Die Änderungen der Fahrplanwechsel im Dezember 2013 und im Juni 2014

Im nationalen sowie im internationalen Verkehr bringt der Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2013 einige Änderungen, zudem fällt in der Schweiz am 15. Juni 2014 wegen der Eröffnung der Durchmesserlinie in Zürich ein weiterer Fahrplanwechsel an. Dieser wird auch für zweistündliche Verdichtungen im Fernverkehr auf den Achsen Zürich–Chur und Zürich–Lugano genutzt. Bereits ab 21. November wird zwischen Genève Aéroport und St. Gallen ein Starbucks-Wagen eingesetzt, dieser einjährige Pilotversuch sorgt unter anderem wegen dem höheren Preisniveau für Diskussionen.

Schweiz: Doppelstockzüge zwischen Zürich und Chur

Ab Fahrplanwechsel 2013 werden auch auf der Strecke Zürich–Chur RABe 511 (Stadler KISS) zum Einsatz kommen

Ab Fahrplanwechsel 2013 werden auch auf der Strecke Zürich–Chur RABe 511 (Stadler KISS) zum Einsatz kommen

Der Fahrplanwechsel 2013 steht ganz im Zeichen der Ostschweiz: Die S-Bahn St. Gallen wird zu einem attraktiven Taktangebot und aufgrund diesen Abstimmungen ergeben sich neue Linienläufe. Als Konsequenz daraus entfällt beispielsweise der Voralpen-Express – der künftig in anderer Fahrzeugkonfiguration mit mehr Sitzplätzen und zwei Triebfahrzeugen von entweder zwei Re 446, zwei Re 456 oder zwei RBDe 561 jeweils in Sandwichbespannung unterwegs ist – auf dem Abschnitt Romanshorn–St. Gallen und wird dort durch eine zweite stündliche S-Bahn ersetzt, zudem wird der Halt Degersheim aufgehoben. Ab 15. Juni 2014 wird der Voralpen-Express zudem neu in Rothenthum/SZ halten, dafür nicht mehr in Wollerau/SZ. Im Kanton St. Gallen erhält so jeder Regionalzug eine S-Bahnnummernbezeichnung, selbst die Bergbahnen Rorschach Hafen–Heiden und Rheineck–Walzenhausen.
Auch der Kanton Schaffhausen erhält eine S-Bahn. Der Abschnitt Schaffhausen–Ersingen (Baden)/D der von der Deutschen Bahn betriebenen Hochrheinbahn wurde elektrifiziert. Nun verkehren neu im Klettgau statt den bisherigen Regionalbahnen (RB) der Deutschen Bahn nun halbstündlich S-Bahn-Züge der SBB Deutschland GmbH, die bereits die Linien S5 (Weil am Rhein–Lörrach–Steinen–Schopfheim) und S6 (Basel SBB–Basel Bad Bf–Lörrach–Schopfheim–Zell im Wiesental) der S-Bahn Basel betreibt. Dafür hat die SBB-Tochtergesellschaft bei ihrem Schwesterunternehmen Thurbo Stadler GTW angemietet. Die InterRegioExpress-Züge Basel Bad Bf–Singen (Hohentwiel) (–Ulm Hbf) werden weiterhin von der DB mit dieselbetriebenen Fahrzeugen der Baureihe 611 betrieben. Aufgrund der hohen Verspätungsanfälligkeit ist insbesondere von Schweizer Seite eine Angebotsverbesserung zwischen Schaffhausen und Basel gewünscht, auch eine Elektrifizierung steht zur Diskussion; der Schaffhauser Antrag, diese in das am 9. Februar dem Volk vorgelegte Paket zur Finanzierung und dem Ausbau der Bahninfrastruktur (FABI) aufzunehmen, wurde von Bundesrat und Parlament jedoch abgelehnt.
Der Rheintal-Express Chur–St. Gallen, seit letztem Juni mit den Regionalverkehrs-Doppelstockzügen RABe 511 (Stadler KISS) unterwegs, erhalten eine höhere Durchschnittsgeschwindigkeit, dank dieser und dem Verzicht der Halte St. Gallen St. Fiden und Rheineck reduziert sich die Reisezeit zwischen St. Gallen und Sargans auf 59 Minuten. Um nebst dem InterCity St. Gallen–Genève Aéroport ein zweites Fernverkehrsangebot westlich von St. Gallen zu schaffen, wird der Rheintal-Express bis Wil verlängert, mit Halt in Gossau, Flawil und Uzwil. 2018 soll der Rheintal-Express gar bis Zürich und eventuell darüber hinaus verlängert werden.
Ebenfalls per Stichdatum 15. Dezember 2013 werden die bisherigen InterRegio-Züge Basel SBB-Chur zwischen Zürich HB und Chur auf RABe 511 umgestellt und verkehren neu als RegioExpress. Dieser Zug hält zusätzlich in Siebnen-Wangen/SZ und Walenstadt/SG, dafür entfällt der Halt in Bad Ragaz/SG. Diese Reisezeit verlängert sich trotz des unter dem Strich zusätzlichen Haltes nicht, da die RABe 511 beschleunigungsstärker sind als die heute eingesetzten konventionellen Zugskompositionen. Der Verlust dieser direkten Fernvekehrsverbindungen nach Zürich für Bad Ragaz wird durch die Verdichtung des Regionalzugs Sargans-Chur auf den Halbstundentakt mit Anschlüssen in Sargans auf den InterCity nach Zürich HB kompensiert.
Als Konsequenz dieser Umstellung werden die zwei täglichen EuroCity-Zugspaare (Kiel/Hamburg-Altona–) Dortmund–Chur, die bisher zwischen Zürich und Chur in den IR-Takt integriert waren, neu in Zürich HB enden und beginnen. Jedoch wird mit dem EC 206/207 eine Kurswagenverbindung Hamburg-Altona–Chur angeