Kilometer langen Doppelspurinsel zwischen den Stationen Walchwil Hörndli und Walchwil</a> am Ostufer des Zugersees auf der Strecke Zug–Arth-Goldau vor. Während zwei Jahren, zwischen Dezember 2016 und Dezember 2018 wird die Strecke Arth-Goldau–Zug Oberwil stillgelegt, weil parallel auch noch Sanierungsarbeiten an bestehenden Bauwerken sowie die Profilerweiterung auf vier Meter Eckhöhe für Doppelstockzüge anfallen.<br />
Aus diesem Grund führt die ebenfalls auf Ende 2016 veranschlagte Eröffnung des Gotthard-Basistunnels zunächst zu einer Verkürzung der Reisezeit zwischen Zürich und Lugano auf vorerst 20 Minuten, während auf der Achse Basel–Luzern ein Zeitgewinn von vierzig Minuten resultiert. Dieser Umstand sorgte kürzlich im Kanton Zürich für Unmut.<br />
Schlimmer ist jedoch die Situation für Flüelen/UR, Brunnen/SZ, Schwyz und Arth-Goldau, denn diese Bahnhöfe mit zahlreichen Wegpendlern in Richtung Zug und Zürich müssen während diesen zwei Jahren gar eine Reisezeitverlängerung von satten 20 Minuten auf sich nehmen.<br />
Jedoch hat sich aus diesen betroffenen Regionen noch niemand zu Wort gemeldet, da doch halt die direkte Autobahnverbindung wichtiger ist.</p>
<h3>Spange oder Spitzkehre in Rotkreuz?</h3>
<p>Die Reisezeitverlängerung von 20 Minuten fusst in der Umleitung via Rotkreuz, wo eine Spitzkehre notwendig sein wird. Eine ursprünglich ins Auge gefasste Linienführung der Gotthardschnellzüge (InterRegio Zürich HB–Locarno, ICN Zürich HB–Lugano und EuroCity Zürich HB–Milano Centrale) via Heitersbergtunnel und Freiamt wurde inzwischen zerschlagen, einerseits wegen Kapazitätsengpässen auf der Strecke Zürich–Lenzburg, andererseits wäre Zug vom Gotthardverkehr abgeschnitten gewesen. Die S2, welche zurzeit noch von Erstfeld/UR nach Baar Lindenpark/ZG verkehrt, würde ab Arth-Goldau nach Rotkreuz geführt, wo Anschluss an den 2015 einzuführenden InterRegio Luzern–Konstanz oder den geplanten RegioExpress Luzern–Zürich HB bestehen wird.<br />
Die Spitzkehre wird zum Fahrtrichtungswechsel genutzt, jedoch wird Rotkreuz ausschliesslich Diensthalt werden, ein fahrplanmässiger Halt der Schnellzüge ist nicht vorgesehen.<br />
Zahlreiche Gegenvorschläge entstanden nach der Präsentation des Ausbaus Walchwil. Eine dieser Ideen ist schon jahrzehntealt: Eine Spange zwischen Freudenberg und Buonas für einen wendefreien Verkehr Immensee–Cham mit Umgehung von Rotkreuz wurde ebenso ins Spiel gebracht wie der Bau einer Ausweiche im Gebiet Murpfli zwischen Walchwil und Zug Oberwil.<br />
Aus unerfindlichen Gründen sperren sich sowohl SBB als auch das Bundesamt für Verkehr (BAV) gegen den Bau der Spange Immensee–Cham. Diese könnte ohne grossen Aufwand errichtet werden, die Kosten von 16 bis 24 Millionen Franken wären gemäss einem dringenden Postulat des Zürcher Kantonsrats vertretbar, da zwischen Rotkreuz und Freudenberg ohnehin die Bestandesstrecke zweigleisig ausgebaut wird und man hätte auch nach der Vollendung des Doppelspurausbaus Walchwil eine Variante, sollte der Rossberg mal wieder Lust verspüren, ein paar Tonnen Stein und Geröll auf die östliche Zugerseestrecke zu werfen. Fakt ist, dass die Linie Zug–Arth-Goldau ein hohes geologisches Risiko mit sich birgt.</p>
<h3>Murpfli versus Walchwil: Der Vergleich</h3>
<p>Als Gegenvorschlag auf den Doppelspurausbau Walchwil wurde die Variante <em>Ausweiche Murpfli</em> ins Spiel gebracht. Im Gegensatz zur Walchwiler Variante wäre kein Tunnel von einer Doppelspur betroffen, die Bauarbeiten könnten unter laufendem Betrieb vonstatten gehen und die Baukosten würden zwischen einem Fünftel und maximal der Hälfte des Walchwiler Aufwands betragen.<br />
Sowohl <em>Murpfli</em> als auch <em>Walchwil</em> würden generell den S2-Halbstundentakt Zug–Arth-Goldau – und falls die Kantone Schwyz und Uri dementsprechende Finanzierungen leisten, sogar bis Erstfeld – ermöglichen, jedoch würde bei der Variante <em>Murpfli</em> die erst 2010 eingeführte Verlängerung bis Baar Lindenpark entfallen, weil die neuen Fahrtzeiten nunmehr eine Kurzwende in Zug ermöglichen. Aus diesem Grund stellt sich der Kanton Zug hinter die teurere SBB-Variante und beantragt, den Doppelspurausbau Walchwil in den neuen Richtplan aufzunehmen.<br />
Die auf der Strecke liegenden Tunnels müssten aber sowieso einer Lichtraumprofilerweiterung unterzogen werden, genauso wie die Bözbergstrecke und die Strecken Rotkreuz–Rynächt/UR, Giustizia/TI–San Antonino/TI und Vezia/TI–Chiasso.</p>
<h3>Die NEAT-Eröffnung naht</h3>
<p>Lange Zeit zum Hin- und Herüberlegen haben weder die SBB noch der Kanton Zug. An anderen Orten geht es nämlich in Sachen NEAT am Gotthard mächtig vorwärts: Während die Arbeiter im Gotthard-Basistunnel bereits mit dem Einbau der Bahntechnik beschäftigt sind, wird am Ceneri noch fleissig gebohrt – zur Zeit sind 40 Prozent ausgebrochen, man hält weiterhin am Eröffnungstermin 2019 fest. Der Verkehrsclub der Schweiz (VCS) hat einen Tunnelbau durch den Monte Tamaro im Gambarogno am Laggo Maggiore ins Spiel gebracht, welcher nicht nur dem avisierten Kapazitätsausbau im Güterverkehr entgegenkommen wird, sondern auch die lang ersehnte Verdichtung des S-Bahn-Verkehrs zwischen Cadenazzo und Luino vom Zweistundentakt auf den Stundentakt mit sich bringen wird.<br />
Problemstellen sind zurzeit noch in den noch nicht fertig gestellten oder nicht mal in Angriff genommenen Zulaufstrecken in Deutschland und Italien auszumachen.<br />
Auch DB Schenker Rail Logistics rüstet sich für die Zukunft: Per Dezember 2013 löst sie den bestehenden Vertrag mit BLS Cargo für den Gütertransit über den Gotthard auf und vergab den Auftrag über 5000 Züge pro Jahr an SBB Cargo. BLS Cargo zieht daraus die Konsequenzen, rund 80 Stellen sollen an den Lokführerstandorten Erstfeld/UR und Bellinzona/TI wegfallen, während die SBB einerseits über bestehende Lokführerkapazitäten verfügt, andererseits aber auch neue Stellen schaffen wird; bei deren Besetzung werden BLS Cargo-Lokführer Vorrang haben.<br />
<iframe src='http://www.srf.ch/player/tv/tagesschau--vom-02-04-2013/videoembed/auf-kurs-im-gotthard-basistunnel?id=f8ea5f46-efc9-44da-977e-9f0d9ba829b8&#038;mode=embed&#038;width=624&#038;height=351' width='624' height='351' frameborder='0' name='Tagesschau  vom 02.04.2013'></iframe><br />
<em>SRF Tagesschau</em> vom 2. April 2013 zum Stand der Bauarbeitem am Gotthard</p>
<h3>Siehe auch</h3>
<li><a href="http://caboruivo.ch/?p=611" title="230 Millionen Franken für Doppelspur am Zugersee"><em>230 Millionen Franken für Doppelspur am Zugersee</em></a> &#8211; Cabo Ruivo vom 29. August 2011</li>
<h3>Links</h3>
<li><a href="http://www.sbb.ch/content/sbb/de/desktop/sbb-konzern/ueber-die-sbb/projekte/nationale-und-ueberregionale-projekte/zugersee/_jcr_content/contentPar/tabs/tabItems/informationen/tabPar/downloadlist/downloadList/factsheet_rotkreuz_l.spooler.download.pdf">Factsheet der SBB zum Projekt <em>Doppelspurausbau Walchwil</em></a> (PDF-Datei) </li>
<li><a href="http://www.nzz.ch/aktuell/schweiz/rauchzeichen-aus-zuerich-und-zug-1.18057638"><em>Neat-Zufahrt am Zugersee: Rauchzeichen aus Zürich und Zug</em></a> &#8211; NZZ online vom 3. April 2013</li>
<li><a href="http://www.srf.ch/news/regional/zentralschweiz/zuger-regierung-will-an-doppelspurausbau-in-walchwil-festhalten"><em>Zuger Regierung will an Doppelspurausbau in Walchwil festhalten</em></a> &#8211; SRF Regionaljournal Zentralschweiz Online vom 13. März 2013</li>
<li><a href="http://www.srf.ch/player/radio/regi-lu/audio/zuger-regierung-will-doppelspurausbau-in-walchwil-anna-frei-13-03-2013?id=9b6c1d7d-fe2c-44bb-858c-ede29e522c44">Beitrag von SRF Regionaljournal Zentralschweiz</a> (MP3-Datei)</li>
<li><a href="http://www.nzz.ch/aktuell/schweiz/spitzkehre-oder-spange-am-zugersee-1.17681547"><em>Spitzkehre oder Spange am Zugersee</em></a> &#8211; NZZ Online vom 15. Oktober 2012</li>
<li><a href="http://www.nzz.ch/aktuell/schweiz/vcs-fordert-neuen-gueterverkehrstunnel-1.18055345"><em>VCS fordert neuen Güterverkehrstunnel</em></a> &#8211; NZZ Online vom 28. März 2013</li>
<li><a href="http://www.20min.ch/news/dossier/neat/story/24358168"><em>Ohne Anschlüsse wird die NEAT kein Erfolg</em></a> &#8211; Professor und Leiter des <a href="http://ivt.ethz.ch">Instituts für Verkehr und Transportsysteme (IVT)</a> der ETH Zürich, Ulrich Weidmann, in <em>20 Minuten Online</em> vom 12. November 2010</li>
<li><a href=" http://www.zug.ch/behoerden/baudirektion/amt-fur-raumplanung/publikationen/richtplananpassung-oktober-2011-technischer-bericht-doppelspurinsel-walchwil/at_download/file">Technischer Bericht der Variantenstudien des Ausbaus Zugersee durch den Kanton Zug</a> (PDF-Datei)</li>
<li><a href="http://www.zimmerberg-light.ch/2012/06/20/doppelspur-insel-walchwil-auftrag-nicht-erfullt/">Seite des Komitees <em>Zimmerberg light</em> zum Doppelspurausbau Walchwil</a></li>
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		<title>ETR 1000 – Der schnellste Zug der Welt?</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Mar 2013 20:37:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Wachter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute hat die italienische Eisenbahngesellschaft Trenitalia ihr neues Flaggschiff präsentiert. Insgesamt 50 achtteilige Triebzüge hat sie beim für den Bau der ETR 1000 beauftragten Konsortium bestehend aus Bombardier und AnsaldoBreda bestellt. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 400 km/h, vorerst sollen im fahrplanmässigen Betrieb jedoch nur 360 km/h gefahren werden. Was das neue Wunderwerk der Technik alles vorweisen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Heute hat die italienische Eisenbahngesellschaft Trenitalia ihr neues Flaggschiff präsentiert. Insgesamt 50 achtteilige Triebzüge hat sie beim für den Bau der ETR 1000 beauftragten Konsortium bestehend aus Bombardier und AnsaldoBreda bestellt. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 400 km/h, vorerst sollen im fahrplanmässigen Betrieb jedoch nur 360 km/h gefahren werden.<br />
Was das neue Wunderwerk der Technik alles vorweisen kann.</p>
<p><span id="more-4130"></span></p>
<h3>Ein Zeichen an die Konkurrenz</h3>
<p><div class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://bombardier.com/files/de/supporting_docs/image_and_media/products/BT-5448-V300ZEFIRO_frontal.jpg"><img src="http://bombardier.com/files/de/supporting_docs/image_and_media/products/BT-5448-V300ZEFIRO_frontal.jpg" width="300" height="200" alt="ETR 1000" class /></a><p class="wp-caption-text">Der neue Stolz der Trenitalia: Der ETR 1000 (Bild Copyright: Bombardier Transportation)</p></div>Die Prioritäten im italienischen Schienennetz hat die Trenitalia schon längst kund gemacht: Während zahlreiche Nebenstrecken verrotten und nur spärlich bedient werden sowie grenzüberschreitende Verbindungen sträflich vernachlässigt werden, läuft das italienische Hochgeschwindigkeitsnetz auf Hochtouren. Nun hat die Trenitalia, die Personen- und Güterverkehrstochter der Ferrovie dello Stato (FS) den Prototypen der neusten Fahrzeuggeneration vorgestellt: Der ab sofort auf Testfahrten zu sehene ETR 1000 soll vor allem ein Exempel gegenüber dem <a href="http://caboruivo.ch/?p=2621" title="Nuovo Trasporto Viaggiatori: Konkurrenz für Trenitalia ab Ostern">privaten Konkurrenten NTV mit seinem <em>Italo</em>-AGV statuieren</a>, nebenbei auch der finanziell angeschlagenen Fluggesellschaft Alitalia auf deren inneritalienischen Strecken weiter Passagiere abwerben.</p>
<h3>50 Züge für den Hochgeschwindigkeitsverkehr</h3>
<p>Der von allen Seiten als neues Superlativ gelobte Zug basiert auf der Zefiro-Plattform des kanadischen Schienenfahrzeug- und Flugzeugherstellers Bombardier, gebaut wird der Zug jedoch bei AnsaldoBreda in Neapel. Die Trenitalia bestellte im August 2010 50 dieser aus zwei End- und sechs Zwischenwagen bestehenden Züge. Insgesamt erreichen sie eine Länge von 202 Metern und sollen insgesamt bis zu 600 Personen Platz bieten. Die Designgeschwindigkeit beträgt 400 km/h, was sie zum serienmässig schnellsten Schienenfahrzeug der Welt macht – TGV und ICE absolvierten ihre Rekordfahrten in speziell für diese Rekordfahrt zugeschnittenen Konfigurationen – jedoch sind im Plandienst nur maximal 360 km/h vorgesehen, vor allem, um den Energieverbrauch in Grenzen zu halten, denn dieser steigt im Vergleich zur Geschwindigkeit kubisch an. Total ist das Auftragsvolumen rund 1.5 Milliarden Euro wert, als weiterer interessanter Aspekt ist zu beachten, dass die Züge zu 97 Prozent aus Recycling-Material bestehen.<br />
Die Reisezeit zwischen Milano Rogoredo und Roma Tiburtina soll mit der Inbetriebnahme der Züge Ende 2014 auf 2:15 Stunden sinken.<br />
Das italienische Hochgeschwindigkeitsnetz ist zur Zeit stark im Ausbau, vom avisierten <em>T</em> mit den Eckpunkten Turin, Venedig und Neapel sind bereits etliche Teilstücke in Bau, so unter anderem Turin–Mailand und Mailand–Bologna. Die heutigen Flaggschiffe der Trenitalia, die ETR 500, die unter dem Namen <em>Frecciarossa</em> (ehemals <em>Eurostar Italia</em>) verkehren, werden nun für andere Schienenwege frei.</p>
<h3>Auch Einsatz in der Schweiz möglich</h3>
<p>Die Züge sind mehrsystemfähig, nebst den beiden in Italien genutzten Spannungen (25 kV 50 Hz Wechselstrom und 3000 Volt Gleichstrom) sollen die Züge auch für Einsätze in der Schweiz, Österreich, Deutschland und den Niederlanden ausgerüstet werden. Es ist denkbar, dass der ETR 1000 nach Eröffnung der Basistunnels am Gotthard und am Ceneri, im Zuge des Kilometeraustauschs zwischen SBB und Trenitalia, mindestens ein Zugspaar Zürich HB–Milano Centrale übernehmen wird und eventuell gar die langersehnte Direktverbindung nach Rom via Florenz anbieten kann. Es wird mit einer Reisezeit von etwas mehr als sechs Stunden gerechnet.<br />
Sollten sich diese ursprünglich von Trenitalia gehegten Pläne eines Auslandeinsatzes des ETR 1000 bewahrheiten, müsste der Zug mittelfristig auch in der Schweiz auf Testfahrten auftauchen.</p>
<h3>Herstellerportrait</h3>
<p>Hergestellt wird der ETR 1000, auch als <em>V300ZEFIRO</em> oder <em>Frecciarossa 1000</em> bezeichnet, von einem Konsortium bestehend aus Bombardier und AnsaldoBreda. Der Zug basiert auf Bombardiers Zefiro-Typenfamilie für Hochgeschwindigkeitszüge, eine ähnliche Bestellung wie Trenitalia hat China getätigt, dort werden die insgesamt 70 Züge zwischen 2012 und 2016 ausgeliefert. Während die Entwicklung bei Bombardier vorgenommen wurde, ist der Partner AnsaldoBreda für den Zusammenbau der Züge verantwortlich.</p>
<p><strong>Bombardier</strong><br />
Bombardier Inc. mit Sitz in Montréal/CAN ist weltweit der grösste Schienenfahrzeughersteller und der drittgrösste Flugzeughersteller hinter den Platzhirschen Boeing und Airbus. Im Eisenbahnbau ist Bombardier in Europa stark verankert, dies vor allem durch den 2001 absolvierten Kauf der DaimlerChrysler Rail Systems (ehemals ABB Daimler-Benz Transportation, ADtranz). In der Schweiz besitzt Bombardier Transportation nach der Schliessung des Werks Pratteln/BL noch Standorte in Zürich-Oerlikon (Engineering und Entwicklung), Villeneuve/VD (Montagewerk) und Winterthur (Drehgestelle). Als Referenzobjekte gelten vor allem die unter anderem bei SBB, BLS und DB im Einsatz stehende TRAXX-Lokomotivenfamilie und die nach zweijähriger Verspätung nun voraussichtlich ab 2015 in der Schweiz eingesetzten <a href="http://caboruivo.ch/?p=568" title="TWINDEXX: Die SBB-Züge der neusten Generation rollen ab 2013"><em>TWINDEXX Swiss Express</em></a>.</p>
<p><strong>AnsaldoBreda</strong><br />
Die wie der Helikopterhersteller AgustaWestland zum italienischen Rüstungs- und Technikkonzern Finmeccanica S.p.A. gehörende AnsaldoBreda ist der bekannteste Schienenfahrzeughersteller Italiens. Die Produktpalette reicht von Strassenbahnen über U-Bahnen und Regionalzügen bis zu Hochgeschwindigkeitszügen. Als bekanntestes Produkt aus dem Hause AnsaldoBreda gelten die ETR 500, welche bereits jahrelang ihre Dienste als wichtigste Hochgeschwindigkeitszüge Italiens zuverlässig erfüllen, auch wenn die mit der Lancierung des ETR 1000 langsam ins zweite Glied rücken werden. International geriet die Firma jedoch vor allem in Dänemark mit den IC2/IC4 und in den Benelux-Staaten mit den V250 wegen Lieferverzögerungen und diversen Mängeln in Verruf, in Belgien wurde den seit dem 9. Dezember 2012 unter dem Markennamen <em>Fyra</em> zwischen Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen und Brüssel verkehrenden V250 am 18. Januar 2013 gar bis auf Weiteres die Betriebsbewilligung entzogen, nachdem mehrere Male Fahrzeugteile entlang der Strecke gefunden wurden.</p>
<h3>Weblinks</h3>
<li><a href="http://bombardier.com/de/transportation/produkte-und-service/projekte/details?docID=0901260d80173a1b">Produktinformationen über den <em>V300ZEFIRO</em> von Bombardier Transportation</a></li>
<li><a href="http://bombardier.com/de/transportation/pressezentrum/pressemitteilungen/details?docID=0901260d80134f84">Bombardier-Pressemitteilung zur Bestellung von 50 <em>V300ZEFIRO</em> als ETR 1000 von Trenitalia bei Bombardier und AnsaldoBreda vom 30. September 2010</a></li>
<p><span class='embed-youtube' style='text-align:center; display: block;'><iframe class='youtube-player' type='text/html' width='550' height='340' src='http://www.youtube.com/embed/V0J0Xzx-Mbk?version=3&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;wmode=transparent' frameborder='0'></iframe></span><br />
Werbevideo über den ETR 1000 von Bombardier Transportation</p>
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		<item>
		<title>Die RTS-Redaktion macht die Tagesschau: Ein Experiment</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Mar 2013 22:10:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Wachter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Für einmal tauschten die Redaktionen der Nachrichtenflaggschiffe von SRG und RTS die Studios: Die Tagesschau wurde vom Westschweizer Fernsehen gestaltet, das welsche Pendant le journal von den Deutschschweizer Kollegen. Ein gutes Beispiel, wie Brücken über den Röstigraben geschlagen werden. Eine einfache Methode, um Landsleute, die doch so verschieden sind, einander näherzubringen. Die Schweiz: Ein Land, [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Für einmal tauschten die Redaktionen der Nachrichtenflaggschiffe von SRG und RTS die Studios: Die <em>Tagesschau</em> wurde vom Westschweizer Fernsehen gestaltet, das welsche Pendant <em>le journal</em> von den Deutschschweizer Kollegen. Ein gutes Beispiel, wie Brücken über den Röstigraben geschlagen werden. Eine einfache Methode, um Landsleute, die doch so verschieden sind, einander näherzubringen.</p>
<p><span id="more-4121"></span></p>
<h3>Die Schweiz: Ein Land, vier Sprachen</h3>
<p>Die sprachlichen Barrieren in der Schweiz sind enorm: Man ist zwar ein Land, dennoch unterschiedlich in Muttersprache und Mentalität, entsprechend auch die Klischees. Die überkorrekten und bünzligen Deutschschweizer, die lockeren Westschweizer, die noch lockeren Tessiner und zu guter Letzt – die Rätoromanen, die weniger als ein Prozent der Gesamtschweizer Bevölkerung ausmachen, aber dennoch eine der vier offiziellen Landessprachen sprechen.<br />
Ein Miteinander über den Röstigraben oder durch den Gotthard ist selten zu sehen, vielmehr orientiert man sich nach innen wie in der Deutschschweiz oder zu den grossen Nachbarn wie im Welschland oder im Tessin.<br />
Die Grenzen und die Unterschiede sind da, auch wenn man sorgsam bedacht ist, Verbindungen zwischen den einzelnen Landesteilen herzustellen. Während der Primarstufe wird eine zweite Landessprache als Fremdsprache unterrichtet, auch wenn die Lernbereitschaft der Schüler insbesondere in Bezug auf Französisch auf ein Minimum sinkt, jedoch absolvieren nicht wenige Deutschschweizerinnen und Deutschschweizer einen Fremdsprachaufenthalt im Waadtland und auch die Rekrutenschulen sind auf alle Landesteile verteilt, so dass auch dort Berührungen mit anderen Gepflogenheiten entstehen.</p>
<h3>Die SRG SSR baut Brücken</h3>
<p>Die Schweizer Radio- und Fernsehgesellschaft SRG SSR hatte ihrem Slogan getreu wahrlich eine <em>idée suisse</em>.<br />
Auf Initiative des RTS-Generaldirektors Bernard Chappaz entstand die Idee, für einen Tag einen Austausch in den Redaktionen der beiden Hauptnachrichtensender der RTS, <em>le journal</em> und des SRF, der <em>Tagesschau</em> vorzunehmen. Beide Sendungen werden jeweils zeitgleich um 19:30 Uhr auf den ersten Kanälen der SRG-Unterorganisationen ausgestrahlt.<br />
Der Röstigraben verschwand zumindest für knapp 25 Minuten, wechselseitig wurde gezeigt, auf welche Themen der Fokus der Sendung gelegt wurde.</p>
<h3>Interessante Bilder von der SNB-Goldreserven</h3>
<p>Nicht nur die Moderation wurde von der Schwestergesellschaft getätigt, auch die Beiträge wurden von den Redaktoren des Pendants verfasst.<br />
Während in Leutschenbach Olivier Dominik im <em>Tagesschau</em>-Studio die Nachrichten des Tages dem Deutschschweizer Publikum erläuterte, nahm im RTS-Senderaum der zukünftige SRF-Grossbritannienkorrespondent Urs Gredig Platz, um <em>le journal</em> zu moderieren.<br />
Auch die Korrespondenten wurden „ausgetauscht“, das Deutschschweizer Publikum kam so statt Hanspeter Forster den RTS-Bundeshausredaktor Pierre Nebel zu Gesicht, während sein Pendant Fritz Reimann einen Beitrag in französischer Sprache ablieferte.<br />
Interessant war der dem RTS gewährte Einblick in die Goldreserven der Schweizer Nationalbank, welche an einem geheimen Ort gelagert werden.<br />
Auch sonst wurde klar, dass der Fokus von <em>le journal</em> vielmehr auf die Westschweiz gelegt ist, als derjenige der <em>Tagesschau</em> auf die Deutschschweiz – ausserhalb von Bern. So wurden Bilder aus den welschen Tamedia-Tochtergesellschaften gezeigt, welche aufgrund mangelnder Rentabilität um ihre Existenz fürchten und eine Reportage über den HC Fribourg-Gottéron bildete den Abschluss der besonderen <em>Tagesschau</em>.<br />
Selbst Bundesrat Alain Berset äusserte sich positiv zum Journalistenaustausch von SRF und RTS.<br />
Nicht fehlen durften natürlich die Bilder aus Genf, wie Gredig und seine Mitarbeiter die ersten Einblicke beim RTS nahmen.<br />
Das RTS strahlte beide Sendungen parallel aus: <em>le journal</em> auf <em>RTS un</em>, die <em>Tagesschau</em> mit französischer Übersetzung im Zweikanalton auf <em>RTS deux</em>, das SRF schaffte das nicht.</p>
<h3>Sendungen</h3>
<p><iframe src='http://www.srf.ch/player/tv/tagesschau--vom-21-03-2013/videoembed/tagesschau-vom-21-03-2013-1930?id=187f6cc6-ddeb-49b4-b3df-54f3cd3e3dad&#038;mode=embed&#038;width=600&#038;height=338' width='600' height='338' frameborder='0' name='Tagesschau  vom 21.03.2013'></iframe><br />
Die SRF-<em>Tagesschau</em> mit RTS-Moderator Olivier Dominik (Dauer: ca. 30 Min.)</p>
<p><iframe width='600' height='338' src='http://www.rts.ch/embed/JyKh' frameborder='0'></iframe><br />
<em>Le journal</em> von RTS mit SRF-Anchorman Urs Gredig (Dauer: ca. 30 min.)</p>
<h3>Weblinks</h3>
<li><a href="https://twitter.com/search?q=%2319h30&#038;src=hash">Twitter-Reaktionen zum Thema</a></li>
<li><a href="http://www.srf.ch/news/schweiz/eine-tagesschau-ganz-aus-westschweizer-hand"></em>Eine Tagesschau ganz aus Westschweizer Hand</em></a> &#8211; Die Entstehungsgeschichte auf <em>SRF Online</em></li>
<li><a href="http://www.srf.ch" target="_blank">Offizielle Webseite des SRF</a></li>
<li><a href="http://www.rts.ch" target="_blank">Offizielle Webseite der RTS</a></li>
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		</item>
		<item>
		<title>Papst Franziskus wacht neu über die katholische Kirche</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Mar 2013 20:01:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Wachter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach gerade mal zwei Tagen ist das Konklave beendet: Um 19:06 Uhr stieg über der Sixtinischen Kapelle weisser Rauch auf. Nach 20:15 Uhr war das Geheimnis gelüftet: Habemus papam! Jorge Mario Bergoglio gab sich den Namen Franziskus I.; er ist der 266. Papst der Geschichte und somit auch der 265. Nachfolger des Apostels Petrus. Grosse [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Nach gerade mal zwei Tagen ist das Konklave beendet: Um 19:06 Uhr stieg über der Sixtinischen Kapelle weisser Rauch auf. Nach 20:15 Uhr war das Geheimnis gelüftet: Habemus papam! Jorge Mario Bergoglio gab sich den Namen Franziskus I.; er ist der 266. Papst der Geschichte und somit auch der 265. Nachfolger des Apostels Petrus.<br />
<span id="more-4104"></span></p>
<h3>Grosse Überraschung im Vatikan</h3>
<p>Auf den ersten Jesuiten im Amt, Bergoglio, tippte im Vorfeld des Konklaves niemand. Mal wieder bewahrheitete sich die Floskel <em>Wer als Papst ins Konklave geht, kommt als Kardinal wieder heraus</em>. Meistgenannte <em>Papabili</em> waren der Erzbischof von Mailand, Angelo Kardinal Scola oder der Brasilianer Odilo Kardinal Scherer. Doch das Rennen machte &#8211; wie schon so oft &#8211; ein Aussenseiter. Der 76-jährige Erzbischof von Buenos Aires, Jorge Mario Kardinal Bergoglio wurde von den 115 wahlberechtigten Kardinälen auf den Heiligen Stuhl gehievt. Mit dem Namen Franziskus I. übernimmt er damit die Nachfolge von Joseph Ratzinger alias Benedikt XVI., welcher am 28. Februar in den Ruhestand trat. Gemäss vatikanischen Richtlinien wird er offiziell nur als <em>Papst Franziskus</em> bezeichnet, die römische Ziffer wird ihm nur beigefügt, sollte dereinst ein Franziskus II. auf dem Heiligen Stuhl Platz nehmen. </p>
<h3>Überzeugender Auftritt auf der Loggia</h3>
<p>Fast zu lange dauerte die Wartezeit zwischen dem Weissen Rauch und dem ersten Auftritt Franziskus&#8217; I. auf der Loggia des Petersdoms, ehe der von der Parkinson&#8217;schen Krankheit gezeichnete Kardinalprotodiakon Jean-Louris Tauran auf den Balkon trat und mit dem berühmten Ausspruch <em>Habemus papam!</em> Jubelstürme unter den Gläubigern auf dem Petersplatz auslöste. Die Enttäuschung der Italiener, dass keiner den Ihrigen auf dem Stuhl Petri Platz nehmen konnte, wich spätestens, als der frisch gebackene Pontifex sich auf der Loggia zum ersten Mal seinen Schäfchen stellte. Mit Gebeten, einem weichen Klang bei der Aussprache der lateinischen Worte und dem Segen <em>urbi et orbi</em> machte Franziskus I. einen überzeugenden ersten Auftritt.<br />
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<em>Tagesschau</em> von <em>Schweizer Radio und Fernsehen</em> vom 13. März 2013 (Dauer: ca. 72 Minuten) mit dem ersten Auftritt von Papst Franziskus<br />
Seine demütigende Haltung und das gemeinsame Beten mit den Gläubigen liessen ihn in einem positiven Licht erscheinen, zahlreiche Weltenbürger hoffen auf Reformen der immer noch am Zeitgeist vorbeilebenden katholischen Kirche. Auf Franziskus wartet nicht nur in diesem Bereich Arbeit, sondern auch innerhalb der vatikanischen Mauern; es gilt, die zerrütteten Strukturen wieder herzurichten, eine Aufgabe, vor der Benedikt XVI. wohl aufgrund seines Alters kapituliert hatte.</p>
<h3>Wer ist der neue Pontifex?</h3>
<p>Von Bergoglio ist nicht viel bekannt, obwohl er 2005 beim damaligen Konklave hinter Ratzinger den zweiten Platz erreichte. Der 1936 als Sohn eines Eisenbahnarbeiters Geborene war zunächst als Student von technischen Wissenschaften tätig, ehe er eine theologische Laufbahn einschlug. Wer auf einen liberalen Papst gehofft hat, wird durch die Wahl Franziskus&#8217; bitter enttäuscht: In gesellschaftlichen Fragen ist Bergoglio konservativer Ansicht, er gilt als vehementer Gegner der Legalisierung der Homo-Ehe, auch der Abtreibung und der Empfängnisverhütung steht er ablehnend gegenüber. Aus diesem Grund ist er bereits mehrmals an das argentinische Präsidentenehepaar Cristina und Nestor Fernández de Kirchner geraten. Oftmals wird ihm eine starke Nähe zur Militärdiktatur vorgeworfen, er soll in das von der Junta praktizierte Verschwindenlassen von Regimegegner involviert worden sein, konkret soll er gemäss Vorwürfen von Menschenrechtsanwälten nicht regimetreue Priester den Schergen ausgeliefert haben. Nichtsdestotrotz wird der Jesuit in seiner argentinischen Heimat als <em>Kardinal der Armen</em> verehrt, was sich auch in seiner Namenswahl wiederspiegelt, lebte doch der Gründer des Franziskanerordens, Franz von Assisi, in bitterer Armut. 2001 wurde er vom damaligen Papst Johannes Paul II. ins Kardinalskollegium berufen, wo er diverse Posten innehatte. Er ist der erste Lateinamerikaner auf dem Stuhl Petri und nach Wojtila und Ratzinger der dritte Nicht-Italiener in Serie im Papstrock. Die Zeit der Sedisvakanz ist nun vorbei und ob Franziskus I. die in ihm gehegten hohen Erwartungen der krisengeschüttelten katholischen Kirche erfüllen kann, wird die Zukunft zeigen. Mit dem überzeugenden Auftritt auf der Loggia scheint der erste Schritt getan.<br />
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<em>Einen Tag nach der Papstwahl</em> aus der <em>Tagesschau</em> von <em>Schweizer Radio und Fernsehen</em></p>
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Die erste Messe von Papst Franziskus am 14. März 2013</p>
<h3>Weblinks</h3>
<li><a href="http://www.kath.ch/index.php?na=0,0,0,0,d,97306">Dossier von <em>kath.ch</em> zu Papst Franziskus</a></li>
<li><a href="http://www.srf.ch/news/international/papstwahl/">Themenschwerpunkt zur Papstwahl von <em>Schweizer Radio und Fernsehen</em></a></li>
<li><a href="http://www.sueddeutsche.de/thema/Papst_Franziskus">Themenschwerpunkt der <em>Süddeutschen Zeitung</em></a></li>
<li><a href="http://de.radiovaticana.va/news/2013/03/15/die_predigt_des_neuen_papstes_im_volltext/ted-673516">Die erste Predigt von Papst Franziskus in der deutschsprachigen Übersetzung</a> &#8211; von <em>Radio Vatikan</em></li>
<li><a href="http://www.kirchenblogs.ch/d/blogs/pWalterLudin/m97301">Einschätzung von Pater Walter Ludin</a> &#8211; aus <em>kirchenblogs.ch</em></li>
<li><a href="http://media01.radiovaticana.va/audiomp3/00362082.MP3">Der erste Auftritt Bergoglios als Papst Franziskus auf der Loggia des Petersdoms</a> (MP3-Datei)</li>
<li><a href="http://de.radiovaticana.va/news/2013/03/14/papst_franziskus_in_zitaten/ted-673294"><em>Papst Franziskus in Zitaten</em></a> &#8211; aus <em>Radio Vatikan</em></li>
<li><a href="http://de.radiovaticana.va/articolo.asp?c=664455">Die Rücktrittserklärung Benedikts XVI. im Original-Wortlaut</a> (lateinische Sprache)</li>
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		<title>Orell Füssli und Thalia – Zwei Bücherriesen spannen zusammen</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Mar 2013 14:04:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Wachter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Buchhandelsketten Orell Füssli und Thalia Schweiz beschliessen, ihre Buchhandelsaktivitäten zusammenzulegen, um im Buchmarkt weiter bestehen zu können. Zusammen betreiben die beiden Unternehmen 36 Filialen in der Deutschschweiz und beschäftigen rund 1000 Angestellte. Was bedeutet das für die Schweizer Buchhandelsbranche? Ingesamt 36 Filialen Heute gaben Orell Füssli und Thalia Schweiz ihren Zusammenschluss bekannt. Die Zürcher [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Buchhandelsketten Orell Füssli und Thalia Schweiz beschliessen, ihre Buchhandelsaktivitäten zusammenzulegen, um im Buchmarkt weiter bestehen zu können. Zusammen betreiben die beiden Unternehmen 36 Filialen in der Deutschschweiz und beschäftigen rund 1000 Angestellte. Was bedeutet das für die Schweizer Buchhandelsbranche?</p>
<p><span id="more-4097"></span></p>
<h3>Ingesamt 36 Filialen</h3>
<p><div id="attachment_4095" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://caboruivo.ch/wp-content/uploads/2013/03/wpid-20130307_144532.jpg"><img src="http://caboruivo.ch/wp-content/uploads/2013/03/wpid-20130307_144532-300x225.jpg" alt="Bald unter einem Dach: Orell Füssli und Stauffacher (Thalia)" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-4095" /></a><p class="wp-caption-text">Bald unter einem Dach: Orell Füssli und Stauffacher (Thalia)</p></div><br />
Heute gaben Orell Füssli und Thalia Schweiz ihren Zusammenschluss bekannt. Die Zürcher Orell Füssli betreibt 14 Filialen in grösseren Schweizer Städten unter den Namen <em>Orell Füssli</em>, <em>restseller by Orell Füssli</em> und <em>Rösslitor Bücher</em>, während die aus den Buchhandlungen Stauffacher und Jäggi hervorgegangene Thalia an 22 Standorten Läden besitzt, sowohl in grösseren Städten, als auch in ländlichen Gegenden. Überschneidungen gibt es vor allem aus historischen Gründen nur wenige, so beispielsweise in Basel, Bern und St. Gallen. Insgesamt 40 bis 50 der 1050 Stellen sollen durch den Zusammenschluss wegfallen.<br />
Thalia Schweiz ist unter anderem durch diverse Übernahmen in vergangenen Jahren aus den Buchhandelsketten Jäggi und Stauffacher sowie einigen Kleinläden hervorgegangen und gehört zur gleichnamigen deutschen Buchhandelskette, welche wiederum Teil des Handelskonzerns Douglas mit der gleichnamigen Parfumeriekette als Zugpferd ist.<br />
Die Fusion ist eine Reaktion auf die Abwanderung der Leserschaft Richtung Internet, so sagen die beiden Unternehmen unter anderem Amazon den Kampf an. Zwar sind die beiden Unternehmen mit den Plattformen <em><a href="http://books.ch">books.ch</a></em> (Orell Füssli) und <em><a href="http://buch.ch">buch.ch</a></em> (Thalia) auch im Internet präsent, doch lässt sich so der Niedergang des Buchhandels nicht verhindern, auch weil sich das <a href="http://caboruivo.ch/?p=182" title="E-Book oder herkömmliches Buch?">E-Book vor allem aus Kostengründen zu einer ernstzunehmenden Alternative des Buches gemausert hat</a>.</p>
<h3>Wer sind Orell Füssli und Thalia?</h3>
<p>Die OF Buchhandlungs-AG, welche die Orell Füssli-Filialen betreibt, gehört zu 51% der Orell Füssli-Gruppe, welche unter anderem in einer anderen Sparte die Schweizer Banknoten druckt; die restlichen Anteile hält der Münchner Hugendubel-Verlag. Inwiefern die Anteile der neuen Gesellschaften aufgeteilt werden, ist noch unklar, denkbar ist eine 50-50-Aufteilung zwischen Thalia und Orell Füssli/Hugendubel. Sollte sich Hugendubel am Joint-Venture beteiligen, käme es zu einer absurden Situation: Gemeinsam mit dem Partner Weltbild ist Hugendubel in Besitz der Deutschen-Buchhandels-Holding (DBH), mit Ketten wie <em>Hugendubel</em> oder <em>Weltbild plus!</em> deutscher Marktführer im Bereich Buchhandel, während das im Hamburg domizilierte Unternehmen Thalia seit der Fusion Hugendubel/Weltbild nur noch die Nummer zwei darstellt. Dies wäre mit einer Situation vergleichbar, in der sich Coop und Migros gemeinsam an einer Firma im Ausland beteiligen.<br />
Um gegen Onlinehändler wie Amazon bestehen zu können, haben DBH und Thalia zusammengespannt und gemeinsam mit dem Medienkonglomerat Bertelsmann die <em>tolino</em>-E-Readerplattform in Deutschland lanciert. In der Vergangenheit mussten beiden Unternehmen Geschäftsstellen schliessen.</p>
<h3>Die Folgen für den Schweizer Buchmarkt</h3>
<p>Aktuell wird der Schweizer Buchmarkt von vier Unternehmen beherrscht: Der Migros-Tochter Ex Libris, Orell Füssli, Thalia und der Lüthy-Balmer-Stocker-Gruppe. Während Ex Libris die Buchpreise dem Euro-Kurs anpasst, haben Thalia und Orell Füssli fixe Umrechnungen, weswegen Ex Libris weitaus kostengünstigere Preise anbietet.<br />
Für die Buchhandelsbranche bedeutet diese Fusion, die noch von den Wettbewerbsbehörden genehmigt werden muss, eine neue Konsolidierung. Nun dominieren drei Unternehmen den Markt, kleinere Buchhandlungen sind noch mehr vom Aussterben bedroht.<br />
Für die Abwanderung Richtung Amazon sind die Unternehmen aber auch selber verantwortlich, denn der Kunde schnappt sich meistens das kostengünstigste Produkt, wofür auch mal der Weg über die Grenze nach Konstanz zu Osiander oder Hugendubel auf sich genommen wird.<br />
Eine Besserung ist nicht in Sicht, trotz grosser Beliebtheit kämpft beispielsweise auch Ex Libris mit akuten Problemen, auch hier sind Filialschliessungen in Sicht, so macht das Damoklesschwert auch über dem Flagschiff an der Zürcher Bahnhofstrasse nicht Halt, eine Schliessung dieses Geschäfts ist nahezu beschlossene Sache. Ein Grossteil des Umsatzes generiert Ex Libris mittlerweile im Internet, aber hier können die Onlineplattformen von Orell Füssli und Thalia wegen den höheren Buch- und Portopreisen nicht mithalten.<br />
Ein interessanter Aspekt dürfte übrigens die künftige Namenswahl sein: Orell Füssli ist im Gegensatz zu Thalia in der Schweiz als Marke verankert, aber Thalia hat in den vergangenen Jahren eine Ein-Marken-Strategie in Deutschland, Österreich und der Schweiz verfolgt, so dass alle Buchhandlungen, welche in Verbindung mit Thalia stehen, auch diesen Namen tragen.</p>
<h3>Weblinks</h3>
<li><em><a href="http://www.orellfuessli.com">orellfuessli.com</a></em> &#8211; Website der Orell Füssli-Gruppe</li>
<li><em><a href="http://books.ch">books.ch</a></em> &#8211; Webportal der Orell Füssli Buchhandlungs AG</li>
<li><em><a href="http://thalia.ch">thalia.ch</a></em> &#8211; Website der Thalia Schweiz</li>
<li><em><a href="http://buch.ch">buch.ch</a></em> &#8211; Webportal von Thalia</li>
<li><a href="http://www.nzz.ch/aktuell/wirtschaft/wirtschaftsnachrichten/orell-fuessli-und-thalia-legen-buchhandelsgeschaeft-zusammen-1.18042234">Artikel der NZZ zum Thema</a></li>
<li><a href="http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Orell-Fuessli-und-Thalia-spannen-zusammen/story/24541593">Artikel des <em>Tages-Anzeigers</em> zum Thema</a></li>
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		<title>Stärke 6 &#8211; Oder was Sabine Boss aus der Munition im Urnersee herausholte</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Mar 2013 19:33:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Wachter</dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>An mehreren Wochen im Sommer 2012 wurden in der Region Brunnen/SZ-Urnersee und an der ETH Zürich Dreharbeiten für den Film <em>Stärke 6</em> unter der Regie von Sabine Boss (<em>Ernstfall in Havanna</em>, <em>Tatort: Hanglage mit Aussicht</em>) durchgeführt, nun wurde er am 3. März 2013 in der Reihe <em>SRF Schweizer Film</em> erstmals ausgestrahlt. Fiktion basierend auf wahren Begebenheiten – vor allem für Ortskundige mit einem Schuss Amusement garniert.</p>
<p><span id="more-4088"></span></p>
<h3>Ein kleiner Felssturz an der alten Axenstrasse mit grosser Wirkung</h3>
<p><div id="attachment_4090" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://caboruivo.ch/wp-content/uploads/2013/03/033.jpg"><img src="http://caboruivo.ch/wp-content/uploads/2013/03/033-300x200.jpg" alt="Kam in Stärke 6 zu filmischen Ehren: Der Föhnhafen Brunnen" width="300" height="200" class="size-medium wp-image-4090" /></a><p class="wp-caption-text">Kam in <em>Stärke 6</em> zu filmischen Ehren: Der Föhnhafen Brunnen</p></div>Der Plot von <em>Stärke 6</em> handelt von der deutschen Geologin Mara Graf, welche gemeinsam mit ihrem Lebenspartner Gian Wyss im Auftrage der ETH Zürich an einen Steinschlag an der Axenstrasse, ausgelöst durch ein kleineres Erdbeben, gerufen wird. Beim darauffolgenden Tauchgang kommt Wyss ums Leben – für Graf beginnt danach ein Spiessrutenlauf, bei der sie im Kampf gegen Polizei und Armee der Wahrheit auf den Grund gehen will. Buchstäblich auf den Grund, denn dieser beherbergt im Urnersee unzähliges Munitionsmaterial als Relikt des Zweiten Weltkrieges. Etliche Wendungen später stellte sich heraus, das just so ein Ding hochgeflogen ist und für den Tod des Tauchers verantwortlich ist.<br />
Fiktion vor historisch wahrem Hintergrund, auch die Darsteller zeigen ihr können, insbesondere Claudia Michelsen in der Hauptrolle als Mara Graf und Jessy Moravec (<em>Tatort: Skalpell</em>) als Gians Schwester zeigen ihr Können auf hervorragende Weise.</p>
<h3>Wie stimmt der Film mit der Realität überein?</h3>
<p>Die Munition im Urnersee entspricht gänzlich der Wahrheit, jedoch ist das Risiko einer Unterwasser-Explosion verschwindend klein. Ebenso entspricht der Wahrheit, dass der Bund auf die Bergung dieser Munition verzichtet.<br />
<iframe src='http://www.srf.ch/player/tv/einstein-vom-28-02-2013/videoembed/tote-durch-munition-im-urner-see-fiktion-oder-realitaet?id=dc351d03-cac1-4451-8aa9-006afcf98bd6&#038;mode=embed&#038;width=600&#038;height=338' width='600' height='338' frameborder='0' name='Einstein vom 28.02.2013'></iframe><br />
<em>Tote durch Munition im Urnersee: Fiktion oder Realität?</em> aus <em>Einstein</em> vom 28. Februar 2013</p>
<p>Auch die Gefahr einer Flutwelle ist gering, zuletzt war eine solche 1993 bei Felssprengungen im Bereich der Axenstrasse zwischen dem Wolfssprung und Sisikon/UR befürchtet worden – sie trat nicht ein. Jedoch ist der Vierwaldstättersee diesbezüglich nicht zu unterschätzen, 1601 wurde die Stadt Luzern nach einem Erdbeben von einem Tsunami heimgesucht, 1687 sackte das Muotadelta bei Brunnen ab, was wiederum zu einer Flutwelle bei der Treib führte. In letzterem Fall unternahm die ETH Zürich mit ihrem damaligen Professor Flavio Anselmetti zahlreiche Bohrungen und konnte die Ereignisse anhand von Kernbohrungen rekonstruieren.<br />
<iframe src='http://www.srf.ch/player/tv/einstein-vom-19-05-2011/videoembed/tsunami-am-vierwaldstaettersee?id=d60e657e-fa77-4d4f-b105-8298a218c6f0&#038;mode=embed&#038;width=600&#038;height=338' width='600' height='338' frameborder='0' name='Einstein vom 19.05.2011'></iframe><br />
<em>Einstein</em> vom 19. Mai 2011 zum Absacken des Deltas bei Brunnen/SZ</p>
<p>Sabine Boss, welche in Bezug auf Realitäten bereits in ihrer <em>Tatort</em>-Folge aus Vitznau, <em>Hanglage mit Aussicht</em>, für Lacher gesorgt hatte, als der steile Aufstieg zur Wissiflue zu Fuss kaum länger gedauert hat als per Bahn, lässt in <em>Stärke 6</em> den Polizeibeamten Albrecht zunächst mit dem Auto von Brunnen nach Bauen/UR fahren, um diesen den Ort des finalen Showdowns mit dem Armeeoberst Frick beim Felsabbruch in der alten Axenstrasse per Feldstecher inspizieren zu lassen. Mangels Strassen- und Fährverbindung zwischen Brunnen und Bauen muss man in der Praxis den gesamten Urnersee umrunden und dabei auch an der beobachteten Stelle vorbeifahren – kurz und auf deutsch gesagt; Sisyphusarbeit. Vielleicht wäre so der Suizid Fricks verhindert worden, der ja trotz einigen Schlucken Kirsch intus die Kugel präzise im Hals platziert hatte.<br />
Erstaunlich war zudem der Fakt, dass der Unglücksort zwischen Sisikon und Flüelen auf Gemark des Kantons Uri war, für die Ermittlungen jedoch die Schwyzer Kriminalpolizei – die es übrigens als solches gibt, wohl ohne viel Arbeit und nicht im Hauptposten Schwyz angesiedelt, sondern im Sicherheitsstützpunkt Biberbrugg in Bennau – zuständig ist.<br />
Und damit das Klischee der ländlichen Gegend der Innerschweiz nicht ganz durch im Hintergrund dezent in Szene gesetzte Hochhäuser zerstört wurde, durfte natürlich eine Alphütte und eine streunende Kuh nicht fehlen.</p>
<h3>Drehorte gut in Szene gesetzt</h3>
<p>Ansonsten wurde in Bezug auf die Dreharbeiten bei <em>Stärke 6</em> gut gearbeitet. An der ETH Zürich fanden diese im NO-Gebäude statt, der Lichthof wurde mehrmals in Szene gesetzt. Dies stimmt mit der Realität überein, im NO (Naturwissenschaften Ost) an der Clausiusstrasse ist das Departement für Erdwissenschaften (D-ERDW) der ETH Zürich angesiedelt, zu welchem auch die Geologie gehört.<br />
In der Gemeinde Ingenbohl kamen vor allem die Gemeindeverwaltung und der Föhnhafen zu filmischen Ehren, in ersterer wurden auch zahlreiche Innenaufnahmen vorgenommen; zudem hatte auch das neue Rettungsboot der Feuerwehr Ingenbohl-Brunnen einen prominenten Gastauftritt.<br />
Nebst dem Unglücksort zwischen Sisikon und Flüelen wurde auch vor dem Polizei-Hauptposten in Schwyz gedreht.<br />
Fazit: Es gab schon schlechtere Filme, die Qualität belief sich so im Bereich, was man von einem Schweizer Fernsehfilm mit doch eher geringeren Produktionsmittel erwarten kann. Filmische Sternstunden holt die Schweiz ohnehin selten – die nächste Chance bietet sich mit <a href="http://caboruivo.ch/?p=2113" title="Jeremy Irons fährt im Nachtzug nach Lissabon"><em>Nachtzug nach Lissabon</em> mit Jeremy Irons in der Hauptrolle</a>.</p>
<p><em>Weblinks</em></p>
<li><a href="http://www.srf.ch/medien/news/srf-schweizer-film-starke-6/">Detailinformation zu <em>Stärke 6</em> von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)</a></li>
<li><em><a href="http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/fernsehen/TVKritik-Innerschweizer-Tsunami/story/26492275">Innerschweizer Tsunami</em></a> &#8211; Kritik des <em>Tages-Anzeigers</em></li>
<li><a href="http://www.nzz.ch/aktuell/feuilleton/fernsehen/eine-frau-unter-verdacht-1.18024064"><em>Eine Frau unter Verdacht</em></a> &#8211; Kritik der <em>NZZ</em></li>
<li><a href="http://www.vbs.admin.ch/internet/vbs/de/home/documentation/publication/umwelt/ruckst/dokument.parsys.33819.downloadList.93761.DownloadFile.tmp/flyermuninseend.pdf">Übersicht des Departmentes für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) über Munition in Schweizer Seen</a> (PDF-Datei)</li>
<li><a href="rtmp://cp23910.edgefcs.net/ondemand/mpc/Regionaljournale/Zentralschweiz/2012/02/120203_munition.mp3">Beitrag des <em>Regionaljournals Zentralschweiz</em> vom 3. Februar 2012 über die Rückstände von Armee-Munition im Urnersee</a> (MP3-Datei) </li>
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		<title>Hamburgs HafenCity – Vom Warenumschlag zum Trendquartier</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Mar 2013 17:49:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Wachter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die lose Serie zu städtebaulichen Grossprojekten geht weiter: Anlässlich der Aufhebung des Baustopps an der Elbphilharmonie wird erstmals der Weg über die Landesgrenzen hinaus gewagt, Ziel ist die Elbmetropole Hamburg. Dort wird seit 2000 auf insgesamt 2.2 km2 Fläche auf dem Grossen Grasbrook an einem neuen Stadtteil gebaut – der HafenCity. Es ist das grösste [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die lose Serie zu städtebaulichen Grossprojekten geht weiter: Anlässlich der Aufhebung des Baustopps an der Elbphilharmonie wird erstmals der Weg über die Landesgrenzen hinaus gewagt, Ziel ist die Elbmetropole Hamburg. Dort wird seit 2000 auf insgesamt 2.2 km<sup>2</sup> Fläche auf dem Grossen Grasbrook an einem neuen Stadtteil gebaut – der HafenCity. Es ist das grösste vergleichbare Projekt Europas.<br />
<span id="more-4068"></span></p>
<h3>Keine Zukunft mehr im Hafenwesen</h3>
<p>Um den Hamburger Hafen zu erweitern, wurde im 19. Jahrhundert die gesamte Grasbrook-Insel südöstlich der Innenstadt mit Hafenanlagen versehen. Durch die Bahnstrecke Hannover–Hamburg war auch sogleich Gleisanschluss vorhanden. Zahlreiche Wohnquartiere mussten den Hafenprojekten weichen, nahezu 20&#8217;000 Menschen wurden umgesiedelt. 1888 wurde die heute denkmalgeschützte Speicherstadt am Zollfreihafen eröffnet, markante Orientierungspunkte waren die Kaispeicher A und B.<br />
Nachdem ab den 1960er-Jahren der Containerumschlag am Hamburger Hafen immer grössere Bedeutung erlangte, verlagerte sich das Wachstum des Hafens in Gebiete westlich des 1911 eröffneten St. Pauli-Elbtunnels, dessen Röhren zwölf Meter unter mittlerem Hochwasser liegen und daher für Schiffe mit grossem Tiefgang ein unüberwindbares Hindernis darstellen. Heute verfügt die Hamburg Port Authority/HHLA mit Altenwerder, Tollerort und Burchardkai über drei grosse Containerterminals, ein viertes wird von einem Privatunternehmen betrieben. Aufgrund dieser logistischen Veränderung wurde der Grasbrook immer mehr zu einer Industriebrache.</p>
<h3>Innenstadtnähe als grosser Vorteil</h3>
<p>Die brachen Flächen waren relativ nah zur Innenstadt gelegen, weswegen Anfang der 1990er-Jahre erstmals Ideen zu einer Bebauung aufkamen. 1997 wurde die erste Machbarkeitsstudie vorgestellt, 2000 der Masterplan verabschiedet, 2004 die ersten Baufelder fertiggestellt.<br />
Seit Ende November 2012 ist die HafenCity zudem per U-Bahn erreichbar, die U4 verbindet die beiden im Stadtteil gelegenen U-Bahnstationen <em>HafenCity Universität</em> und <em>Überseequartier</em> mit den Verkehrsknoten Jungfernstieg, Hauptbahnhof und Berliner Tor – sie endet in Billstedt. Zukünftig soll die U-Bahn auch durch weitere Quartiere der HafenCity führen und an einem geplanten S-Bahnhof zwischen den Stationen Hammerbrook (City Süd) und Wilhelmsburg der S3/S31 ihren Endpunkt finden. Die Lage und der Name dieses Knotenpunktes ist noch Gegenstand laufender Diskussionen. Für einige Teile der HafenCity, so die Elbphilharmonie und die Speicherstadt, bildet die U3-Hochbahnstation Baumwall die nächste Anbindung. Des Weiteren sorgen zahlreiche Busse und Schiffe für eine optimale Anbindung der HafenCity, welche zudem im Überseequartier mit dem Hamburg CruiseCenter über ein Kreuzfahrtterminal verfügt, an dem auch schon die <a href="http://caboruivo.ch/?p=3483" title="Giganten unter sich: Königinnentreffen im Hamburger Hafen"><em>Queen Mary 2</em> und das Schwesterschiff <em>Queen Elizabeth</em> anlegten</a>.<br />
Aktuell sind rund zwei Drittel des Bauperimeters fertiggestellt, in Bau oder in Planung.<br />
Zahlreiche Unternehmen und Behörden haben sich seither in der HafenCity niedergelassen: Nebst der HHLA und der Hamburg Port Authority hat unter anderem das deutsche Nachrichtenmagazin <em>Der Spiegel</em> sein neues Hauptquartier in der HafenCity bezogen und der vom Hamburger Klaus Michael Kühne gegründete Schweizer Logistikkonzern Kühne&#038;Nagel mit Sitz in Schindellegi/SZ besitzt ein Bürogebäude, genauso wie der Walldorfer Softwarekonzern SAP.</p>
<h3>Markante Bauten</h3>
<p><strong>Elbphilharmonie</strong><br />
<div id="attachment_4071" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://caboruivo.ch/wp-content/uploads/2013/03/IMG_9118-2.jpg"><img src="http://caboruivo.ch/wp-content/uploads/2013/03/IMG_9118-2-200x300.jpg" alt="Das Wahrzeichen der HafenCity: Die Elbphilharmonie" width="200" height="300" class="size-medium wp-image-4071" /></a><p class="wp-caption-text">Das Wahrzeichen der HafenCity: Die Elbphilharmonie</p></div>Der unendlichen Seifenoper zwischen der Stadt und dem Baukonzern Hochtief wegen ist die Elbphilharmonie wohl das bekannteste Gebäude der HafenCity. Auf dem Kaispeicher A momentan in Bau befindlich, besticht die Glaskonstruktion durch eine kühne Architektur nach Plänen der Schweizer Jacques Herzog und Pierre de Meuron in Form einer Welle – wohl just diese Konstruktion sorgte für die Differenzen zwischen der Hansestadt und Hochtief, die Kosten explodierten, auch der Vollendungstermin verschob sich stets weiter nach hinten, momentan ist die Fertigstellung des Bauwerks auf 2017 terminiert. Budgetiert waren anfänglich Baukosten von 77 Millionen Euro, aktuellen Schätzen zufolge betragen sie nun 575 Millionen. Aus diesem Grund wurde im Sommer 2011 ein Baustopp verhängt, der am 1. März 2013 wieder aufgehoben wurde, so dass die Bauarbeiten wieder aufgenommen werden konnten.</p>
<p><strong>Speicherstadt</strong><br />
Die denkmalgeschützte Speicherstadt gehört ebenfalls zum Perimeter der HafenCity, wurde aber selbstverständlich baulich nicht verändert, sondern als bestehende Bauten ins Gesamtkonzept integriert. Statt Getreide und Tee zu lagern, besitzt die Speicherstadt heute die Funktion eines Vergnügungsquartiers, bekanntester Exponent ist wohl die gigantische Modelleisenbahnanlage <em>Miniatur-Wunderland</em>.</p>
<p><strong>Sandtorhafen und Dalmannkai</strong><br />
<div id="attachment_4072" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://caboruivo.ch/wp-content/uploads/2013/03/IMG_9158-2.jpg"><img src="http://caboruivo.ch/wp-content/uploads/2013/03/IMG_9158-2-300x200.jpg" alt="Sandtorhafen" width="300" height="200" class="size-medium wp-image-4072" /></a><p class="wp-caption-text">Sandtorhafen</p></div>Am Sandtorhafen wurden ingesamt acht Wohn- und Bürogebäude am alten Hafenbecken erstellt, zudem wurden mit den Magellan-Terrassen treppenförmige Sitzgelegenheiten geschaffen.<br />
Der hier verwendete Aspekt von Wohnen und Arbeiten am Wasser kommt in zahlreichen Hafenstädten zur Anwendung, wo sich die Gegebenheiten geändert haben. Vorreiter in dieser Angelegenheit sind wohl die Bebauungen in den Londoner Docklands rund um die Isle of Dogs mit dem <a href="http://caboruivo.ch/?p=94" title="Sommerserie Architektur: Teil 3: Canary Wharf, London">Bürodistrikt Canary Wharf</a>.<br />
Sein fast identisches Pendant findet der Sandtorhafen am benachbarten Dalmannkai, hier heissen die Sitzgelegenheiten allerdings Marco-Polo-Terrassen. Zudem diesem Quartier gehört übrigens auch die Elbphilharmonie.</p>
<p><strong>Marco-Polo-Tower</strong><br />
<div id="attachment_4070" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://caboruivo.ch/wp-content/uploads/2013/03/IMG_9171-2.jpg"><img src="http://caboruivo.ch/wp-content/uploads/2013/03/IMG_9171-2-200x300.jpg" alt="Marco-Polo-Tower" width="200" height="300" class="size-medium wp-image-4070" /></a><p class="wp-caption-text">Marco-Polo-Tower</p></div>Neben dem CruiseCenter wurde 17-geschossige Marco-Polo-Tower in die Höhe gezogen, welcher durch seine aussergewöhnliche Form besticht. Der Bau beherbergt 58 Wohnungen. Direkt daneben hat der niederländisch-britische Nahrungsmittel- und Konsumgüterkonzern Unilever (<em>Knorr</em>, <em>Lipton</em>, <em>Axe</em>, <em>Lusso</em>) seine neue Hauptverwaltung für den Distrikt Deutschland, Österreich und Schweiz erstellt.</p>
<h3>Anmerkung des Verfassers</h3>
<p>Die Fotos entstanden im Juli 2012 und sind urheberrechtliches Eigentum von Daniel Wachter. Jeder Verstoss wird umgehend geahndet.</p>
<h3>Links</h3>
<li><a href="http://www.hafencity.com">Offizielle Website des HafenCity-Projekts</a></li>
<li><a href="http://hafencity-map.de">HafenCity: Der Guide durchs Quartier</a></li>
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		<title>Zugkollision in Neuhausen am Rheinfall/SH fordert Verletzte</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Jan 2013 11:03:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Wachter</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
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		<description><![CDATA[Gegen 7:30 Uhr sind nördlich des SBB-Bahnhofs von Neuhausen am Rheinfall/SH eine S33 der SBB-Tochtergesellschaft THURBO und eine S11 der SBB seitlich zusammengestossen. 17 Verletzte lautet die Bilanz des Unfalls, der Bahnhof bleibt bis Betriebsschluss unterbrochen. Zwei S-Bahn-Züge betroffen Im Zeitraum 7:30 Uhr kollidierten rund 250 Meter nördlich des SBB-Bahnhofs von Neuhausen am Rheinfall/SH, dem [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Gegen 7:30 Uhr sind nördlich des SBB-Bahnhofs von Neuhausen am Rheinfall/SH eine S33 der SBB-Tochtergesellschaft THURBO und eine S11 der SBB seitlich zusammengestossen. 17 Verletzte lautet die Bilanz des Unfalls, der Bahnhof bleibt bis Betriebsschluss unterbrochen.<br />
<span id="more-4043"></span></p>
<h3>Zwei S-Bahn-Züge betroffen</h3>
<p>Im Zeitraum 7:30 Uhr kollidierten rund 250 Meter nördlich des SBB-Bahnhofs von Neuhausen am Rheinfall/SH, dem Knotenpunkt der Strecken Schaffhausen-Bülach und Schaffhausen-Winterthur, zwei S-Bahn-Züge seitlich, es ereignete sich demzufolge eine so genannte Flankenfahrt. 17 Personen wurden bei der Zugkollision in Neuhausen verletzt, ein Grossaufgebot von Rettungskräften aus den Kantonen Schaffhausen und Zürich sowie dem benachbarten Deutschland sowie der Lösch- und Rettungszug der SBB stehen im Einsatz.<br />
Betroffen waren ein Stadler GTW 2/6 als RABe 526 der THURBO, welcher als S33 auf dem Weg von Winterthur nach Schaffhausen war, sowie eine modernisierte Re 420 LION (ehemals Re 4/4 II), welche gemeinsam mit den DPZ-Doppelstockwagen der ersten Generation der S-Bahn-Zürich und einer zweiten Re 420 LION die S11 Schaffhausen-Zürich Altstetten bildete. </p>
<p><iframe src='http://www.srf.ch/player/tv/10vor10-vom-10-01-2013/videoembed/17-verletzte-bei-zugunglueck?id=9d6bc2b9-0b5f-4d22-a01f-2cceb208f284&#038;mode=embed&#038;width=600&#038;height=338' width='600' height='338' frameborder='0' name='10vor10 vom 10.01.2013'></iframe><br />
Beitrag von <em>10vor10</em> von <em>Schweizer Radio und Fernsehen</em> zur Zugkollision in Neuhausen</p>
<p>Das Gros der Verletzten war, wie auch der meiste Sachschaden, im GTW zu beklagen, in der S11 entgleiste nur die Lokomotive, jedoch konnten deren Reisenden erst lange Zeit nach der Kollision nicht aus dem Zug evakuiert werden, da zunächst die Fahrleitung abgeschaltet werden musste.</p>
<p><iframe src='http://www.srf.ch/player/tv/tagesschau--vom-10-01-2013/videoembed/zugkollision-bei-neuhausen?id=3a68f451-1509-4c6f-8f99-9503a7598c0c&#038;mode=embed&#038;width=600&#038;height=338' width='600' height='338' frameborder='0' name='Tagesschau  vom 10.01.2013'></iframe><br />
Beitrag der <em>SRF Tagesschau</em> vom 10.01.2013 zum Zugunglück von Neuhausen</p>
<p>Die meisten Probleme der Bergung bereitete die Re 420 LION, da diese zunächst auf Ersatzräder gehievt werden musste, ehe sie abtransportiert werden konnte. Da ihr Lokkasten aus Stahl war, trug sie äusserlich weniger Schaden davon als der Stadler GTW, dessen Wagenkasten aus Aluminium besteht.<br />
Im Gegensatz zu früher wird heute häufiger Aluminium verwendet, insbesondere bei Hochgeschwindigkeitszügen, um die vorgegeben Achstlastmaximas besser zu erfüllen.</p>
<p><iframe src='http://www.srf.ch/player/radio/rendez-vous/audioembed/zugsunglueck-in-neuhausen-am-rheinfall?id=cb76a13b-6208-4e8d-8ecd-597f41d6629c&#038;mode=embed&#038;width=600&#038;height=44' width='600' height='44' frameborder='0' name='Rendez-vous'></iframe><br />
Beitrag der Sendung <em>Rendez-vous</em> von Radio SRF 4 News</p>
<h3>Mögliche Unfallursachen</h3>
<p>Beide in den Zusammenstoss involvierten Züge hatten in Neuhausen die fahrplanmässige Abfahrt um 7:34 Uhr. Entweder hatte die S11, welche den Bahnhof Schaffhausen um 7:31 pünktlich verlassen hatte, Verspätung, oder die S33 hatte den Bahnhof Neuhausen zu früh verlassen – letztere Möglichkeit scheint jedoch unwahrscheinlich. Die Strecke Neuhausen-Schaffhausen ist seit 1931 doppelspurig ausgebaut, eine mögliche Erklärung wäre eine Missachtung eines Haltesignals. Im Bereich der Unfallstelle befindet sich ein Spurwechsel, die S11 war im Begriff, ihre Spur zu wechseln, da sie zuvor auf demselben Gleis wie die S33 unterwegs war. Letztere hätte also den Spurwechsel abwarten müssen.<br />
Der betroffene Streckenabschnitt ist nicht mit ZUB ausgerüstet, sondern nur mit Integra-Signum.<br />
Die Doppelspur Neuhausen-Schaffhausen wird nicht unbedingt im Richtungsbetrieb geführt, sondern im flexiblem Umgang je nach Verkehrsaufkommen, da sich die Doppelspur in Neuhausen auf zwei einspurige Strecken aufteilt.</p>
<h3>Akute Verkehrsbehinderungen sind die Folge</h3>
<div id="attachment_4044" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://caboruivo.ch/?attachment_id=4044" rel="attachment wp-att-4044"><img src="http://caboruivo.ch/wp-content/uploads/2013/01/RABe-511-RE-Zürich-Oerlikon-300x225.jpg" alt="Durch die Zugkollision in Neuhausen gestört: Der Bahnverkehr im Raum Schaffhausen (Im Bild: Stadler KISS RABe 511 als RE Schaffhausen-Zürich HB in Zürich Oerlikon)" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-4044" /></a><p class="wp-caption-text">Durch die Zugkollision in Neuhausen gestört: Der Bahnverkehr im Raum Schaffhausen (Im Bild: Stadler KISS RABe 511 als RE Schaffhausen-Zürich HB in Zürich Oerlikon)</p></div>
<p>Die Strecken Schaffhausen-Jestetten/D (Richtung Bülach) und Schaffhausen-Dachsen/ZH (Richtung Winterthur) bleiben mindestens bis Betriebsschluss unterbrochen. Es stehen Ersatzbusse im Einsatz. Nicht betroffen von der Sperre sind die Hochrheinbahn Basel Bad Bf-Schaffhausen-Singen (Hohentwiel), welche zwischen dem Bahnhof Schaffhausen und der Unfallstelle abzweigt und in Neuhausen einen eigenen Bahnhof besitzt, und die Seelinie Schaffhausen-Kreuzlingen/TG.</p>
<p>Eine Übersicht über die aktuelle Verkehrslage:</p>
<li>IC Zürich HB–Schaffhausen–Stuttgart Hbf (–Frankfurt (Main) Hbf): Ausfall zwischen Zürich HB und Schaffhausen/Stuttgart</li>
<li>IR Zürich–Schaffhausen: Ausfall auf dem gesamten Linienverlauf</li>
<li>RE Zürich HB–Zürich Oerlikon–Bülach–Schaffhausen: Ausfall zwischen Rafz (ausserordentlicher Halt) und Schaffhausen</li>
<li>S16 Herrliberg-Feldmeilen–Zürich Stadelhofen–Zürich HB–Zürich Oerlikon–Zürich Flughafen–Winterthur–Schaffhausen–Thayngen: Ausfall zwischen Winterthur und Schaffhausen</li>
<li>S22 Bülach–Schaffhausen–Singen (Hohentwiel): Ausfall zwischen Jestetten und Schaffhausen</li>
<li>S33 Schaffhausen–Winterthur: Ausfall zwischen Schaffhausen und Dachsen</li>
<p>Für Fragen haben die SBB eine Hotline aufgeschaltet: 0800 722 233</p>
<h3>Links</h3>
<li><a href="http://www.bahnonline.ch/wp/55417/zugzusammenstoss-jestetten-dachsen-schaffhausen-unterbrochen-10-1-13.htm">Detaillierter Artikel auf <em>bahnonline.ch</em></a></li>
<li><a href="http://www.nzz.ch/aktuell/panorama/neuhausen-zugunglueck-zusammenstoss-polizei-1.17931295"><em>17 Verletzte nach Zugsunglück in Neuhausen</em></a> &#8211; <em>NZZ Online</em> vom 10.01.2013</li>
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		<title>Schiesserei in Daillon/VS: Nun wird die Waffenfrage auch in der Schweiz aufgeworfen</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Jan 2013 08:30:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Wachter</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
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		<category><![CDATA[Ueli Maurer]]></category>
		<category><![CDATA[Waffe]]></category>
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		<description><![CDATA[Unlängst sorgte ein Amoklauf an einer Schule im US-amerikanischen Städtchen Newton für Diskussionen über das liberale Waffenrecht in den USA, woraufhin sich Präsident Barack Obama zum Handeln entschloss. Nun sorgt eine Schiesserei im Kanton Wallis dafür, dass in einem weiteren Land mit liberalen Waffengesetzen über diese diskutiert wird: Die Schweiz. Nun werden auch hierzulande Reaktionen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Unlängst sorgte ein Amoklauf an einer Schule im US-amerikanischen Städtchen Newton für Diskussionen über das liberale Waffenrecht in den USA, woraufhin sich Präsident Barack Obama zum Handeln entschloss. Nun sorgt eine Schiesserei im Kanton Wallis dafür, dass in einem weiteren Land mit liberalen Waffengesetzen über diese diskutiert wird: Die Schweiz. Nun werden auch hierzulande Reaktionen erwartet.<br />
<span id="more-4034"></span></p>
<h3>Wie gelangte der Schütze an eine Waffe?</h3>
<p><a href="http://caboruivo.ch/?p=3970" title="Schärfere Waffengesetze: Wie verhindert man Ereignisse wie Newtown?">Beim Ereignis in Newtown, bei dem an einer Primarschule 26 Personen von einem Amokläufer erschossen wurden</a>, ehe er sich selbst richtete, hatte der Täter die Waffen aus dem Fundus seiner Mutter, die er vor der Tat in ihrem Haus erschossen hatte: Sie war eine Waffennärrin und verfügte dementsprechend über eine grosse Privatsammlung.<br />
Jedoch wie gelangte der Mann, welcher am 2. Januar 2012 gegen 21 Uhr abends im zur Gemeinde Conthey/VS gehörenden Weiler Daillon/VS nahe Sitten zunächst aus seinem Haus und später auf der Strasse auf Passanten schoss, drei von ihnen tötete und erst durch einen Brustschuss durch die Polizei gestoppt werden konnte, an seine Waffe, zumal ein Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik bereits Fakt ist?</p>
<p><iframe src='http://www.srf.ch/player/tv/tagesschau--vom-03-01-2013/videoembed/toedliches-drama-im-wallis?id=30e10294-d61b-47b9-8407-e544190a2a20&#038;mode=embed&#038;width=600&#038;height=338' width='600' height='338' frameborder='0' name='Tagesschau  vom 03.01.2013'></iframe><br />
Beitrag der <em>SRF Tagesschau am Mittag</em> von Schweizer Radio und Fernsehen vom 3. Januar 2012 über die Schiesserei in Daillon.</p>
<p><iframe src='http://www.srf.ch/player/radio/echo-der-zeit/audioembed/todesschuetze-von-daillon-war-der-polizei-bekannt?id=7f8f3720-f3b0-4dbe-af82-55b97cf9f20d&#038;mode=embed&#038;width=600&#038;height=44' width='600' height='44' frameborder='0' name='Echo der Zeit'></iframe><br />
Beitrag von <em>Echo der Zeit</em> von Radio SRF1 und Radio SRF4 News über die Schiesserei in Daillon<br />
Auch wenn es gewisse Personen nicht wahrhaben wollen: In der Schweiz ist es sehr leicht, an eine manuell gesteuerte Waffe wie Karabiner zu gelangen, da ist man innerhalb der helvetischen Grenzen keinen Deut besser als die USA. Hüben wie drüben nützen psychiatrische Gutachten und sonstiger juristischer Krautsalat nichts – wer eine Waffe will, der hat sie bald in den Händen. Strenge Regeln mit Registrationspflicht gelten erst seit 2008, zudem muss nur für halbautomatische und automatische Feuerwaffen ein Kaufantrag gestellt werden, alte Jagdflinten und Karabiner beispielsweise sind von diesem ausgenommen.</p>
<h3>Ist die Armee das Heiligtum der Schweiz?</h3>
<p>Eine von der <em>Gruppe für eine Schweiz ohne Armee</em> (GSoA) lancierte Volksinitative zum Schutz vor Waffengewalt, welche besagte, dass Armeewaffen nicht mehr zu Hause der Dienstpflichtigen, sondern im Zeughaus gelagert werden, wurde im Februar 2010 vom Schweizer Stimmvolk bachab geschickt. Die Stimmberechtigten liessen sich von Argumenten blenden, dass dadurch die Armee und die Verteidigung geschwächt werde, da die Waffe somit nicht mehr griffbereit wäre. Ob nach der Schiesserei in Daillon eine Kehrtwende einsetzt, ist fraglich, bleibt aber zu hoffen.<br />
Mit dem Satz „Die beste Armee der Welt“, der Ueli Maurer anlässlich seines Amtsantrittes als Bundesrat und gleichzeitig Departementsvorsteher des VBS geäussert wurde, war es nun definitiv: Aus irgend einem Grund hat das Militär einen gewissen Bonus: 5.5 Milliarden Schweizer Franken werden jährlich für diesen überdimensionierten Kindergarten verpulvert, ja gar noch für den lieben Ueli neue Kampfjets angeschafft, während im Bildungswesen alles zusammengekürzt wird. Cédric Wermuth wird für seine Äusserung, ein Sturmgewehr sei nur ein Phallussymbol, heftig kritisiert – dabei ist die Schweiz das einzige Land, in dem Armeeangehörige mit dem Sturmgewehr frei herumlaufen dürfen. Und das Wermuth als Nicht-Militärdienstleistender keine Ahnung hat, stimmt freilich nicht: Die leider noch weit verbreitete Ansicht, dass man nur im Militär zum Mann wird, war ihm wohl genug zu Ohren gekommen – andere Militärdienstuntaugliche können davon ein Liedchen singen. Vielleicht wäre es mal an der Zeit, diese Sichtweise aus den Köpfen der Schweizerinnen und Schweizer zu hämmern. </p>
<h3>Verschärfung der Waffengesetze auch in der Schweiz</h3>
<p>Nach dem Dreifachmord im Wallis hat sich noch keiner der sieben Bundesräte dazu geäussert, auch wenn die Diskussion über die Schweizer Waffengesetze wieder aufbrandet.<br />
Zwischen zwei und dreieinhalb Millionen Feuerwaffen sind in der Schweiz in freiem Umlauf, dies bei einer Bevölkerungszahl von acht Millionen, zuzüglich einer Dunkelziffer, da die Registrierungspflicht erst seit 2008 existiert – angenommen werden bis zu 4.5 Millionen.<br />
Hinter den USA (88.8 Waffen pro 100 Einwohner), Serbien (58.2 auf 100 Inhabitanten) und Jemen (54.8 Waffen pro 100 Bewohner) verfügt die Schweiz mit 45.7 Waffen pro 100 Bürger über die viertmeisten Waffen pro Einwohner weltweit. Mit Berücksichtigung der Dunkelziffer steigt diese Quote auf 56.3 – womit gar Platz 3 resultieren würde. Auf die Haushalte (knapp 3.5 Millionen) ergibt das eine Quote zwischen 0.57 und 1.28 Waffen pro Haushalt.<br />
Die Anzahl Gewaltverbrechen, bei denen Waffen genutzt werden, ist zwar tief, könnte aber mit strengeren Waffengesetzen weiter gesenkt werden. </p>
<h3>Die Schweizer Rüstungsindustrie</h3>
<p>Die Schweiz verfügte im Laufe der Zeit über eine hervorragende Rüstungsindustrie. Heute wird sie vor allem durch den bundeseigenen Rüstungs-, Luft- und Raumfahrtkonzern <em>RUAG</em>, welcher aus den bundeseigenen Betrieben hervorgegangen ist, dominiert. Heute verfügt die <em>RUAG</em> über die Geschäftsbereiche <em>RUAG Aerospace</em> (Luft- und Raumfahrt) und <em>RUAG Defence</em> (Rüstung). In letzterer Division sind unter anderem die früheren Sparten <em>RUAG Systems</em> und <em>RUAG Electronics</em> aufgegangen, zudem sind auch die Munitionsfabriken der <em>RUAG Defence</em> zugeordnet.<br />
In der früheren Zeit waren vor allem der auch als Eisenbahnbauer und heute für die Herstellung von Verpackungen bekannte <em>SIG</em>-Konzern mit Sitz in Neuhausen/SH und <em>Oerlikon-Bührle</em> von Bedeutung. Als letztes Relikt der <em>SIG</em> sind noch die heutigen <em>SIG Sauer</em>-Pistolen bekannt, auch wenn das Waffengeschäft der <em>SIG</em> längst in die <em>J.P. Sauer &#038; Sohn GmbH</em> überführt wurde, welche ab 1970 das 1860 aufgebaute Waffengeschäft der <em>SIG</em> erweitert hatte. Von dieser Sparte trennte sich <em>SIG</em> im Jahre 2000. Die <em>SIG Sauer</em>-Pistolen erfreuen sich vor allem in der Sicherheitsbranche, beispielsweise bei Polizei, Grenzwachten und Sicherheitsdiensten grosse Beliebtheit.<br />
Die Spuren von <em>Oerlikon-Bührle</em> sind heute vor allem in den Konzernen <em>OC Oerlikon</em>, <em>Rheinmetall </em>und <em>RUAG</em> zu finden. Während letztere sich den Geschäftsbereich <em>Oerlikon Aerospace</em> einverleibt hatte, gehört das Rüstungsgeschäft <em>Oerlikon Contraves</em> heute der deutschen <em>Rheinmetall</em>, welche heute noch als <em>Rheinmetall Defence</em> an der Birchstrasse in Zürich-Oerlikon produziert.</p>
<h3>Waffengewalt in der Schweiz</h3>
<p>Bereits vor Daillon gab es diverse Tötungsdelikte mit Waffen in der Schweiz, das wohl verheerendste war das <a href="http://caboruivo.ch/?p=922" title="Zehn Jahre ist es her…">Attentat von Zug</a>.<br />
Weitere Tötungsdelikte wie der Amoklauf am Stadtzürcher Bauamt oder das Delikt von Seewen/SO werden im Cabo Ruivo-Artikel <a href="http://caboruivo.ch/?p=2858" title="Die erschreckendsten Tötungsdelikte der Schweiz"><em>Die erschreckendsten Tötungsdelikte der Schweiz</em></a> näher erläutert.</p>
<h3>Siehe auch</h3>
<li><a href="http://caboruivo.ch/?p=3970" title="Schärfere Waffengesetze: Wie verhindert man Ereignisse wie Newtown?"><em>Schärfere Waffengesetze: Wie verhindert man Ereignisse wie Newtown?</em></a> &#8211; <em>Cabo Ruivo</em> vom 15. Dezember 2012</li>
<li><a href="http://caboruivo.ch/?p=3631" title="Geiselnahme von München: Als sich ein dunkler Schatten über die Olympischen Spiele legte"><em>Geiselnahme von München: Als sich ein dunkler Schatten über die Olympischen Spiele legte</em></a> &#8211; <em>Cabo Ruivo</em> vom 5. September 2012</li>
<li><a href="http://caboruivo.ch/?p=2858" title="Die erschreckendsten Tötungsdelikte der Schweiz"><em>Die erschreckendsten Tötungsdelikte der Schweiz</em></a> &#8211; <em>Cabo Ruivo</em> vom 8. April 2012</li>
<li><a href="http://caboruivo.ch/?p=922" title="Zehn Jahre ist es her…"><em>Attentat von Zug: Zehn Jahre ist es her&#8230;</em></a> &#8211; <em>Cabo Ruivo</em> vom 27. September 2012</li>
<li><a href="http://caboruivo.ch/?p=865" title="Hört endlich mit diesem Geheule um die Armee auf!"><em>Hört endlich mit diesem Geheule um die Armee auf!</em></a> &#8211; <em>Cabo Ruivo</em> vom 18. September 2012</li>
<h3>Links</h3>
<li><a href="http://www.tagesanzeiger.ch/Schweiz/dossier2.html?dossier_id=1780"><em>Dossier Dreifachmord Wallis</em></a> von tagesanzeiger.ch/Newsnet</li>
<li><a href="http://www.nzz.ch/aktuell/panorama/daillon--eine-zerstoerte-idylle-1.17919156"><em>Daillon &#8211; eine zerstörte Idylle</em></a> &#8211; Artikel der NZZ Online</li>
<li><a href="http://www.sueddeutsche.de/panorama/schweiz-mann-erschiesst-drei-menschen-1.1563724"><em>30-jähriger erschiesst drei Menschen</em></a> -Artikel der Süddeutschen Zeitung Online</li>
<li><a href="http://gfx.sueddeutsche.com/politik/2012-12-20_Waffen_Weltweit/">Infografik der <em>Süddeutschen Zeitung Online</em> zur Waffengewalt in aller Welt</a></li>
<li><em><a href="http://focus.de/panorama/welt/tid-28830/drei-frauen-in-bergdorf-erschossen-die-schweiz-kleines-land-mit-enorm-vielen-waffen_aid_891107.html">Die Schweiz: Kleines Land mit enorm vielen Waffen</em></a> &#8211; Artikel von <em>FOCUS Online</em></li>
<li><a href="http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/schweiz-amoklaeufer-in-stillen-gassen-12012971.html"><em>Amokläufer in stillen Gassen</em></a> &#8211; Artikel der Frankfurter Allgemeine Zeitung Online</li>
<li><a href="http://bbc.co.uk/news/world-europe-18773158">Artikel der <em>British Broadcast Corporation</em> (BBC Online)</a> &#8211; in englischer Sprache</li>
<li><a href="http://www.huffingtonpost.com/mobileweb/2013/01/03/daillon-shooting-switzerland_n_2401987.html">Artikel der Huffington Post</a> &#8211; in englischer Sprache</li>
<li><a href="http://gsoa.ch">Webseite der GSoA</a></li>
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		<title>Die erfolgreichsten Singles des Jahres 2012</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Jan 2013 16:09:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Wachter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Alle Jahre wieder macht sich Cabo Ruivo auf die Suche nach der erfolgreichsten Single des vergangenen Jahres. Als Quelle dient dazu die Website hitparade.ch, die Top 75 der Liste wurden am 30. Dezember 2012 im Rahmen der wöchentlichen Hitparadensendung auf Radio SRF 3 in der richtigen Reihenfolge abgespielt. Wer wird wohl in den Top 10 [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Alle Jahre wieder macht sich Cabo Ruivo auf die Suche nach der erfolgreichsten Single des vergangenen Jahres. Als Quelle dient dazu die Website <a href="http://www.hitparade.ch/year.asp?key=2012">hitparade.ch</a>, die Top 75 der Liste wurden am 30. Dezember 2012 im Rahmen der wöchentlichen Hitparadensendung auf Radio SRF 3 in der richtigen Reihenfolge abgespielt. Wer wird wohl in den Top 10 landen? Psy mit seinem legendären <em>Gangnam Style</em>, Michel Teló oder als böse Überraschung doch etwa noch Vreni Schneider?<br />
<span id="more-4020"></span></p>
<h3>Rang 10: Psy – Gangnam Style</h3>
<p>Obwohl er in seiner südkoreanischen Heimat längst eine feste Grösse im Musikgeschäft ist, musste der am 31. Dezember 1977 geborene Psy – mit bürgerlichem Namen übrigens Bak Jae-Sang – lange auf seinen internationalen Durchbruch warten. Dieser kam ab dem 15. Juli 2012, als die Single <em>Gangnam Style</em> veröffentlicht wurde. Das Lied parodiert den luxuriösen Lebensstil in Seouls Schicki-Micki-Viertel Gangnam und erreichte vor allem dank der Verbreitung via YouTube und dem pferdeähnlichen Tanzstil auch hierzulande Platz 1 der Hitparade. Am 21. Dezember 2012 wurde das offizielle Musikvideo zu <em>Gangnam Style</em> zum einmilliardsten Mal auf YouTube angeklickt, eine Schallmauer, welche zuvor noch nie durchbrochen wurde.<br />
<span class='embed-youtube' style='text-align:center; display: block;'><iframe class='youtube-player' type='text/html' width='550' height='340' src='http://www.youtube.com/embed/9bZkp7q19f0?version=3&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;wmode=transparent' frameborder='0'></iframe></span><br />
Übrigens: Psy brachte gar seinen Landsmann, UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon zum Tanzen:<br />
<span class='embed-youtube' style='text-align:center; display: block;'><iframe class='youtube-player' type='text/html' width='550' height='340' src='http://www.youtube.com/embed/1fsZnIcZoA4?version=3&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;wmode=transparent' frameborder='0'></iframe></span><br />
Interpretationen von <em>Gangnam Style</em> gibt es zuhauf, der jüngste Wurf &#8211; vom Sousaphone-Register&#8230;sorry Sausaphaun-Register der Timpel-Gäischter aus Brunnen/SZ soll dem Leser nicht vorenthalten werden: <span class='embed-youtube' style='text-align:center; display: block;'><iframe class='youtube-player' type='text/html' width='550' height='340' src='http://www.youtube.com/embed/CeCylRdA0ps?version=3&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;wmode=transparent' frameborder='0'></iframe></span></p>
<h3>Rang 9: Lykke Li – I follow rivers</h3>
<p>Die 1986 geborene Schwedin Lykke Li schaffte es mit <em>I follow rivers</em> aus ihrem zweiten Album <em>Wounded Rhymes</em> hierzulande in die Charts. Bekannt wurde das Lied vor allem durch die Verwendung durch Sat.1 bei dessen Übertragung der UEFA Champions League der Saison 2011/2012<br />
<span class='embed-youtube' style='text-align:center; display: block;'><iframe class='youtube-player' type='text/html' width='550' height='340' src='http://www.youtube.com/embed/vZYbEL06lEU?version=3&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;wmode=transparent' frameborder='0'></iframe></span></p>
<h3>Rang 8: Sean Paul – She doesn’t mind</h3>
<p>Der Jamaikaner verbuchte bereits etliche erfolgreiche Lieder in unseren Gefilden und ist bereits seit über zehn Jahren ein alter Hase im Geschäft. <em>She doesn’t mind</em> ist in insgesamt drei Versionen verfügbar und stellt eine Mischung aus Dancehall, Reggae und R&#038;B dar.<br />
<span class='embed-youtube' style='text-align:center; display: block;'><iframe class='youtube-player' type='text/html' width='550' height='340' src='http://www.youtube.com/embed/SbUBMklQSVU?version=3&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;wmode=transparent' frameborder='0'></iframe></span></p>
<h3>Rang 7 : Flo Rida – Whistle</h3>
<p>Seit dem 2009 gemeinsam mit Ke$ha veröffentlichten Track <em>Right Round</em> ist der 1979 in Opa-Locka, Florida, geborene Rapper Flo Rida jedes Jahr mit mindestens einem Song in den Charts vertreten. <em>Whistle</em> stammt aus seinem vierten Album <em>Wild Ones</em> und wurde am 24. April 2012 veröffentlicht. Ingesamt 28 Wochen war Flo Ridas Werk in der Schweizer Hitparade zu finden.<br />
<span class='embed-youtube' style='text-align:center; display: block;'><iframe class='youtube-player' type='text/html' width='550' height='340' src='http://www.youtube.com/embed/cSnkWzZ7ZAA?version=3&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;wmode=transparent' frameborder='0'></iframe></span></p>
<h3>Rang 6 : Gusttavo Lima – Balada</h3>
<p>Nachdem Michel Teló mit seinem <em>Ai Se Eu Te Pego</em> in Europa zum Erfolg wurde, vermarktete die brasilianische Musikindustrie auch den zweiten Shooting Star des Landes, Gusttavo Lima mit seinem <em>Balada</em> im Ausland. Die beiden Lieder sind sich ziemlich ähnlich – Achtung Verwechslungsgefahr! In der Schweiz hielt sich <em>Balada</em> 26 Wochen in der Hitparade.<br />
<span class='embed-youtube' style='text-align:center; display: block;'><iframe class='youtube-player' type='text/html' width='550' height='340' src='http://www.youtube.com/embed/rwDLu_u2GHI?version=3&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;wmode=transparent' frameborder='0'></iframe></span></p>
<h3>Rang 5 : Carly Rae Jepsen – Call Me Maybe</h3>
<p>Ein weiterer Nervtöter brachte dieses Jahr Carly Rae Jepsen mit <em>Call Me Maybe</em> auf den Markt – trotz dem finanziellen Erfolg scheint es höchst fraglich, ob der im Lied Angesprochene nach diesem Sirenengesang die gute Carly dann tatsächlich anruft.<br />
<span class='embed-youtube' style='text-align:center; display: block;'><iframe class='youtube-player' type='text/html' width='550' height='340' src='http://www.youtube.com/embed/fWNaR-rxAic?version=3&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;wmode=transparent' frameborder='0'></iframe></span><br />
Popularität erreichte das Lied auch denk der US-amerikanischen Schwimm-Nationalmannschaft, das Video mit Michael Phelps, Ryan Lochte und Co. avancierte auf YouTube zum Hit:<br />
<span class='embed-youtube' style='text-align:center; display: block;'><iframe class='youtube-player' type='text/html' width='550' height='340' src='http://www.youtube.com/embed/YPIA7mpm1wU?version=3&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;wmode=transparent' frameborder='0'></iframe></span></p>
<h3>Rang 4 : Asaf Avidan &#038; Wankelmut – One Day/Reckoning Song</h3>
<p>Der israelische Folk-Rock-Musiker sorgte vor allem wegen seines grossen Stimmumfangs für Aufsehen. Grossen Erfolg feierte Avidan allerdings nicht mit der Originalversion seines <em>Reckoning Song</em>, sondern im Remix <em>One Day</em> des Berliner DJ’s Wankelmut.<br />
In seiner Jugend war Avidan übrigens Synchronsprecher für die israelische Version der Zeichentrickserie <em>Die Schlümpfe</em>.<br />
<span class='embed-youtube' style='text-align:center; display: block;'><iframe class='youtube-player' type='text/html' width='550' height='340' src='http://www.youtube.com/embed/H_jzuxM3O8M?version=3&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;wmode=transparent' frameborder='0'></iframe></span></p>
<h3>Rang 3 : DJ Antoine feat. The Beat Shakers – Ma Chérie</h3>
<p>Wie bereits 2011 war der Baselbieter DJ Antoine der erfolgreichste Schweizer Künstler des Jahres und auch der einzige in den ersten Zehn. Ähnlich wie sein damaliger Hit <em>Welcome to St. Tropez</em>, als er Rang 6 erreichte, wurde dieses Jahr <em>Ma Chérie</em> in europäischen Clubs auf und ab gespielt. Der gebürtige Sissacher, eigentlich Antoine Konrad, ist der erfolgreichste Schweizer Musikexport der letzten Jahre und brachte seit Beginn seines Schaffens bereits rund 50 Alben auf den Markt. Naja, Singen ist auch aufwändiger als Remixen.<br />
<span class='embed-youtube' style='text-align:center; display: block;'><iframe class='youtube-player' type='text/html' width='550' height='340' src='http://www.youtube.com/embed/Fs_LmcMyH5o?version=3&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;wmode=transparent' frameborder='0'></iframe></span></p>
<h3>Rang 2 : Gotye feat. Kimbra – Somebody that I used to know</h3>
<p>Der 1980 als Wouter de Backer im belgischen Brügge geborene Gotye zog im Alter von zwei Jahren mit seiner Familie ins australische Melbourne, wo er 1998 seine erste Band gründete. Seinen ersten internationalen Grosserfolg feierte er gemeinsam mit Kimbra mit dem Stück <em>Somebody That I Used To Know</em>.<br />
Obwohl die zweitmeistverkaufteste Single des Jahres, stand <em>Somebody I Used To Know</em> kein einziges Mal an der Spitze der Single-Hitparade – die beste Position war die zwei.<br />
<span class='embed-youtube' style='text-align:center; display: block;'><iframe class='youtube-player' type='text/html' width='550' height='340' src='http://www.youtube.com/embed/8UVNT4wvIGY?version=3&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;wmode=transparent' frameborder='0'></iframe></span></p>
<h3>Rang 1 : Michel Teló – Ai Se Eu Te Pego</h3>
<p>Was wohl zu erwarten war – auch wenn Teló wohl der gesamten Schweizer Radiohörerschaft langsam aber sicher auf den Keks ging. Der Brasilianer brachte wohl auch Peach Weber auf die Palme, dieser unterbrach seine kreative Schaffenspause gleich, um mit <em>Bschlossä, bschlossä</em> eine Parodie auf den Teló’schen <em>Nossa Nossa</em>-Gesang zu bieten.<br />
Ähnlich wie bei <em>Gangnam Style</em> trug der dazugehörige Tanz des Liedes zu seinem Erfolg bei, er avancierte gar zur Torjubelgeste einiger Fussballer. Ingesamt 45 Wochen war er in der Hitparade zu finden, davon deren 11 auf Platz 1.<br />
<span class='embed-youtube' style='text-align:center; display: block;'><iframe class='youtube-player' type='text/html' width='550' height='340' src='http://www.youtube.com/embed/hcm55lU9knw?version=3&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;wmode=transparent' frameborder='0'></iframe></span></p>
<h3>Andere Schweizer in den Top 75</h3>
<p>Unter ferner liefen sind weitere Schweizer Künstler zu finden, so beispielsweise Remady &#038; Manu-L feat. J-Son mit </em>All the Single Ladies</em> (Platz 13). Auf Rang 37 folgt <em>Mister Smiley</em>, Mike Candys mit <em>2012: If the World would end</em> – na wenn da die Welt nicht unterging. Zwei Plätze dahinter folgen die Bieler von Pegasus mit dem von der SRG auserkorenen offiziellen Hymne für das Schweizer Fernsehen (SF, ruhe in Frieden), namentlich <em>Skyline</em>. Auf Rang 43 ist die Lausanner Heulboje vom Dienst zu finden, Bastian Baker mit <em>I’d sing for you</em>, gleich dahinter folgt der nächste Nervtöter: <em>Up In The Sky</em> von 77 Bombay Street. Auf Rang 49 folgt DSDS-Sieger und Bohlen-Liebling Luca Hänni mit seiner Single-Auskoppelung <em>Don’t think about me</em> aus seinem Album <em>My Name is Luca</em> (Herzliche Gratulation zu dieser Erkenntnis, hätte man doch überhaupt nicht gleich gedacht, dass der Luca Hänni Luca heisst). Immerhin ist Hänni zu Gute zu tragen, dass er der erste Schweizer Künstler seit Hazy Osterwald (Ruhe in Frieden) ist, welcher in Deutschland auf Platz 1 der Singlecharts kletterte.</p>
<h3>Perlen in den Top 75</h3>
<p>Weit abseits der Top 75 sind auch weitere Perlen zu finden, beispielsweise die Düsseldorfer Punkrocker rund um Frontmann Campino &#8211; <em>Die Toten Hosen</em>. Ihre erfolgreichste Singleauskopplung aus ihrem neusten Album <em>Ballast der Republik</em> war mit Platz 21 <em>Tage wie diese</em>:<br />
<span class='embed-youtube' style='text-align:center; display: block;'><iframe class='youtube-player' type='text/html' width='550' height='340' src='http://www.youtube.com/embed/j09hpp3AxIE?version=3&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;wmode=transparent' frameborder='0'></iframe></span></p>
<p>Nicht untätig dieses Jahr waren auch <em>Linkin Park</em> mit ihrem mittlerweile fünften Studioalbum <em>Living Things</em>. Als erfolgreichste Single-Auskopplung ist hier auf Rang 59 <em>Burn It Down</em> zu finden:<br />
<span class='embed-youtube' style='text-align:center; display: block;'><iframe class='youtube-player' type='text/html' width='550' height='340' src='http://www.youtube.com/embed/dxytyRy-O1k?version=3&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;wmode=transparent' frameborder='0'></iframe></span></p>
<p>Sechs Plätze dahinter finden sich die Briten von Coldplay rund um Frontmann Chris Martin ein &#8211; mit <em>Paradise</em>, zu finden auf ihrem bereits 2011 veröffentlichten Album <em>Mylo Xyloto</em>.<br />
<span class='embed-youtube' style='text-align:center; display: block;'><iframe class='youtube-player' type='text/html' width='550' height='340' src='http://www.youtube.com/embed/1G4isv_Fylg?version=3&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;wmode=transparent' frameborder='0'></iframe></span></p>
<h3>Apropos</h3>
<p>In der <a href="http://caboruivo.ch/?p=1988" title="Die erfolgreichsten Singles des vergangenen Jahres">letztjährigen Ausgabe</a> war die britische Sängerin Adele gleich drei Mal unter den ersten Zahn anzutreffen. Zwei dieser Lieder sind in den Top 75 2012 erneut zu finden: <em>Someone like you</em> auf Platz 12 (Vorjahr. Platz 9) und <em>Rolling In The Deep</em> auf Platz 34 (Vorjahr: Platz 2). Dazu kommt der von ihr interpretierte gleichnamige Titelsong des 23. James-Bond-Films <em>Skyfall</em>, welcher auf Rang 20 der meistverkauftesten Singles des Jahres 2012 firmiert. Übrigens: Wie 2011 war 2012 das meistverkaufteste Album in der Schweiz Adele <em>21</em>.</p>
<h3>Links</h3>
<li><a href="http://www.hitparade.ch/year.asp?key=2012">Die erfolgreichsten Singles und Alben des Jahres 201</a>2 – auf <a href="http://www.hitparade.ch">hitparade.ch</a>, abgerufen am 01. Januar 2013</li>
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		<item>
		<title>Achtung Ironie: Ein kurzer Jahresrückblick</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Dec 2012 17:08:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Wachter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ach schon ist es wieder vorbei: Das von allen Apokalypsefundamentalisten so gefürchtete Jahr 2012. Das Beste ist: Es geht weiter, nun beehrt uns das Jahr 2013 mit seiner Anwesenheit. Viel ist im Jahr 2012 passiert, ein nicht ernst gemeinter Jahresrückblick: Diese Bücher hätten 2012 geschrieben werden müssen! Philipp Hildebrand: Wie mich meine Frau um meinen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ach schon ist es wieder vorbei: Das von allen Apokalypsefundamentalisten so gefürchtete Jahr 2012. Das Beste ist: Es geht weiter, nun beehrt uns das Jahr 2013 mit seiner Anwesenheit. Viel ist im Jahr 2012 passiert, ein nicht ernst gemeinter Jahresrückblick:<br />
<span id="more-4015"></span></p>
<p><strong>Diese Bücher hätten 2012 geschrieben werden müssen!</strong></p>
<p>Philipp Hildebrand: Wie mich meine Frau um meinen Job gebracht hat </p>
<p>Johann Schneider-Ammann: Der Jäger des verlorenen Satzes </p>
<p>Fabian Cancellara: Die Kurve nicht gekratzt</p>
<p>Ueli Maurer: Ich will mein Spielzeug haben! </p>
<p>Ottmar Hitzfeld: Als ich den Finger gegen mich gezeigt habe </p>
<p>Carlo Janka: Mich drückt der Schuh&#8230; </p>
<p>Silvio Berlusconi: Bunga Bunga reloaded </p>
<p>Schweizer Radio und Fernsehen: Wie macht man aus etwas Gutem etwas Schlechtes </p>
<p>Lucien Favre: Warum Xhaka in Mönchengladbach auf Granit beisst</p>
<p>Vreni Schneider: Beim Kafi am Pistenrand </p>
<p>Peer Steinbrück: Vom Peitscher zum Gepeitschten </p>
<p>Christoph Mörgeli: Abstauber gesucht! Vorsicht: Knochenarbeit </p>
<p>Queen Elizabeth II.: 60 Jahre auf dem heissen Töpfchen </p>
<p>Papst Benedikt XVI.: Meine ersten Schritte mit Twitter &#8211; #urbi@orbi </p>
<p>Griechenland: Wo ist mein Geld? </p>
<p>Karl Theodor zu Guttenberg: Mein erster selbst geschriebener Text</p>
<p>Flughafen Berlin-Brandenburg: Wann geh&#8217; ich endlich auf? </p>
<p>Andreas Meyer: Wo kann man bei den SBB noch Geld herausholen? Die Antwort: Bei den Kunden! </p>
<p>Nicolas Sarkozy: Hat jemand einen Job für mich? </p>
<p>Wladimir Putin: Meine Sichtweise der Demokratie &#8211; So gehe ich mit Oppositionellen um </p>
<p>Joachim Gauck: Was für ein schöner Sonntag (und ich bin noch nicht mal gewaschen)! </p>
<p>Blick: Ni-wo?</p>
<p>Hausi Leutenegger: Ich kann alles, ausser das &#8216;s&#8217;</p>
<p>Joachim Löw: Fluchen will gesehen sein!</p>
<p> In diesem Sinne: Frohes neues Jahr!</p>
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		</item>
		<item>
		<title>NEAT: Weichen für Kantonsbahnhof Altdorf sind gestellt</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Dec 2012 17:25:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Wachter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bauwesen]]></category>
		<category><![CDATA[Eisenbahn]]></category>
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		<description><![CDATA[In knapp vier Jahren soll der Gotthard-Basistunnel der NEAT seiner Bestimmung übergeben werden. Grundzüge des geplanten Angebotskonzept sind bereits seit Anfang Jahr bekannt, nun wurden weitere Details bekannt gegeben: Im Gegensatz zu früheren Planungen sollen die InterCity-Züge nicht in Flüelen, sondern im geplanten Kantonsbahnhof Altdorf halten, was Baumassnahmen mit sich zieht. Altdorf wird Fernverkehrshalt Dass [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>In knapp vier Jahren soll der Gotthard-Basistunnel der NEAT seiner Bestimmung übergeben werden. Grundzüge des geplanten Angebotskonzept sind bereits seit Anfang Jahr bekannt, nun wurden weitere Details bekannt gegeben: Im Gegensatz zu früheren Planungen sollen die InterCity-Züge nicht in Flüelen, sondern im geplanten Kantonsbahnhof Altdorf halten, was Baumassnahmen mit sich zieht.<br />
<span id="more-3995"></span></p>
<h3>Altdorf wird Fernverkehrshalt</h3>
<p><div id="attachment_3500" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://caboruivo.ch/?attachment_id=3500" rel="attachment wp-att-3500"><img src="http://caboruivo.ch/wp-content/uploads/2012/05/img_1600-1024x682-300x199.jpg" alt="Werden ab 2020 auch am künftigen Urner Kantonsbahnhof Altdorf Halt machen: Die InterCity-Züge am Gotthard (Symbolbild)" width="300" height="199" class="size-medium wp-image-3500" /></a><p class="wp-caption-text">Werden ab 2020 auch am künftigen Urner Kantonsbahnhof Altdorf Halt machen: Die InterCity-Züge am Gotthard (Symbolbild)</p></div>Dass der <a href="http://caboruivo.ch/?p=2185" title="Gotthard-Betriebskonzept: Weiterhin Verkehr auf der Bergstrecke">Kanton Uri mittelfristig einen InterCity-Halt erhalten wird, wurde bereits Anfang Jahr bekannt gegeben</a>, als das neue Betriebskonzept am Gotthard in seinen Grundzügen definiert wurde.<br />
Nun hat der Kanton Uri einen Entscheid bezüglich der Frage, ob die InterCity-Züge in Flüelen oder Altdorf einen Halt einlegen werden, gefällt: Die Züge sollen in Altdorf halten, was Ausbauten in diesem Bahnhof mit sich bringt. Im Gegensatz zu Flüelen, wo der Mittelbahnsteig bereits heute eine Länge von 500 Metern aufweist, sind die Perrons in Altdorf gerade mal 220 Meter lang. Um <em>TWINDEXX</em>-Züge aufnehmen zu können, sind bis zu 400 Meter lange Perrons vonnöten. Ebenfalls angepasst werden muss der erst 2009/2010 gebaute Mittelperron der Gleise 5 und 7 – ein Fakt, der bereits beim Bau hätte ins Auge gefasst werden müssen.<br />
Unklar ist, ob auch die InterRegio künftig im sogenannten Kantonsbahnhof Altdorf halten werden, ist unklar, bisher wird die Aufgabe des Anschlusses Altdorfs an den Fernverkehr durch Flüelen übernommen, die Busreisezeit Flüelen Bahnhof–Altdorf Telldenkmal dauert nur unwesentlich länger als Altdorf Bahnhof–Altdorf Telldenkmal, zudem ist der Bahnhof Flüelen im Gegensatz zu seinem Altdorfer Pendant nicht nur von touristischer Bedeutung (Schifffahrt auf dem Vierwaldstättersee), sondern auch an die Urner Hauptbuslinie 1 Flüelen Gruonbach–Göschenen angeschlossen.<br />
Der Fakt, der für Altdorf und gegen Flüelen spricht, ist die geplante Entwicklungszone Urner Talboden rund um den Altdorfer Bahnhof, nebst <em>Brunnen-Nord</em> und <em>Viscosistadt Emmenbrücke</em> wohl eine der drei grössten Entwicklungsareale der Zentralschweiz.<br />
Mittelfristig sollen hier 1000 neue Arbeitsplätze und Wohnraum für rund 500 Personen geschaffen werden. Ebenfalls mit dem Entwicklungssschwerpunkt im Talboden Uri verbunden ist der Bau des Halbanschlusses Attinghausen an der Autobahn A2.<br />
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Beitrag des <em>Regionaljournal Zentralschweiz</em> von Radio SRF 1</p>
<h3>Das geplante Betriebskonzept am Gotthard</h3>
<p><div id="attachment_4000" class="wp-caption alignleft" style="width: 218px"><a href="http://caboruivo.ch/?attachment_id=4000" rel="attachment wp-att-4000"><img src="http://caboruivo.ch/wp-content/uploads/2012/12/Netzplan-Gotthard-208x300.png" alt="Das vorgesehene Fernverkehrskonzept am Gotthard (nicht alle Halte aufgeführt)" width="208" height="300" class="size-medium wp-image-4000" /></a><p class="wp-caption-text">Das vorgesehene Fernverkehrskonzept am Gotthard (nicht alle Halte aufgeführt)</p></div>Ab Dezember 2016, wenn der Gotthard-Basistunnel (GBT) der Neuen Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT) zwischen Erstfeld/UR und Bodio/TI samt der Neubahnstrecke Gottardo Sud, welche Biasca umfährt, in Betrieb genommen wird, sollen schrittweise stündlich zwei Personenfernverkehrs- und sechs Güterzüge pro Stunde tagsüber durch den Tunnel verkehren. Zuzüglich werden diese Züge auf den Zufahrtsstrecken durch den bis 2020 gesicherten InterRegio Basel SBB/Zürich-Locarno, welcher über die Bergstrecke verkehrt und S-Bahn-Züge ergänzt.<br />
Zweistündlich werden EuroCity-Züge zwischen Frankfurt (Main)–Basel SBB bzw. Zürich HB und Milano Centrale verkehren, diese Züge überlagern sich zwischen Arth-Goldau/SZ und Mailand zu einem Stundentakt, sie werden zwischen Arth-Goldau und Bellinzona keine Zwischenhalte aufweisen, jedoch in Arth-Goldau die bisherige Korrespondenz mit dem InterRegio anbieten. Um dreissig Minuten versetzt soll nach der Eröffnung des Ceneri-Basistunnels (CBT) 2020 ein InterCity-Zug zwischen Zürich HB und Lugano verkehren, weswegen <a href="http://caboruivo.ch/?p=611" title="230 Millionen Franken für Doppelspur am Zugersee">zwischen 2016 und 2018 die rechte Zugerseestrecke im Raum Walchwil für 230 Millionen Franken ausgebaut werden</a> soll. Da dieser Zug in Arth-Goldau keine Anschlussverbindung mit einem anderen Zug herstellen muss, kann der dortige Halt von vier auf zwei Minuten verkürzt werden und diese gewonnene Zeit stattdessen einem neuen Stopp zwischen Arth-Goldau und Bellinzona zugeführt werden. Als Gegenleistung für die dem Bau des GBT zur Verfügung gestellten Flächen wurde Anfang 2012 beschlossen, den lang gehegten Wunsch eines InterCity-Haltes im Kanton Uri zu erfüllen. Anfänglich war der Halt der Züge in Flüelen vorgesehen, das bereits länger in Betracht gezogene Projekt <em>Kantonsbahnhof Altdorf</em> schien zeitweise vom Tisch, nun setzte doch eine Kehrtwende ein.<br />
Diese in Altdorf haltenden InterCity-Züge werden mit den schrittweise ab 2015 dem Verkehr zu übergebenden <a href="http://caboruivo.ch/?p=568" title="Die SBB-Züge der neusten Generation rollen ab 2013"><em>TWINDEXX Swiss Express</em></a> (RABDe 502) aus dem Hause Bombardier geführt, welche zudem künftig auch noch auf den Strecken München–St. Gallen–Zürich–Genf Flughafen, Romanshorn–Zürich–Brig und Konstanz–Zürich–Luzern eingesetzt werden. Voraussetzung des Einsatzes dieser neuen Doppelstockzüge ist die vom Bund beschlossene, aber nicht unumstrittene Erhöhung der Eckhöhen an den Gotthard-Zulaufstrecken auf 4 Meter.</p>
<h3>Wird Altdorf auch InterRegio-Halt?</h3>
<p>Bereits seit längerem hofft der Kanton Uri auf einen Halt der InterRegio-Züge Basel SBB/Zürich HB-Locarno in Altdorf, bis auf das in Randstunden geführte InterRegio-Zugspaar Basel SBB-Erstfeld wird der Bahnhof ausschliesslich von S-Bahn-Zügen der Linie S2 Erstfeld-Baar Lindenpark und einem S3-Zugspaar Erstfeld-Luzern bedient.<br />
Ein weiterer InterRegio-Halt würde die Attraktivität dieses Zugsangebots jedoch weiter einschränken, bereits die acht heutigen Zwischenhalte zwischen Arth-Goldau und Bellinzona, namentlich Schwyz, Brunnen, Flüelen, Erstfeld, Göschenen, Airolo, Faido und Biasca, sind zu viele und auch für den Niedergang des Bahnverkehrs am Gotthard mitverantwortlich. Zwischen Brunnen/Flüelen und Biasca ist die Auslastung der Züge ohnehin unbefriedigend.<br />
Jedoch ist es in der Schweiz generell nicht die Regel, dass die höhere Fernverkehrskategorie (InterCity) an einem Bahnhof hält, den die tiefere (InterRegio) ohne Halt passiert. Aufgrund dessen ist auch ein InterRegio-Halt denkbar, dem jedoch derjenige in Flüelen oder Erstfeld zum Opfer fallen wird. Zwar halten auch im Kanton Schwyz die Gotthard-InterRegio-Züge an drei Bahnhöfen (Arth-Goldau, Schwyz und Brunnen), dort sind jedoch die Fahrgastfrequenzen und das Einzugsgebiet (Gemeinden Arth, Walchwil, Lauerz, Steinen, Steinerberg, Sattel, Rothenthurm, Schwyz, Muotathal, Illgau, Ingenbohl, Vitznau, Morschach sowie die Bezirke Gersau und Küssnacht) weitaus höher als bei den Bahnhöfen im Urner Reusstal.</p>
<h3>Werden auch ICE-Züge ins Tessin verkehren?</h3>
<p>Mit der Eröffnung der Basistunnels am Gotthard und am Ceneri stellt sich auch die Frage, ob auch ICE- oder TGV-Züge in die Zentralschweiz und ins Tessin verlängert werden. Bisher verkehren ICE und TGV ins Berner Oberland (ICE Interlaken Ost-Berlin Ostbahnhof/Hamburg-Altona/Berlin Gesundbrunnen und TGV Paris Gare de Lyon-Interlaken Ost), ins Wallis (TGV Paris Gare de Lyon-Lausanne-Brig ujd TGV Lille Europe-Aigle-Brig) und nach Zürich (ICE Hamburg Altona/Berlin Ostbahnhof-Zürich HB und TGV Paris Gare de Lyon-Zürich HB). Zudem sollen ab 2015 ICE-Züge nach Chur geführt werden, vermutlich werden solche der ICE-Linie Hamburg Altona/Kiel-Zürich HB ins Bündnerland verlängert.<br />
Luzern fordert schon lange einen Anschluss ans europäische Hochgeschwindigkeitsnetz, mit dem EC Frankfurt-Mailand wird hier Abhilfe geschaffen, in diesen Takt können auch die beiden EuroCity-Zugspaare Hamburg Altona-Chur integriert werden, welche ab 2013 nur noch bis/ab Zürich HB verkehren. Eine Integration von ICE-Zügen in den EC-Zweistundentakt von Frankfurt nach Mailand ist nicht möglich, da die ICE über keine Zulassung und keine Ausrüstung für den Italienverkehr verfügen.<br />
Es wäre jedoch möglich, einige ICE-Züge der Linie Hamburg Altona-Zürich mit dem InterCity Zürich HB-Lugano durchzubinden, denn diese ICE-Linie könnte wegen dem anstehenden Halbstundentakt Basel-Frankfurt ohnehin um 30 Minuten gedreht werden. Die bisherigen 19 schweiztauglichen ICE-1 würden für diese Verlängerungen zwar nicht ausreichen, jedoch werden alle ICE-1 voraussichtlich ab 2020 ausgemustert und durch neue Züge unter dem Projekttitel ICx ersetzt, von denen auch einige mit schweizerischen Komponenten ausgestattet sind. Ob dies möglich ist, ist fraglich.</p>
<h3>Links</h3>
<li><a href="http://www.ur.ch/dl.php/de/50d4004cbac7d/MM-SBB-BAV-UR_Bahnhof_Altdorf.pdf">Medienmitteilung des Bundesamtes für Verkehr (BAV), der SBB und des Kantons Uri zum geplanten Kantonsbahnhof Altdorf</a> (PDF-Datei)</li>
<li><a href="http://www.srf.ch/news/regional/zentralschweiz/der-bahnhof-altdorf-wird-zum-kantonsbahnhof"><em>Der Bahnhof Altdorf wird zum Kantonsbahnhof</em></a> &#8211; <em>Schweizer Radio und Fernsehen online</em>, abgerufen am 22. Dezember 2012</li>
<li><a href="http://www.srf.ch/player/radio/regi-lu/audio/bahnhof-altdorf-wird-zum-kantonsbahnhof-christian-oechslin-21-12-2012?id=46c9cdf0-71c8-4086-9371-a60579bcd718">Beitrag aus <em>Regionaljournal Zentralschweiz</em></a> von Radio SRF 1 (MP3-Datei)</li>
<li><a href="http://www.image-uri.ch/fileadmin/user_upload/Artikel_pdf/15/15_esp_ut.pdf">Der Entwicklungsschwerpunkt im Urner Talboden</a> (PDF-Datei)</li>
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		<title>Schärfere Waffengesetze: Wie verhindert man Ereignisse wie Newtown?</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Dec 2012 18:21:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Wachter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die weltweiten Schlagzeilen werden zur Zeit durch den gestrigen Amoklauf an einer Grundschule in Newtown, gelegen im US-Bundesstaat Connecticut, dominiert, wo ein 20-jähriger 27 Menschen, vorwiegend kleine Kinder, erschossen hat. Diese Tat reiht sich nahtlos in eine Reihe ähnlicher Geschehnisse in der Welt ein – die Frage nach dem Warum stellt sich jedes Mal. Doch [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die weltweiten Schlagzeilen werden zur Zeit durch den gestrigen Amoklauf an einer Grundschule in Newtown, gelegen im US-Bundesstaat Connecticut, dominiert, wo ein 20-jähriger 27 Menschen, vorwiegend kleine Kinder, erschossen hat. Diese Tat reiht sich nahtlos in eine Reihe ähnlicher Geschehnisse in der Welt ein – die Frage nach dem Warum stellt sich jedes Mal. Doch was ist die Lösung, diesen Ereignissen ein Ende zu bereiten? Schärfere Waffengesetze? Die Frage nach der Verhinderung solcher Tötungsdelikte beschäftigt die Gesellschaft.<br />
<span id="more-3970"></span></p>
<h3>Schärfere Waffengesetze als Lösung</h3>
<p>Gestern stürmte ein 20-jähriger Mann die <em>Sandy Hook Elementary School</em> in Newtown, Connecticut, und tötete 27 Personen, einschliesslich 21 Kinder und sich selbst. Neben dem Blutbad auf dem Campus der Virginia Polytechnic Institute and State University in Blacksburg 2007 mit 32 Toten und dem Massaker an der Columbine High School in Littleton 1999, welches 13 Menschen das Leben kostete, ist die gestrige Tat wohl eine der verheerendsten Angriffe auf US-amerikanische Bildungseinrichtungen. Doch auch fern von Schulen und Universitäten werden oft Menschen durch Schiessereien getötet, so beispielsweise im vergangenen Juli bei einer mitternächtlichen Premiere des Batman-Films <em>The Dark Knight Rises</em>, wo ein Amokläufer in einem Kino in Aurora (Colorado) zwölf Menschen tötete.<br />
Die jüngste Tat schlägt Wellen, ist sie doch nur die vorerst letzte einer Reihe solcher Schreckensereignisse. Waffengegner protestieren vor dem Weissen Haus und auch dessen Bewohner hat sich gestern nach der Tat an die Öffentlichkeit gewandt: US-Präsident Barack Obama forderte nun (endlich) Taten statt Worte.<br />
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Beitrag der <em>TagesschauNacht</em> des Schweizer Fernsehens zu den Geschehnissen von Newtown vom 14. Dezember 2012<br />
<br />
Die einfachste Massnahme liegt auf der Hand: In der US-amerikanischen Verfassung ist niedergeschrieben, dass jeder Bürger das Recht auf eine eigene Waffe hat. Nirgendwo auf der Welt ist es einfacher, an solche zu gelangen.<br />
Eine Streichung dieses Grundsatzes würde eine markante Verbesserung bringen.<br />
Einfacher gesagt als getan: In den Reihen der Republikanern und wohl auch einigen Demokraten geniesst dieser Grundsatz grossen Rückhalt, nicht zu vergessen ist auch die mächtige Waffenlobby NRA, welche auf dieses Grundrecht wohl kaum verzichten möchte.<br />
Der Attentäter von Newtown nutzte für seine Tat zwei Pistolen der Marke Glock und SIG Sauer, dazu ein halbautomatisches Sturmgewehr. Alle drei Waffen befanden sich in Besitz seiner Mutter, als Lehrerin ebenfalls unter den Todesopfern. Wieso braucht eine Lehrerin drei Feuerwaffen im Privatbesitz? Wohl kaum, um aufmüpfigen Schülern Einhalt zu gebieten.<br />
Auch in der Schweiz scheiterte vor einigen Jahren eine Initiative, welche verlangte, dass Armeewaffen neu im Zeughaus statt im Eigenheim aufbewahrt werden. Delikte mit Feuerwaffen sind auch hierzulande leider keine Seltenheit, zudem weist die Schweiz im internationalen Vergleich hinter Japan weltweit die zweithöchste Suizidrate auf.<br />
Die Tat von Newport schlägt hohe Wellen: Von Papst Benedikt XVI. und Queen Elizabeth II. über UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon, EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso bis hin zur Schweizer Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf, zu Frankreichs Staatspräsident François Hollande und Grossbritanniens Premierminister David Cameron äusserten sich zahlreiche internationale Exponenten aus Politik und Gesellschaft bestürzt und erschüttert über die Ereignisse.</p>
<h3>Nicht nur in den USA sorgen solche Taten für Aufsehen</h3>
<p>Solche Schreckenstaten jedoch nur auf die USA zu reduzieren, wäre jedoch an der Wahrheit vorbeiagiert. Beispielsweise erschütterten das <a href="http://caboruivo.ch/?p=922" title="Zehn Jahre ist es her…">Attentat von Zug 2001</a> und der <a href="http://caboruivo.ch/?p=2858" title="Die erschreckendsten Tötungsdelikte der Schweiz">Amoklauf im Stadtzürcher Bauamt 1986</a> die Schweiz, in Deutschland haben sich die Amokläufe an Schulen in Erfurt (Gutenberg-Gymnasium, 2002) und Winnenden (2009) für die Ewigkeit ins Gedächtnis gebrannt und nicht zu vergessen, der Doppelanschlag von Oslo und Utøya, welcher am 22. Juli 2011 68 Menschen ihres Lebens beraubt hatte.<br />
Nebst den Toten sind freilich auch die Überlebenden nicht zu vergessen, sie leiden an traumatischen Erlebnissen, welche sie Zeit ihres Lebens einholen werden.<br />
In Deutschland wird beispielsweise reagiert: Nach der NSU-Mordserie wird nun ein Verbotsverfahren für die rechtsextreme NPD erwirkt.</p>
<h3>Grund für solche Schreckenstaten</h3>
<p>Begleitet werden solche Verbrechen und Taten stets immer mit der Frage nach dem Warum. Eine Frage, die niemand beantworten kann. Meistens sind solche Taten von langer Hand geplant, weswegen der Begriff <em>Amoklauf</em> im Kontext meist falsch verwendet wird, denn dieser steht für einen spontanen Beschluss, seinen Mitmenschen etwas anzutun. Die Tat oder der Beschluss zu dieser hat für viele Täter innerlich eine befreiende Wirkung, ähnlich wie der Entscheid zum Suizid.<br />
Die Gründe und Motive sind meist ebenso unklar. Bei zahlreichen Attentaten an Schulen und Universitäten wurden die Täter als ruhig, unauffällig aber teilweise mit sozialen Schwierigkeiten beschrieben. War die Tat eine Art Rache für Hänseleien der Mitschüler?<br />
Hier sind Schulpsychologen genauso gefragt wie Lehrer. Die pädagogische Fähigkeit besteht nicht nur darin, den Schulstoff begreifbar rüberzubringen, sondern auch bei zwischenmenschlichen Problemen eine Lösung zu finden. Vielfach lässt der Leistugsdruck an Schulen die Täter zu solchen Taten hinreissen.<br />
Beim Amoklauf von Newtown ist aber ein solches Motiv auszuschliessen, es bewegt weiterhin die Frage, wieso ein 20-jähriger sechs- bis zehnjährige unschuldige Kinder abknallt.</p>
<h3>Stimmt die Theorie vom bösen Gen?</h3>
<p>Taten wie diese lassen die Theorie vom bösen Gen aufleben. Gibt es Menschen, die von Grund auf bösartig sind? Man denke an Diktatoren wie Hitler, Stalin, Cäsar, Assad oder Gaddafi, ebenso an Attentäter oder Terroristen. Was in aller Welt bewegt sie zu solchen Gräueltaten? Ist es das ‚böse Gen’?</p>
<h3>Was wird in der Zukunft passieren?</h3>
<p>Sollte es Barack Obama gelingen, ein Gesetz zu lancieren, welches den Privatbesitz von Waffen einschränkt, wäre das wohl eine wegweisende Richtung zum besseren Schutz vor Waffengewalt.<br />
Ansonsten werden Ereignisse wie Newtown, Aurora, Zug, Winnenden, Utøya, Columbine oder Erfurt weiterhin geschehen, für kurze Zeit die Medien und die Menschen interessieren oder bewegen und anschliessend in der Vergessenheit versenken.<br />
Bis zum nächsten ähnlichen Ereignis.</p>
<h3>Siehe auch</h3>
<li><a href="http://caboruivo.ch/?p=865" title="Hört endlich mit diesem Geheule um die Armee auf!"><em>Hört endlich mit dem Geheule um die Armee auf!</em></a> &#8211; <em>Cabo Ruivo</em> vom 18. September 2011</li>
<li><a href="http://caboruivo.ch/?p=922" title="Zehn Jahre ist es her…"><em>Zehn Jahre ist es her&#8230;</em></a> &#8211; <em>Cabo Ruivo</em> vom 27. September 2011</li>
<li><a href="http://caboruivo.ch/?p=2858" title="Die erschreckendsten Tötungsdelikte der Schweiz"><em>Die erschreckendsten Tötungsdelikte der Schweiz</em></a> &#8211; <em>Cabo Ruivo</em> vom 8. April 2012</li>
<h3>Links</h3>
<li><a href="http://www.tagesanzeiger.ch/dossiers/dossier2.html?dossier_id=1762">Dossier zum Thema von <em>tagesanzeiger.ch/Newsnet</em></a></li>
<li><a href="http://www.spiegel.de/thema/amoklauf_von_newtown/">Themenschwerpunkt <em>Amoklauf von Newtown</em> von <em>SPIEGEL ONLINE</em></a></li>
<li><a href="http://www.zeit.de/schlagworte/themen/amoklauf/index">Themenschwerpunkt <em>Amoklauf</em> von <em>ZEIT ONLINE</em></a></li>
<li><a href="http://www.nzz.ch/aktuell/panorama/amoklauf-in-den-usa---ratlosigkeit-nach-der-bluttat-1.17893004" title="Ratlosigkeit nach der Bluttat"><em>Ratlosigkeit nach der Bluttat</em></a> &#8211; <em>NZZ online</em> vom 15. Dezember 2012</li>
<li><a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/waffendebatte-amerikanischer-instinkt-11994755.html" title="Waffendebatte: Amerikanischer Instinkt"><em>Waffendebatte: Amerikanischer Instinkt</em></a> &#8211; <em>Frankfurter Allgemeine Zeitung Online</em> vom 15. Dezember 2012</li>
<li><a href="http://www.sueddeutsche.de/panorama/attentaeter-von-newtown-schwierige-suche-nach-dem-warum-1.1551685" title="Schwierige Suche nach dem Warum"><em>Schwierige Suche nach dem Warum</em></a> &#8211; <em>Süddeutsche Zeitung Online</em> vom 15. Dezember 2012</li>
<li><a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/amokschuetze-lanza-alles-getan-um-nicht-aufzufallen-11994700.html"><em>Alles getan, um nicht aufzufallen</em></a> &#8211; </em>Frankfurter Allgemeine Zeitung Online</em> vom 15. Dezember 2012</li>
<li><a href="http://www.sueddeutsche.de/panorama/massaker-von-newtown-heile-welt-in-truemmern-1.1551627" title="Heile Welt in Trümmern"><em>Heile Welt in Trümmern</em></a> &#8211; <em>Süddeutsche Zeitung Online</em> vom 15. Dezember 2012</li>
<li><a href="http://live.reuters.com/Event/Newtown_School_Shooting">Liveblog der Nachrichtenagentur Reuters</a> (englischsprachig)</li>
<li><a href="http://www.alternet.org/story/24801/excerpt%3A_the_scene_of_the_crime_was_the_cause_of_the_crime">Die Motive der beiden Amokläufer an der Columbine High School</a> (englischsprachig)</li>
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		<title>ETH: Studiengebühren erhöhen oder nicht?</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Dec 2012 10:48:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Wachter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hohe Wellen schlägt derzeit der ETH-Rat mit seiner Idee, die Studiengebühren der ETH Zürich und der EPFL zu erhöhen. Angestrebt wird die Verdoppelung von heute 625 auf 1250 CHF pro Semester – heftig umstritten vor allem bei Studentinnen und Studenten. Warum es auch nichts bringen würde, den Bund um weitere Finanzmittel auzufragen. An seiner Sitzung [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Hohe Wellen schlägt derzeit der ETH-Rat mit seiner Idee, die Studiengebühren der ETH Zürich und der EPFL zu erhöhen. Angestrebt wird die Verdoppelung von heute 625 auf 1250 CHF pro Semester – heftig umstritten vor allem bei Studentinnen und Studenten. Warum es auch nichts bringen würde, den Bund um weitere Finanzmittel auzufragen.<br />
An seiner Sitzung entschied der Rat, dem Anliegen der Schulen zur Erhöhung stattgegeben.</p>
<p><span id="more-3952"></span></p>
<h3>Update: Gebühren werden erhöht</h3>
<p>An seiner Sitzung hat der ETH-Rat entschieden, dass die Gebühren erhöht werden dürfen, jedoch ein Jahr später als geplant, zudem werden bis zur endgültigen Entscheidung auch die Studentenverbände an den Tisch gebeten.</p>
<h3>Studentenverband bekämpft das Vorhaben</h3>
<p><div id="attachment_3954" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://caboruivo.ch/wp-content/uploads/2012/11/ETH-Zürich-Eingang-Polyterrasse.jpg"><img src="http://caboruivo.ch/wp-content/uploads/2012/11/ETH-Zürich-Eingang-Polyterrasse-300x225.jpg" alt="" title="ETH Zürich Eingang Polyterrasse" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-3954" /></a><p class="wp-caption-text">Wie viel müssen die ETH-Studenten künftig bezahlen? (Bild: Eingang Polyterrasse des ETH-Hauptgebäudes an der Rämistrasse)</p></div>Bei der Sitzung des ETH-Rats am 5. und 6. Dezember 2012 entscheidet sich, ob ab 2016 die Studiengebühren der beiden eidgenössischen technischen Hochschulen in Zürich und Ecublens/VD bei Lausanne von heute CHF 625 je Semester auf 1250 verdoppelt werden.<br />
An der ETH Zürich schlägt diese Überprüfung vor allem unter den Studenten hohe Wellen, wenn der Widerstand auch tiefer ist als beim letzten Versuch 2009. Der Verband der Studierenden an der ETH Zürich (VSETH) lud unter anderem ETH Zürich-Präsident Ralph Eichler und ETHZ-Rektor Lino Guzzella an den Gesprächstisch Immer wieder wurde versichert, dass man für minderbemittelte Studentinnen und Studenten sorgen würde. Trotzdem verbleiben weitere Fragen und Zweifel im Raum. Wenn dann von der Chefetage Sprüche kommen wie dass die Tochter den Vater enttäuscht hat, dass sie &#8220;nur&#8221; an der Universität studiert, dann ist das schlicht und einfach einer ETH nicht würdig.<br />
Der VSETH organisiert parallel zur in Bern stattfindenden Ratssitzung am 5. Dezember eine Schweigeminute, um 09:35 wird auf dem Hönggerberg und um 10:05 auf der Polyterrasse kurz als Protest innegehalten.</p>
<h3>Grund für die geplante Erhöhung</h3>
<p>Der Bund stellt seinen forschungstechnischen und pädagogischen Bereichen – kurz ETH-Bereich, welcher dem Departement von Innenminister Alain Berset unterstellt ist, jährlich finanzielle Mittel in der Grössenordnung von rund zwei Milliarden Schweizer Franken zur Verfügung. Knapp die Hälfte davon geht an die ETH Zürich, der Rest wird unter der Schwesterschule EPFL und den vier Forschungseinrichtungen des ETH-Bereichs aufgeteilt.<br />
Dazu erhält die ETH Zürich noch knapp 400 Millionen an privaten Sponsoren- und Forschungsgeldern, welche in einem eigens dafür eingerichteten Fonds verwaltet werden und unter anderem zur Finanzierung für Professuren und Lehrstühlen verwendet wird. Auch gewisse Fachvereine erhalten Unterstützung aus der Privatwirtschaft, so sponsert der Technologiekonzern ABB für jedes Mitglied des Maschinenbau-Fachvereins AMIV ein kostenloses Bier pro Tag.<br />
Diese Mittel zuzüglich den rund 10.2 Millionen Franken an Studiengebühren reichen angeblich nicht aus, um die Infrastruktur auf dem Laufenden zu halten, aktuelle Bauprojekte wie an der Leonhardstrasse zu finanzieren, die 14&#8217;000 ETHZ-Angestellten zu bezahlen und den 17&#8217;000 ETHZ-Studenten das Studentenleben erträglich zu machen.<br />
Würde der ETH-Bereich beim Bund für mehr Geld anfragen, würde es als erstes von Seiten der SVP heftige Kritik hageln, da diesem am liebsten sowieso alles, was mit Bildung zu tun hat, streichen und die freigewordenen Geldern der Armee zur Verfügung stellen.<br />
Zwei Milliarden für vorbildliche Forschung (immerhin hat es die ETH Zürich zu 21 Nobelpreisträgern gebracht) und Bildung gegenüber fünf Milliarden für einen überdimensionierten Kinderspielplatz?<br />
Ab 2013 wird der ETH-Bereich dem Eidgenössichen Volkswirtschaftsdepartment überführt, welches damit den Namen Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung erhält. Ab 2013 wird damit Johann Schneider-Ammann über die Geschicke seiner Alma Mater entscheiden.</p>
<h3>Sinn und Unsinn der Erhöhung?</h3>
<p>Auf den ersten Blick scheint eine Verdoppelung auf 2500 Franken jährlich verkraftbar, wenn man mit anderen Staaten wie Grossbritannien oder den USA vergleicht, wo die Studiengebühren mindestens fünfstellig sind. Dies führte jedoch dazu, dass nicht mehr die Intelligenz über den Erfolg an der Universität (ja, auch die ETH ist eine Universität, auch wenn das kaum einer begreifen will) entscheidet, sondern der Kontostand (meistens der Eltern). Da würde manch einem der Zugang verwehrt, der sich wirklich auf dem naturwissenschaftlichen Gebiet betätigen möchte, dafür darf ein anderer dessen Platz einnehmen, der nur so an die ETH geht, weil es cool ist und die Schule einen exzellenten Ruf hat und man ohnehin zu viel Freizeit hat. Dies ist bereits heute so: Hier NZZ- und <em>Tagesanzeiger</em>-Leser, da <em>Blick</em>-Leser, hier die am Stoff und an der Thematik Interessierten weil der Traumberuf durch den Studiengang erreicht werden kann, da diejenigen, die den Kommilitonen stattdessen primitive Videos auf dem Smartphone unter die Nase halten. Man möge raten, wer dann nach zwei Semestern die Basisprüfung besteht – natürlich nicht Erstere, weil das Leben immer mit der negativen Seite zuschlägt und immer diejenigen bestraft, welche es nicht verdient haben und die anderen schlängeln sich nur so durchs Leben.</p>
<p>Guzzella riss vergangenen Sommer einen halben Weltkrieg vom Zaun, weil er sich für die Elitisierung seiner Hochschule stark gemacht hat, was wiederum Lehrlinge und Verfechter des dualen Bildungssystem brüskieren liess. Solche Gedanken sind natürlich fehl am Platze, beide Wege sollen gleich gefördert werden, dafür sollen aber die Studenten nicht mehr als faule Säcke abgestempelt werden, denn auch diese Art von Arbeit zieht eine gewisse Strenge mit sich. Pietätlose Sprüche wie <em><b>E</b>ingebildeter <b>T</b>heorie<b>h</b>aufen</em> sollen ein für alle Mal der Vergangenheit angehören! Zum wiederholten Male: Es braucht beide – Studenten und Handwerker und beide können auch voneinander lernen! Aber man muss dem Lernenden auch die Chance dazu geben und ihn nicht bereits im Voraus als unfähig abstempeln. Wenn die Gymnasien der Schweiz versagen, sind sicherlich nicht die Studenten die Hauptschuldigen, aber sie sind die Leidtragenden, wenn sie unter selektierende Massnahmen gestellt werden. In diesem Punkt hat Guzzella Recht, das <a href="http://caboruivo.ch/?p=2937" title="Die Missstände in der Schweizer Bildungspolitik aus der Sicht eines ehemaligen Gymnasiasten">Niveau der gymnasialen Mittelschulen lässt zumindest in Teilen der Schweiz stark zu wünschen übrig</a>, weil man mit Lernen und Auswendiglernen viel weiter kommt als mit Intelligenz werden zahlreiche Maturanden im Glauben gelassen, das sie für ein ETH-Studium fähig sind, nur um dann wenig später eine überaus harte Ohrfeige namens Basisprüfung zu kassieren. Und wenn diese die erste Prüfung ist, die man nicht besteht und auch in vergangenen Jahren erfolreiche Telefonate der Eltern bei Rektoren und Lehrern à la <em>Wieso fördern Sie nicht mein Kind, es ist das beste der Welt</em> halt nichts mehr nützen, dann&#8230;<br />
Sollte Guzzella seinen Eliteplan konsequent verfolgen, dann muss man halt einen <em>Numerus clausus</em> an der ETH einführen, auch um Enttäuschungen von Seiten der Studenten zu vermeiden. Aber auch das ist nicht fair. Der Riegel sollte bei den Rektoren und Lehrern der Mittelschulen gesetzt werden &#8211; pädagogische Fähigkeitsausweise inklusive!</p>
<p>Aus diesem Grund wäre eine Erhöhung nicht zu verantworten, stattdessen wären andere Massnahmen zu treffen, was nicht gerade ein Ding der Unmöglichkeit scheint.<br />
Klar versichern die Verantwortlichen, dass vermieden werden will, dass sich Studenten das Studium an einer der beiden ETH’s nicht mehr leisten können. Aber was ist mit den Mittelständigen? Hier wären ebenso Einschnitte zu verzeichnen, die nicht mit Stipendien aufgefangen werden – so müsste die Familie auf Ferien verzichten oder beide Elternteile werden zu hundertprozentigem Arbeiten gezwungen – nur um dem Sprössling das Studium zu ermöglichen. Bei mehreren studierwilligen Kindern ganz zu schweigen.<br />
Und alle diejenigen, die jetzt mit „die faulen Studenten sollen doch arbeiten“ kommen, denen sei etwas gesagt: Das Studieren an der ETHZ oder der EPFL lässt einen parallelen Nebenjob nicht zu – vor allem aus Zeitgründen.</p>
<h3>Der ETH-Rat</h3>
<p>Der ETH-Bereich des Bundes – bestehend aus der ETH Zürich und der EPFL Lausanne, dem Paul-Scherrer-Institut (PSI) in Villigen/AG, der Eidgenössichen Materialprüfungsanstalt (EMPA) in Dübendorf/ZH, der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) in Birmensdorf/ZH samt dem Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) in Davos/GR, sowie der Eidgenössichen Anstalt für Wasserreinigung, Abwasser und Gewässerschutz (EAWAG) in Dübendorf/ZH – wird vom ETH-Rat gegenüber dem Bund vertreten.<br />
Präsident des Rats ist der ehemalige Glarner Ständerat Fritz Schiesser (FDP), Mitglieder sind zudem unter anderem noch die Präsidenten der beiden Schulen, Ralph Eichler (Zürich) und Patrick Aebischer (Lausanne), die Rektoren hingegen gehören dem Gremium nicht an. Lino Guzzella beispielsweise hätte also keinen Einfluss auf den Entscheid.</p>
<h3>Die ETH Zürich und die EPF Lausanne</h3>
<p>Die beiden technischen Hochschulen der Schweiz – die Eidgenössisch-Technische Hochschule Zürich (ETH oder ETHZ) und die École polytechnique fédérale Lausanne (EPFL) stehen in internationalen Hochschulrankings immer vergleichsweise weit oben. Beim <em>Times Higher Education</em>-Ranking 2012 erreicht die ETHZ Platz 12 und ist damit drittbeste Hochschule Europas und die beste Kontinentaleuropas, die EPFL Platz 46, was sie zur viertbesten Hochschule Kontinentaleuropas und zur zweitbesten der Schweiz hinter der Zürcher Schwesterschule macht. Beide Schulen haben etliche Berühmtheiten als Absolventen hervorgebracht, die ETHZ steht zudem noch in Verbindung mit 21 Nobelpreisträgern. Ob Albert Einstein, Wolfgang Pauli, Wilhelm Conrad Röntgen, Claude Nicollier, Max Frisch, Kurt Wüthrich, Santiago Calatrava, Carl Gustav Jung, Adolf Muschg, Jean-Rudolf von Salis, Gottfried Semper, Friedrich Traugott Wahlen, Christian Menn, Othmar H. Ammann, Robert Maillard, Ferdinand Piëch, Jacques Herzog, Pierre de Meuron, Hans Kolhoff, Johann Schneider-Ammann, Paul Scherrer – sie alle haben an der ETH Zürich studiert, geforscht oder gelehrt – und tun es teilweise heute noch. An der EPFL tätig oder deren Alumni sind unter anderem Claude Nicollier, Yves Patternot oder Nelly Wenger.</p>
<h3>Links</h3>
<li><a href="http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Empoerung-ueber-hoehere-ETHStudiengebuehren/story/17766490"> <em>Empörung über höhere ETH-Studiengebühren</em></a> &#8211; Tagesanzeiger/Newsnet, abgerufen am 7. Dezember 2012</li>
<li><a href="http://www.ethrat.ch/de/sektion-medien-news/qualiät-der-lehre-entscheide-für-weitere-mittel">Pressemitteilung des ETH-Rats zum Entscheid an der Sitzung</a></li>
<li> <a href="http://www.vseth.ethz.ch/news/stellungnahme-bezüglich-des-eth-rat-entscheides-vom-6-dezember">Stellungnahme des VSETH zum Entscheid des ETH-Rats vom 6. Dezember 2012</a></li>
<li><a href="http://www.vseth.ethz.ch/news/erhöhung-der-studiengebühren">Seite des VSETH zur geplanten Studiengebührenerhöhung</a></li>
<li><a href="http://www.vseth.ethz.ch/sites/default/files/pdf/Dossiers/Studiengebuehren/2012/20120514_MM_VSETH_Studiengebuehrenerhoehung.pdf">Medienmitteilung des VSETH</a> (PDF-Datei)</li>
<li><a href="http://www.vseth.ethz.ch/sites/default/files/pdf/Briefe/Offener_Brief_Studiengebuehren.pdf">Offener Brief an den ETH-Rat</a> (PDF-Datei)</li>
<li><a href="http://www.nzz.ch/nzzas/nzz-am-sonntag/das-niveau-an-den-schulenist-gesunken-1.17414472"><em>Das Niveau an den Schulen ist gesunken</em>: Interview mit Prof. Dr. Lino Guzzella</a> &#8211; <em>NZZ am Sonntag</em> vom 29. Juli 2012</li>
<li><a href="http://www.vseth.ethz.ch/sites/default/files/pdf/Dossiers/Studiengebuehren/2012/polykumStudiengebuehren.pdf">Artikel <em<Studiengebühren</em> aus der Studentenzeitung <em>Polykum</em></a> (PDF-Datei) </li>
<li><a href="http://campus.nzz.ch/politik/eth-gebuehren-sollen-verdoppelt-werden"><em>ETH-Gebühren sollen verdoppelt werden</em></a> &#8211; <em>NZZ Campus</em> vom 15. Mai 2012</li>
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		<title>Strecke unterbrochen: Wieder Felssturz am Gotthard</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Nov 2012 16:12:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Wachter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zwischen Erstfeld/UR und Göschenen/UR ist es abermals zu einem Felssturz gekommen. Die Gotthardstrecke bleibt bis Sonntag, 18. November 2012, Betriebschluss, unterbrochen. Verletzt wurde niemand, als in den frühen Abendstunden des 14. November 2012 rund 150 Kubikmeter Gestein auf die Bahnstrecke bei Gurtnellen/UR fielen. Dieselbe Stelle wie im Juni betroffen Bereits zwei Steinschläge gingen in diesem [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Zwischen Erstfeld/UR und Göschenen/UR ist es abermals zu einem Felssturz gekommen. Die Gotthardstrecke bleibt bis Sonntag, 18. November 2012, Betriebschluss, unterbrochen. Verletzt wurde niemand, als in den frühen Abendstunden des 14. November 2012 rund 150 Kubikmeter Gestein auf die Bahnstrecke bei Gurtnellen/UR fielen.<br />
<span id="more-3916"></span></p>
<h3>Dieselbe Stelle wie im Juni betroffen</h3>
<p><div id="attachment_3500" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://caboruivo.ch/wp-content/uploads/2012/05/img_1600-1024x682.jpg"><img src="http://caboruivo.ch/wp-content/uploads/2012/05/img_1600-1024x682-300x199.jpg" alt="" title="img_1600-1024x682" width="300" height="199" class="size-medium wp-image-3500" /></a><p class="wp-caption-text">Wegen Felssturz bei Gurtnellen/UR unterbrochen: Der Nord-Süd-Bahnverkehr via Gotthard (Symbolbild)</p></div><br />
Bereits zwei Steinschläge gingen in diesem Jahr auf die Strecke nieder, vergangenen Sommer <a href="http://caboruivo.ch/?p=3339">war sie gar für einen Monat gesperrt</a>, davor <a href="http://caboruivo.ch/?p=2396" title="Kurzmeldung: Gotthardlinie bis Montagmittag gesperrt">im März einige Tage</a>. Der heutige Steinschlag ereignete sich gegen 16:30 Uhr an just derselben Stelle im Heimigen zwischen dem Spurwechsel Zgraggen und dem Bahnhof Gurtnellen auf Gemeindegebiet Gurtnellens wie vergangenen Juni. Verletzt wurde beim Felssturz, bei dem 150 Kubikmeter Gestein Richtung Tal donnerten, niemand, die Züge wurden dank des Alarmsystemsl automatisch gestoppt. Während der einmonatigen Sperre im Juni erst wurde das heute betroffene Trassee neu aufgebaut.<br />
Zur Zeit wird im heutigen Zwischenfalle von einer mehrtägigen Sperre gesprochen. Nicht betroffen sind die Autobahn A2 und die Kantonsstrasse, sie verlaufen im betroffenen Schadensgebiet auf der anderen Seite der Reuss.</p>
<h3>Der Grund für den Abbruch</h3>
<p>Ein riesiger Felsbrocken war auf das gen Norden führende Streckengleis gefallen und hat die Bahninfrastruktur beschädigt. Laut den Geologen haben vergangene Regenfälle kleinere unterirdische Rutschungen ausgelöst, welche einen Bsch blockierten, so dass dieser den heruntergefallenen Fels unterspülte und das Fundament wegerodierte.</p>
<h3>Geologische Abklärungen vor Ort</h3>
<p>Am Donnerstag werden bei Tageslicht geologische Abklärungen vor Ort abgehalten, dann kann auch das Schadensausmass an den Bahnanlagen genauer beziffert werden, ehe auch genauere Angaben über die Dauer des Streckenunterbruchs gemacht werden können. Donnerstag Mittag wurde publik, dass die Strecke bis Sonntagabend geschlossen bleibt, sie wird bei Betriebsaufnahme am Montag wieder für den Verkehr freigegeben.<br />
Der Umstand, dass bereits zum dritten Male seit März Gesteine zu Tal donnerten, ist der vermehrten Bewegung der Alpen durch die klimaerwärmung zu verdanken, solche Ereignisse werden sich in Zukunft häufen, auch wenn sie wohl kaum die Dimensionen eines Goldauer Bergsturzes am 2. September 1806 mit 457 Toten erreichen werden. Trotzdem zeigt sich wieder, dass die Natur stärker ist als der Mensch. Fehl am Platz sind hier solche Pro-zweite-Strassenröhre-am-Gotthard-Kommentare, welche nur von begrenztem Bildungsniveau dieser Kommentarschreiber zeugen &#8211; 2006 war beispielsweise die ach so heilige Autobahn (man denke nur an den Fehler beim Bau, den Pfeiler in der Reuss zu gründen) von einem Felssturz betroffen, sie ist also keinen Deut besser geschützt als die Gotthardbahn. Zumal ab 2016 das Gros des Bahnverkehrs zwischen Erstfeld und Bodio durch den 57 Kilometer langen Gotthard-Basistunnel (GBT) verlaufen wird, so dass die heutige Unfallstelle nicht mehr tangiert wird.</p>
<h3>Die aktuelle Verkehrslage</h3>
<p>Übersicht über die aktuelle Verkehrslage am Gotthard</p>
<li>EC Zürich HB-Milano Centrale: Ausfall zwischen Arth-Goldau und Göschenen</li>
<li>EC Basel SBB-Luzern-Milano Centrale: Ausfall zwischen Erstfeld und Göschenen</li>
<li>ICN 6xx Basel SBB/Zürich HB-Lugano (-Chiasso): Ausfall zwischen Arth-Goldau und Göschenen</li>
<li>ICN 100xx Zürich HB-Lugano (EC-Entlastungs-ICN Zürich HB ab xx.01): Ausfall zwischen Zürich HB und Lugano</li>
<li>IR Basel SBB/Zürich HB-Locarno: Ausfall zwischen Erstfeld und Göschenen</li>
<li>Die Züge S2 Baar Lindenpark-Erstfeld, S3 Luzern-Brunnen, IR 2164/2191 Erstfeld-Basel SBB, IR 2295 Zürich HB-Arth-Goldau und IR 2262 Brunnen-Zürich HB verkehren normal</li>
<li>Für die Reisenden des ICN 650 ab Flüelen verkehrt ein Extrazug mit Abfahrt in Flüelen um 06:53, Ankunft in Zürich HB um 07:58</li>
<li>Zwischen Flüelen und Göschenen verkehren Ersatzbusse, Reisende aus EC/ICN benutzen ab Arth-Goldau den IR nach Erstfeld und steigen in Flüelen auf die Busse um</li>
<li>Die Züge EC und ICN  halten ausserordentlich in Göschenen</li>
<li>Der EC 153 Basel SBB-Milano Centrale hält ausserordentlich in Flüelen, Erstfeld und Göschenen</li>
<li>Reisende Zürich HB-Milano Centrale reisen via IC (Bern/Brig)-EC (Brig/Milano)</li>
<p>Weitere Informationen sind <a href="http://fahrplan.sbb.ch/bin/help.exe/dn?tpl=showmap_external&#038;messageID=711050&#038;mti=1&#038;hMap=false#hfsShm">unter diesem Link</a> oder bei der SBB-Hotline Tel. 0900 99 66 33 verfügbar.<br />
Die Gotthardlinie ist zur Zeit nicht die einzige SBB-Strecke, welche wegen einem Naturereignis unterbrochen ist: Seit rund einer Woche verkehren zwischen Ecublens-Rue/FR und Moudon/FR auf der Linie Palézieux/VD-Payerne/FR wegen eines Erdrutsches keine Züge.</p>
<p><object data="http://www.sf.tv/videoplayer/embed/96d41ba7-0e21-4ae7-b374-45fa254af7d9" type="application/x-shockwave-flash" style="width:600px;height:370px"><param name="movie" value="http://www.sf.tv/videoplayer/embed/96d41ba7-0e21-4ae7-b374-45fa254af7d9"/><param name="quality" value="high" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><a href="http://www.videoportal.sf.tv/video?id=96d41ba7-0e21-4ae7-b374-45fa254af7d9" alt="zum Videoportal des Schweizer Fernsehens">Schweiz aktuell vom 14.11.2012</a></object><br />
Bericht von <em>Schweiz aktuell</em> des Schweizer Fernsehens</p>
<h3>Siehe auch</h3>
<li><a href="http://caboruivo.ch/?p=2396" title="Kurzmeldung: Gotthardlinie bis Montagmittag gesperrt"><em>Kurzmeldung: Gotthardlinie bis Montagmittag gesperrt</em></a> &#8211; Cabo Ruivo vom 8. März 2012</li>
<li><a href="http://caboruivo.ch/?p=3339" title="Arbeiter verschüttet: Schon wieder Felssturz am Gotthard"><em>Arbeiter verschüttet: Schon wieder Felssturz am Gotthard</em></a> &#8211; Cabo Ruivo vom 5. Juni 2012</li>
<h3>Links</h3>
<li><a href="http://www.bahnonline.ch/wp/53440/steinschlag-gotthardlinie-zwischen-erstfeld-und-goschenen-unterbrochen-14-11-12.htm"><em>Felsabbruch bei Gurtnellen: Gotthardlinie unterbrochen</em></a> &#8211; <em>bahnonline.ch</em> vom 14.11.2012</li>
<li><a href="http://www.sbb.ch/sbb-konzern/medien/medienmitteilungen.newsdetail.2012-11-1411_1.html">Medienmitteilung der SBB</a></li>
<li> <a href="http://pod.drs.ch/mp3/regionaljournal-zentralschweiz/regionaljournal-zentralschweiz_201211151815_10248756.mp3">Beitrag des <em>Regionaljournals Zentralschweiz</em> von Schweizer Radio DRS zum erneuten Felssturz in Gurtnellen</a> (MP3-Datei)</li>
<li><a href="http://fahrplan.sbb.ch/him/1353062606271_Fahrplan%20V01%20Gotthard.pdf">Ersatzfahrplan der SBB für die Gotthardbahn</a> (PDF-Datei)</li>
<h3>Karte</h3>
<p><iframe width="600" height="350" frameborder="0" scrolling="no" marginheight="0" marginwidth="0" src="https://maps.google.com/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=heimigen+gurtnellen&amp;aq=&amp;sll=46.744713,8.643022&amp;sspn=0.018762,0.057807&amp;t=h&amp;ie=UTF8&amp;hq=&amp;hnear=Heimigen,+6482+Gurtnellen,+Uri,+Schweiz&amp;ll=46.734831,8.629589&amp;spn=0.010295,0.025749&amp;z=15&amp;output=embed"></iframe><br /><small><a href="https://maps.google.com/maps?f=q&amp;source=embed&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=heimigen+gurtnellen&amp;aq=&amp;sll=46.744713,8.643022&amp;sspn=0.018762,0.057807&amp;t=h&amp;ie=UTF8&amp;hq=&amp;hnear=Heimigen,+6482+Gurtnellen,+Uri,+Schweiz&amp;ll=46.734831,8.629589&amp;spn=0.010295,0.025749&amp;z=15" style="color:#0000FF;text-align:left">Größere Kartenansicht</a></small><br />
Hier stürzten die Felsmassen auf die Bahnstrecke (Quelle: <a href="https://maps.google.com/maps?q=heimigen+gurtnellen&#038;hl=de&#038;ll=46.734508,8.631155&#038;spn=0.009383,0.028903&#038;sll=46.744713,8.643022&#038;sspn=0.018762,0.057807&#038;t=h&#038;hnear=Heimigen,+6482+Gurtnellen,+Uri,+Schweiz&#038;z=16">Google Maps</a>)</p>
</p>]]></content:encoded>
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		<title>Fahrplan 2013: Auto AG Schwyz verzichtet auf Umfahrung von Brunnen</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Nov 2012 07:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Wachter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie bereits im Fahrplanentwurf im Juni angekündigt, steht im Dezember 2012 nur ein kleiner Fahrplanwechsel dar. Gewisse damals verkündete und auch umstrittene Änderungen wurden korrigiert, der Gros allerdings beibehalten. So verkehren neu stündlich zwei Fernverkehrszüge zwischen Zürich und Schaffhausen, die Auto AG Schwyz verzichtet jedoch vorerst auf die umstrittene Teilumfahrung des Dorfzentrums von Brunnen/SZ. EuroCity-Verbindung [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wie <a href="http://caboruivo.ch/?p=3316">bereits im Fahrplanentwurf im Juni angekündigt</a>, steht im Dezember 2012 nur ein kleiner Fahrplanwechsel dar. Gewisse damals verkündete und auch umstrittene Änderungen wurden korrigiert, der Gros allerdings beibehalten. So verkehren neu stündlich zwei Fernverkehrszüge zwischen Zürich und Schaffhausen, die Auto AG Schwyz verzichtet jedoch vorerst auf die umstrittene Teilumfahrung des Dorfzentrums von Brunnen/SZ.<br />
<span id="more-3865"></span></p>
<h3>EuroCity-Verbindung Luzern–Mailand bleibt mit Abstrichen bestehen</h3>
<p><div id="attachment_3882" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://caboruivo.ch/wp-content/uploads/2012/10/IMG_4295.jpg"><img src="http://caboruivo.ch/wp-content/uploads/2012/10/IMG_4295-300x200.jpg" alt="" title="IMG_4295" width="300" height="200" class="size-medium wp-image-3882" /></a><p class="wp-caption-text">Auch im Fahrplan 2013 das Rückgrat am Gotthard: Die InterCity-Neigezüge (im Bild: RABDe 500 036 &#8220;Minister Kern&#8221; als ICN 654 Chiasso-Zürich HB bei der Durchfahrt durch den Bahnhof Brunnen)</p></div>Auf der Gotthardachse ändert sich vergleichsweise wenig: Das EuroCity-Zugspaar 153/158 Basel SBB–Luzern–Milano Centrale wird nicht gestrichen, jedoch weiterhin im Linienumlauf reduziert. Wurde es 2010 mit dem Zuglauf Basel SBB–Venezia Santa Lucia mit ETR 610 eingeführt, verlor es im vergangenen Dezember aufgrund der Rollmaterialumstellung auf ETR 470 die Durchbindung nach Venedig, wird das Zugspaar nur noch den Verkehr Luzern–Mailand wahrnehmen und nicht mehr im bisherigen Takt verkehren. Bisher war gar von einer Einstellung des Angebots die Rede.<br />
Zwischen Basel SBB und Lugano wird der EC 153 durch den bereits ab Basel statt Luzern beginnenden InterRegio nach Locarno und dem bereits existierenden ICN Zürich HB–Lugano ersetzt, in der Gegenrichtung das Pendant EC 158 durch einen ICN.<br />
Neu fährt der Zug in Luzern um 07:47 Uhr ab und verkehrt ab Arth-Goldau (08:14) in der Fahrplanlage eines bisher nur sporadisch geführten Entlastungszuges Zürich HB-Chiasso. Der Gegenzug verlässt Milano Centrale um 14:10 und wird um 18:12 in Luzern eintreffen. Der Zug wird neu mit konventionellem Zugsmaterial gefahren, der dadurch frei werdende ETR 470 wird im Fahrplan 2013 eines der beiden lokbespannten Zugspaare zwischen Zürich und Mailand ersetzen. Zusammengesetzt wird der Zug aus einer mehrstromfähigen Re 484 (<em>Bombardier TRAXX 1 MS 140</em>) von SBB Cargo, um einen Lokwechsel in Chiasso zu vermeiden, sowie vier EuroCity-Wagen Apm 61 und Bpm 61 der SBB.<br />
Ausserhalb des normalen Taktes verkehrende EuroCity zwischen Zürich HB und Milano Centrale verkehren dadurch mit einer Ausnahme (EC 113/114), welches wie bisher als EC 14/23 mit Trenitalia-Wagen und auf Schweizer Gebiet mit einer vorgespannten Re 4/4 II geführt wird, allesamt wieder im Takt, zusätzliche Halte wie Göschenen, Airolo, Biasca oder Mendrisio beim nun wieder im Takt verkehrenden EC 15 (Zürich HB ab 09:09 statt 08:31) entfallen. Aussertaktliche Zusatzhalte gibt es nunmehr in Flüelen (ICN 864, bisher ICN 650, 06:51 Uhr) und Liestal (ICN 696, bisher EC 158, 00:52 Uhr). <a href="http://caboruivo.ch/?p=1427">Die vor Jahresfrist geforderten ICN-Halte in Brunnen und Schwyz</a> für den ICN 864 werden auch in diesem Jahr nicht aufgenommen.<br />
Die zwischen Chiasso beziehungsweise Lugano und Zürich HB verkehrenden InterCity-Neigezüge erhalten eine neue Zugsnummer 8xx, diejenigen von und nach Basel behalten die 6xx. Ausgenommen davon sind die parallel zu EuroCity-Zügen geführten ICN, auch sie behalten ihre bisherige Nummer 100xx.<br />
Der an Sommersonntagen verkehrende Entlastungszug IR 2286 von Chiasso nach Zürich HB wird wie geplant neu auch in Flüelen (18:22) und Brunnen (18:34) halten.<br />
Der InterRegio 2262, welcher werktags von Brunnen nach Zürich HB und an Wochenenden ab Arth-Goldau verkehrt, wird per Fahrplanwechsel zum RegioExpress degradiert, dies aufgrund des bereits heute eingesetzten Rollmaterials (NPZ DOMINO <em>Glarner Sprinter</em>) und dem Umstand, dass der Zug ab Fahrplanwechsel nicht mehr begleitet sein wird. Die Fahrtzeit ändert sich nicht und wird mit 53 Minuten weiterhin die schnellste Verbindung zwischen Brunnen und Zürich HB darstellen.<br />
Dasselbe Schicksal ereilt auch die Gegenleistung IR 2295 Zürich HB–Arth-Goldau, er wird in den Fahrplänen neu als RE 2295 geführt.<br />
Eine Anmerkung gibt es noch zum Zugspaar IR 2164/2191 Erstfeld-Basel SBB. Ab Fahrplanwechsel kommt hier ein siebenteiliger EW IV-Pendelzug bestehens aus Re 460, EW IV und Steuerwagen zum Einsatz. Auf den Einsatz des Panoramawagens wird bei diesem Zugspaar aus nachvollziehbaren Gründen hingegen künftig verzichtet, da diese aufgrund der hohen auf die grossen Fensterscheiben wirkenden Stosskräfte bei Steuerwagen-voraus-Fahrten nicht im Pendelzügen eingesetzt werden können.</p>
<h3>Zwei Fernverkehrszüge pro Stunde zwischen Zürich und Schaffhausen</h3>
<p>Nach dem erfolgreichen Ausbau der Doppelspur Eglisau/ZH–Neuhausen am Rheinfall/SH auf der Strecke Zürich–Schaffhausen, welcher unter anderem aus dem HGV-Topf vom Bund bezahlt wurde, kann nun auf dieser Strecke ein neues Fernverkehrskonzept eingeführt werden. Die heute um xx.10 Zürich verlassenden InterRegio-Züge Bern-Schaffhausen verlassen den Zürcher HB neu fünf Minuten früher, die Reisezeit wird auf 38 Minuten gesenkt. In diesen Takt integriert werden auch die InterCity-Züge Zürich HB-Stuttgart Hbf im annähernden Zweistundentakt (die Anzahl Züge an Wochenenden wird auf Betreiben der Deutschen Bahn reduziert), das nach Frankfurt (Main) Hauptbahnhof verlängerte Zugspaar bleibt bestehen. Jedoch nicht weitergeführt werden die zweistündlichen InterRegio-Durchbindungen nach Bern, der schweizweit fast einmalige Fall, dass ein Zug pro Laufrichtung zwei Zugsnummern besass, hat damit ausgedient.<br />
Die Reduktion der Reisezeit ist nicht nur auf den Doppelspurausbau zurückzufahren, sondern auf die stark umstrittene Streichung des InterRegio-/InterCity-Haltes in Bülach.<br />
Um rund 20 bis 40 Minuten versetzt wird neu ein RegioExpress zwischen Zürich HB und Schaffhausen eingeführt, mit Halt in Zürich Oerlikon und Bülach. Der dritte geforderte Halt in Rafz/ZH kann vorerst nicht erfüllt werden. Diese Züge werden mit Doppelstockzügen RABe 511 <em>Stadler Kiss</em> gefahren.<br />
Ebenfalls beibehalten werden die bereits im Fahrplanentwurf erwähnten Drehungen des Regionalverkehrs: Die S5-Zugsläufe werden in ihren Endpunkten Niederweningen und Rafz getauscht – bisher nach Rafz verkehrende Züge verkehren neu nach Niederweningen und umgekehrt, dementsprechend werden auch die Verstärkerlinien S22 (Bülach–Singen (Hohentwiel)/D) und S55 (Oberglatt-Niederweningen) angepasst. Nicht betroffen ist die S41 von Winterthur über Bülach und Eglisau nach Waldshut.<br />
Das Angebot bleibt vorerst bis 2015 bestehen, wenn das gesamte Verkehrskonzept in der Nordostschweiz aufgrund der Vollinbetriebnahme der Durchmesserlinie Zürich samt Tiefbahnhof Löwenstrasse und Weinbergtunnel abermals umgekrempelt wird.<br />
Wie zwischen Schaffhausen und Zürich werden neu auch in der Romandie RABe 511-Doppelstockzüge eingesetzt. SIe kommen auf den RegioExpress-Linien Genf-Lausanne-Vevey und Genf-Lausanne-Romont zum Einsatz. Die RE-Verdichtung auf den Halbstundentakt erfolgt auf Kosten der InterRegio-Halte in Renens und Gland sowie der ICN-Halte in Morges und Nyon.<br />
Die Entlastungszüge Zürich-Muri-Rotkreuz-Arth-Goldau verkehren nunmehr bis Muri, dafür aber mit Doppelstockzügen.<br />
Auch die BLS setzt auf die <em>Stadler KISS</em>, sie werden ab Dezember auf diversen Linien der S-Bahn Bern eingesetzt, damit erhält auch das zweitgrösste S-Bahn-Netz der Schweiz zweigeschossige Züge.</p>
<h3>TGV neu bis Interlaken, Nachtzüge nach Barcelona werden gestrichen</h3>
<p>Die TGV Lyria-Linie Paris Gare de Lyon–Bern wird neu bis Interlaken Ost mit Zwischenhalten in Thun, Spiez und Interlaken West geführt, jedoch kann täglich nur die Direktverbindung ins Berner Oberland gewährleistet werden, in der Gegenrichtung ist mangels Trassenkapazität im Aaretal unter der Woche ein Umsteigen in Bern erforderlich. Eine Einbindung in den Takt ist in dieser Richtung nicht möglich, da der TGV einerseits den Kapazitätsanforderungen in der Hauptverkehrszeit nicht genügt, andererseits weil in seiner Abfahrtsstunde ab Interlaken Ost neun Minuten zuvor ein ICE im Takt nach Berlin Ostbahnhof verkehrt, so dass man auf eine solche Verbindung hätte verzichten müssen. In Richtung Interlaken verkehrt der TGV in Fahrtlage des IC 1093, also im Takt, dieser Zug wird ab Dezember von Basel SBB nunmehr bis Bern verkehren. Während das Berner Oberland auf höhere Tourismuszahlen hofft, ist die Verlängerung für die Betreibergesellschaft Lyria, einem Joint-Venture von SNCF und SBB, die letzte Chance, die TGV-Linie nach Bern profitabel zu machen. Jüngst hat sie bekannt gegeben, die Einstellung des verbliebenen Zugspaares im Jahre 2014 zu prüfen, nachdem die meisten Reisenden von Bern nach Paris den Umweg via Basel nehmen. 2009 wurde der Verkehr von zwei Zugspaaren auf eines reduziert, damals verpflichtete sich Lyria, das verbliebene Zugspaar für fünf Jahre unangetastet zu lassen – bis 2014.<br />
Ob die späte Ankunftszeit in Interlaken (23:43 Uhr) den TGV die Erwartungen und Hoffnungen in ihn gerecht werden lässt, scheint fraglich.<br />
Im restlichen internationalen Verkehr sind kaum nenneswerte Änderungen zu erwarten: Die Anzahl ICE-Zugspaare von Interlaken Ost beziehungsweise Zürich nach Deutschland bleibt gleich, zudem nimmt ein sechstes <em>railjet</em>-Zugspaar die Verbindung nach Österreich auf, eines verkehrt zwischen Zürich und Innsbruck, die restlichen fünf bis Wien, wobei eines von diesen über Wien hinaus nach Budapest durchgebunden wird. Durch die Inbetriebnahme der Schnellfahrstrecke Wien-St. Pölten in Österreich reduziert sich zudem die Fahrtzeit zwischen Zürich, Sargans und Buchs/SG auf der einen und Wien auf der anderen Seite um 20 Minuten.<br />
Eingestellt werden jedoch die <em>Ellipsos</em>-EuroNight-Züge Barcelona França-Perpignan-Genf-Bern-Zürich HB. Grund dafür ist die Inbetriebnahme der Schnellfahrstrecke Figueras-Barcelona im April 2013 und die mangelnde Rentabilität der Nachtzüge. Per Bahn von der Schweiz in die katalanische Hauptstadt zu Reisen wird jetzt für ein Jahr ziemlich umständlich, aber TGV Lyria, welche per Fahrplanwechsel auch alle verbliebenen TGV-Verbindungen ab der Schweiz übernimmt, will ab Dezember 2013 das bisherige TGV-Zugspaar Genf-Montpellier Saint-Roch nach Barcelona-Sants verlängern, entsprechende Angebote von Basel SBB oder Zürich HB via LGV Rhin-Rhône werden zurzeit geprüft.</p>
<h3>Auto AG Schwyz verkehrt weiterhin durch Brunnen</h3>
<p>Für grosses Aufsehen und ebenso grosses Aufschrecken sorgte die Auto AG Schwyz mit ihrer Ankündigung, aufgrund der Sanierung des Mositunnels und des dadurch stark ansteigenden Verkehrsaufkommens im Dorfzentrum von Brunnen/SZ nur noch jeder zweite bis vierte Bus der Linie 2 (Schwyz–Brunnen–Weggis–Küssnacht) durch dieses zu führen, alle anderen wären ohne Halt zwischen Brunnen Bahnhof und Seilbahn Urmiberg via Luzernerstrasse geführt worden.<br />
Nach Beschwerden und heftiger Kritik von Seiten der Bevölkerung inklusive der Forderung zur Einrichtung eines äquivalenten Ersatzangebots in Form eines Ortsbusses nimmt die Auto AG Schwyz nun Abstand von diesen Plänen.<br />
Mit den im Februar 2013 beginnenden Arbeiten an den Brückenbauwerken am südlichen Tunnelausgang werden die Sanierungsmassnahmen des Mostunnels beginnen, mit erhöhtem Verkehrsaufkommen ist zwar zu rechnen, welches aber vielmehr die Buslinie 4 Brunnen–Morschach betrifft als die Linie 2.</p>
<h3>Links</h3>
<li><a href="http://www.fahrplanfelder.ch"><em>fahrplanfelder.ch</em></a> &#8211; Das Kursbuch im Internet</li>
<li><a href="http://www.sbb.ch/sbb-konzern/medien/medienmitteilungen.newsdetail.2012-11-0811_1.html">Medienmitteilung der SBB</a></li>
<li><a href="http://fahrplan.sbb.ch/bin/query.exe/dn">Online-Fahrplan der SBB</a></li>
<li><a href="http://www.verkehrsverbund-luzern.ch/index.php/download_file/view/561/">Liste der Änderungen in der Zentralschweiz</li>
<p></a></p>
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		<title>Präsidentschaftswahlen USA 2012: Kann sich Obama im Weissen Haus halten?</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Nov 2012 16:16:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Wachter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Morgen ist der Schicksalstag schlechthin für den amtierenden US-Präsidenten Barack Obama. Schenken ihm seine Landsleute für weitere vier Jahre das Vertrauen, oder muss er für seinen Herausforderer Mitt Romney das Feld räumen? Eine Analyse, 24 Stunden vor den Präsidentschaftswahlen in den USA. Wer wird die nächsten vier Jahre die Geschicke aus dem Oval Office leiten? [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Morgen ist der Schicksalstag schlechthin für den amtierenden US-Präsidenten Barack Obama. Schenken ihm seine Landsleute für weitere vier Jahre das Vertrauen, oder muss er für seinen Herausforderer Mitt Romney das Feld räumen? Eine Analyse, 24 Stunden vor den Präsidentschaftswahlen in den USA. Wer wird die nächsten vier Jahre die Geschicke aus dem <em>Oval Office</em> leiten? Der Countdown läuft&#8230;</p>
<p><span id="more-3890"></span></p>
<h3>Das Wahlprozedere</h3>
<p>Wie kaum in einem anderen Land der Erde werden die Präsidentschaftswahlen so genau auf dem gesamten Planeten verfolgt wie diejenigen der Vereinigten Staaten von Amerika. Grund dafür: Sein Wort ist gewichtig, es gilt! Und ja, weil die USA zum Nabel der westlichen Welt mutiert ist. Aber sich deswegen gleich nächtelange Live-Sendungen antun, auch wenn man das Ergebnis zur selben Zeit erfährt wie der Mitteleuropäer, der die Nacht schlafend in seinem Bett verbracht hatte? Man warte auf den Tag, an dem CNN die Bundesratswahlen live überträgt.<br />
Morgen, dem 6. November 2012 ist es wieder so weit: Nach vier Jahren kommt wieder eines der bürokratischsten Wahlprozedere zur Anwendung, welche die Menschheit je kennen gelernt hatte. Die registrierten Wähler (Bürokratiestufe Nummer 1 – Registration erfolgt nur aus Eigeninitiative) wählen nicht den Präsidenten, sondern die Wahlmänner ihres Staates, auch wenn sie dem Kandidaten die Stimme geben (Bürokratiestufe Nummer 2). Auslandamerikaner sind auch wahlberechtigt, ihre Stimme wird in demjenigen Staat behandelt, in dem sie zuletzt ihren offiziellen Wohnsitz innehatten. Derjenige Kandidat, welcher in einem Bundesstaat am meisten Stimmen erzielt hat, erhält dem Majorzsystem gemäss automatisch alle Wahlmännerstimmen, die auch Elektorenstimmen genannt werden. Am Ende gewinnt der Kandidat mit den meisten Wahlmännerstimmen. Vor vier Jahren holte der aktuelle Amtsträger Barack Obama (Demokratische Partei) zwei Drittel aller Wahlmännerstimmen, konnte am Ende aber „nur“ 52% der Stimmen auf sich vereinen, während sein republikanischer Herausforderer John McCain auf rund 48 Prozent kam. Immerhin konnte der Wahlsieger 2008 die meisten Stimmen und die meisten Wahlmänner holen – 2008 erzielte der Demokrat Al Gore mehr Stimmen als sein republikanischer Gegner George W. Bush und verlor die Wahl dennoch, weil Bush mehr Elektorenstimmen für sich gewinnen konnte, weil er in den bevölkerungsreichsten Staaten der USA gepunktet hatte.<br />
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Newsclip des Schweizer Fernsehens</p>
<h3>Die Rolle von Hurrikan <em>Sandy</em></h3>
<p>Ein gutes Beispiel für Wahlkampf bot sich mit dem Wirbelsturm <em>Sandy</em>, auch wenn das Säbelrasseln zwischen Obama und Romney während den Wetterkapriolen offiziell auf Eis gelegt wurde.<br />
Obama spielte den fürsorglichen Landesvater, wie es seinem Amte auch gebührt. Er erfüllte seine Aufgabe bravourös, im Gegensatz zu George W. Bush nach dem Hurrikan <em>Katrina</em> 2005. Übrigens ohne gross herumzuprahlen.<br />
Was von den Republikanern stark herausposaunt wurde ist, dass auch Romney sich ins Schadensgebiet aufgemacht hatte, aber wohl mit mehr Hintergedanken zur Wahl als Obama. Er mimte den freundlichen Helfer wohl nur, um weitere Stimmen zu ergattern.<br />
Für Überraschungen sorgten der amtierende Bürgermeister von New York City, Michael Bloomberg, und Chris Christie, seines Zeichens Gouverneur von New Jersey. Bloomberg, welcher 2001 von den Demokraten zu den Republikanern gewechselt war, um im selben Jahr parteiinternen Vorwahlen zur Nachfolge des republikanischen Amtsträgers Rudolph Giuliani zu entgehen, 2007 aber aus der Partei ausgetreten war, empfahl nach dem Sturm Obama zur Wiederwahl.<br />
Noch erstaunlicher ist der Werdegang von Chris Christie. Der republikanische Gouverneur von New Jersey hatte Obama noch während des Parteitags im August aufs heftigste kritisiert und ihm mangelnde Führungsqualitäten attestiert. <em>Sandy</em> hat wohl auch Christies Ansichten durcheinandergewirbelt, denn nach dem Sturm lobte er Obama dessen Krisenmanagements wegen, denn der Präsident habe für die betroffenen Staaten gesorgt. Doch Christie hat diese Kehrtwende wohl kaum ohne Hintergedanken vollzogen: Er gilt als aussichtsreicher Kandidat der Republikaner für künftige Präsidentschaftswahlen und bei einem Sieg Obamas könnte Christie bereits 2016 gegen einen Kandidaten der Demokraten antreten (ein Präsident darf in den USA maximal zwei Amtszeiten regieren) und dementsprechend auch Siegeschancen haben, während er bei einem Sieg Romneys bis 2020 warten müsste, um parteiinternen Duellen aus dem Weg zu gehen.<br />
Noch eine Frage zu <em>Sandy</em>? Warum berichten die Medien nicht auch über die anderen Katastrophenregionen in der Karibik, so zum Beispiel das von einer Hungerperiode bedrohte Haïti?</p>
<h3>Hält sich Obama im Sattel?</h3>
<p>Es lässt sich trotz des vorbildlichen Handelns Obama nach <em>Sandy</em> nicht verleugnen: Die Obama-Welle von 2008 ist abgeflacht. <em>Yes, we can!</em> &#8211; der Slogan ist längst verraucht. In Europa ruhen noch zahlreiche Hoffnungen auf dem Amtsträger, in den USA sind jedoch kritische Stimmen nicht selten – die Umfrageergebnisse sagen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen ihm und Herausforderer Romney heraus. Kontrovers diskutiert wurde auch die Vergabe des Friedensnobelpreises 2009 an Obama, weil dieser nur seine Versprechung zur atomaren Abrüstung und zur Völkerverständigung zu Grunde liegt.<br />
Was man aber bedenken muss, bevor man über Obama herziehen will: Viele Entscheidungen von seiner Seite werden blockiert, da die Republikaner die Mehrheit im Repräsentantenhaus besitzen. Der Hickhack um die Gesundheitsreform ist das beste Beispiel dafür. Diese ewige Blockierung zwischen Demokraten und Republikaner ist mitunter ein Grund dafür, dass die USA hinter ihrer Heile-Welt-Fassade eigentlich ein Entwicklungsland sind.<br />
Nichtsdestotrotz sind viele Amerikaner enttäuscht von Obama, was sich Romney während seiner Kampagne zu Nutzen machte und sich als „ihr“ Kandidat positionierten konnte. Ob er es besser kann, scheint fraglich. Man könnte auch den Bogen zu bisherigen republikanischen Präsidenten schlagen: Bush senior und Bush junior – ohne Worte. Reagan – machte sich sein früherer Beruf als Schauspieler zu Nutzen und positionierte sich als Showman, in etwa frei nach dem Motto <em>Viel Lärm um nichts</em>, sein Deal mit den iranischen Aufständischen, welche die damalige US-Botschaft in Teheran besetzt hatten und nach einer misslungenen Befreiungsaktion und die darauffolgende Abwahl von Jimmy Carter ist längst ein offenes Geheimnis. Nixon – Stichwort <em>Watergate</em> sollte für eine Rekapitulation reichen. Auch die demokratischen Amtsträger haben sich freilich nicht mit Ruhm bekleckert, oder gewisse Praktikantinnen mit Körperflüssigkeiten, aber das soll ja nichts über politisches Schaffen aussagen. Solch Listen könnte man übrigens auch bei den Schweizer Bundesräten erstellen – wäre da noch einer seines Amtes fähig? Wir lassen die Frage mal im Raum stehen.<br />
Das Ergebnis ist offen. Auch wenn jeder mit gewissem Menschenverstand sein Kreuzchen bei „Barack Obama“ machen wird&#8230;<br />
Für Romneys Konservatismus wie beispielsweise seine Haltung zur Abtreibung ist im 21. Jahrhundert keinen Platz mehr.<br />
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Einschätzung von SF-Korrespondent Arthur Honegger vor den letzten Stunden vor der Wahl (aus: <em>SF Tagesschau</em> vom 4. November 2012</p>
<h3>Siehe auch</h3>
<li> <a href="http://caboruivo.ch/?p=3586">Präsidentschaftswahlen USA 2012: Obama gegen Romney</a> &#8211; Cabo Ruivo vom 29. August 2012</li>
<h3>Links</h3>
<li><a href="http://usa2012.caboruivo.ch">Cabo Ruivo-Artikel zu den Wahlen in den USA 2012</a></li>
<li><a href="http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/International/US-Wahlen-2012">Themenschwerpunkt des Schweizer Fernsehens</a></li>
<li><a href="http://edition.cnn.com/ELECTION/2012/?hpt=hp_inthenews"><em>2012 Election Center</em>:Themenschwerpunkt von CNN</a> (in englischer Sprache)</li>
<li><a href="http://www.spiegel.de/thema/praesidentschaftswahl_usa_2012/">Themenschwerpunkt von <em>SPIEGEL ONLINE</em></a></li>
<li><a href="http://www.realclearpolitics.com/epolls/2012/president/obama_romney_favorable_unfavorable.html">Beliebtheitsskala von Obama und Romney</a></li>
<li><a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/obamas-rede-im-wortlaut-das-ist-euer-aller-sieg-a-588507.html">Obamas Rede nach dem Wahlsieg 2008</a> (deutsche Übersetzung auf SPIEGEL ONLINE)</li>
<li><a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/englischer-wortlaut-der-rede-we-have-chosen-hope-over-fear-a-602446.html">Obamas Rede beim Amtsantritt 2009</a> (in englischer Sprache auf SPIEGEL ONLINE)</li>
<li><a href="http://www.whitehouse.gov/">Offizielle Website des Weissen Hauses</a> (in englischer Sprache)</li>
<li><a href="http://www.barackobama.com/splash/fight-for-american-jobs">Offizielle Website der Wahlkampagne Obama/Biden 2012</a> (in englischer Sprache)</li>
<li><a href="http://www.mittromney.com/">Offizielle Website der Romney/Ryan-Kampagne</a> (in englischer Sprache)</li>
<li><a href="http://uspolitik.info/usmedien/2012/7/31/does-money-matter.html"><em>Does Money Matter?</em></a> &#8211; Welche Rolle spielen die Wahlkampfspenden wirklich</li>
<li><a href="http://www.20min.ch/ausland/dossier/uswahlen/">Dossier von <em>20 Minuten Online</em> zu den Präsidentschaftswahlen in den USA</a></li>
<li><a href="http://countdown2012.blog.nzz.ch/"><em>Countdown 2012</em></a> &#8211; Blog zu den US-Wahlen 2012 auf <em>NZZ Online</em></li>
<li><a href="http://mittromneycentral.com/2012/08/31/video-and-transcript-mitt-romney-accepts-the-gop-nomination/">Mitt Romneys Rede anlässlich des RNC im Tampa</a> (in englischer Sprache)</li>
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		<title>Red Bull Stratos: Dauerwerbesendung oder wissenschaftlich wertvoll?</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Oct 2012 08:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Wachter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der österreichische Extremsportler Felix Baumgartner beherrschte in den letzten Tagen die Medien: Fünf Jahre bereitete er sich auf einen Sprung aus 40 Kilometern Höhe vor, eine Höhe, aus der zuvor noch kein Mensch den Absprung gewagt hatte. Während der Energy Drink-Riese Red Bull die wohl längste Dauerwerbesendung der Fernsehgeschichte mit dem Namen Red Bull Stratos [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der österreichische Extremsportler Felix Baumgartner beherrschte in den letzten Tagen die Medien: Fünf Jahre bereitete er sich auf einen Sprung aus 40 Kilometern Höhe vor, eine Höhe, aus der zuvor noch kein Mensch den Absprung gewagt hatte. Während der Energy Drink-Riese Red Bull die wohl längste Dauerwerbesendung der Fernsehgeschichte mit dem Namen <em>Red Bull Stratos</em> produziert hat, geht leicht vergessen, dass Baumgartners Sprung auch in wissenschaftlicher Hinsicht wertvoll sein kann, wenn auch ungleich weniger als beim bisherigen Rekordhalter, dem ebenfalls ins Projekt involvierten Joseph Kittinger.<br />
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<h3>Finanziert von Red Bull</h3>
<p>Um 20:16 MESZ setzte Felix Baumgartner mit den Füssen auf dem Erdboden auf, satte sieben Stunden, nachdem der gebürtige Salzburger diesen in Roswell (New Mexico/USA) in einer Ballonkapsel verlassen hatte, welche ihn in die Stratosphäre befördert hatte. Der Rekordsprung aus 40 Kilometern Höhe erlangte grosses mediales Interesse, der in Arbon im Schweizer Kanton Thurgau wohnhafte Baumgartner wurde dabei grosszügig vom österreichischen Energy Drink-Hersteller Red Bull unterstützt. Dietrich Mateschitz, dessen Imperium stark auf die Marketingsäule setzt – man denke nur an die beiden Formel 1-Teams <em>Red Bull</em> oder <em>Toro Rosso</em> oder an die Red Bull-Flugtage – liess die ganze Kampagne mit dem konzerneigenen TV-Sender Servus TV mit dem Slogan <em>Red Bull Stratos</em> begleiten, auch der staatliche ORF liess es sich nicht nehmen, den Absprung live zu übertragen. Die britische Rundfunkanstalt BBC erlangte die Exklusivrechte für die Produktion einer Dokumentation, ihr blieb auch das erste Interview nach dem geglückten Sprung vorbehalten.</p>
<h3>259 Sekunden dauerte der Flug</h3>
<p>Um 20:11 setzte Baumgartner zum Absprung an, vier Minuten und 19 Sekunden später erfolgte die erfolgreiche Landung, abgebremst durch einen Hängegleiter. Die Kapsel wurde mit einem kontrollierten Flug mit Bremsfallschirm ebenfalls wieder zurück auf die Erde gebracht.<br />
Während des Fluges stand der Extremsportler in stetigem Funkkontakt mit der <em>Mission Control</em> in Roswell, was nach erfolgten Turbulenzen in der ersten Flughälfte auch nötig war.<br />
Auch die Übertragung des Events hatte es in sich, die von einer Wärmebildkamera aufgezeichneten Bilder des Fluges wurden via Mikrowellen zur Bodenstation übertragen, wo sie danach fürs Fernsehen verarbeitet wurden. Auch Baumgartner trug am Anzug eine Kamera bei sich.</p>
<p><span class='embed-youtube' style='text-align:center; display: block;'><iframe class='youtube-player' type='text/html' width='550' height='340' src='http://www.youtube.com/embed/_Z4Y4aiLbWA?version=3&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;wmode=transparent' frameborder='0'></iframe></span> Aufnahmen der Kamera, welche an Baumgartners Anzug befestigt war.</p>
<h3>Wissenschaftliche Erkenntnisse aus Baumgartners Flug</h3>
<p>Vom medialien Pomp vor allem in boulevardähnlichen Medien geht beinahe vergessen, dass aus dem Rekordsprung auch wissenschaftliche Erkenntnisse gewonnen werden können.<br />
Die Rotation, in welche Baumgartner rund 40 Sekunden nach dem Start gefallen ist, ist als so genannter <em>Flat Spin</em> bekannt, eine Drehung um alle drei Achsen des kartesischen Koordinatensystems. Aufgrund dieser Rotation war Baumgartner sehr viel Druck ausgesetzt, welche zur Bewusstlosigkeit hätte führen können.<br />
Auch aufgrund der Druck- und Temperaturverhältnisse in solch Sphären sind die gesammelten Daten, welche in der Kapsel untergebracht sind, in wissenschaftlicher Hinsicht wertvoll.</p>
<h3>Die Marke hinter dem Unterfangen: Red Bull</h3>
<p>Felix Baumgartner war aufgrund der horrenden Kosten seiner Ambitionen auf potente Geldgeber angewiesen. Wer eignete sich dabei besser als der österreichische Getränkehersteller Red Bull. Der Konzern des Multimilliardärs Dietrich Mateschitz generiert einen Viertel des milliardenschweren Umsatzes im Marketing, und ist vor allem im Sportbereich breit vertreten: Ob Breitensport wie Fussball oder bei Extremsportarten. Da war doch Baumgartners Unterfangen ein gefundenes Fressen, um sich in den Hirnen der Weltbevölkerung zu positionierten? Vor allem, wenn der Werbeslogan <em>Red Bull verleiht Flüüüügel</em> heisst.<br />
Insgesamt verfügt Red Bull über Fussballclubs wie RB Salzburg, RB Leipzig (hier steht das RB nicht für Red Bull, sondern für RasenBall, da Firmenbezeichnungen in Vereinsnamen in Deutschland untersagt sind), Red Bull New York, über die beiden Formel 1-Teams <em>Red Bull</em> und <em>Toro Rosso</em>, die Eishockeyvereine EC Red Bull Salzburg und EHC Red Bull München, sowie über zahlreiche Sponsoringaufträge im Extremsport. Seien es die Flugshows, in denen Personen in selbst gebauten Flugobjekten versuchen, möglichst weit zu fliegen, oder die <em>Cliff Diving</em>-Sessions, wo aus waghalsiger Höhe Sprünge ins Wasser vorgenommen werden, die silberblaue Dose mit den beiden roten Stieren ist sicherlich nicht weit weg.</p>
<h3>Kommentar über den Sprung</h3>
<p>Es ist ein wenig schade, dass das Vorhaben zu einer Dauerwerbesendung für einen Energy Drink-Hersteller geworden ist, das <em>Red Bull</em>-Logo war allgegenwärtig. Mateschitz wird sich wohl über dem geglückten Sprung das Händchen reiben, böse gesagt hätte er auch die Werbung gehabt, wenn Baumgartner den Sprung nicht überlebt hätte.<br />
Über Felix Baumgartner kann man sich nicht entscheiden, ob man vor ihm den Hut ziehen soll oder ihm schlicht und einfach Verrücktheit vorwerfen soll. In erster Linie gebührt ihm Respekt, jedoch sind auch die wahren Beweggründe des Sprunges zu erfahren. Es bleibt zu hoffen, dass er es nicht aus Mediengeilheit getan hat, leider machte es aber in den vergangenen Tagen so den Anschein, da der Sprung vor allem von Red Bull’scher Seite massiv hochgeputscht wurde.<br />
Bei Baumgartners Vorgänger in Sachen Weltrekorde, dem US-Amerikaner Joseph Kittinger, welcher dem Österreicher als Mentor und Kontaktmann in der <em>Mission Control</em> zur Seite stand, stand bei den Sprüngen 1960 in erster Linie die Erforschung von neuen Fallschirmsystemen im Vordergrund, während <em>Red Bull Stratos</em> in erster Linie auf das Brechen dieser Rekorde zielte.<br />
Red Bull dürfte diese leise Kritik wohl nicht stören: Der Livestream auf der Videoplattform YouTube wurde über acht Millionen Mal angeglickt, was nicht nur neuer Rekord bedeutete, <a href="http://saschak.ch/red-bull-stratos-legt-youtube-lahm/" title="Red Bull Stratos legt YouTube lahm">sondern auch die Website teilweise ausser Gefecht setzte.</a></p>
<p><span class='embed-youtube' style='text-align:center; display: block;'><iframe class='youtube-player' type='text/html' width='550' height='340' src='http://www.youtube.com/embed/xYPWSt6uk_4?version=3&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;wmode=transparent' frameborder='0'></iframe></span> Der Sprung</p>
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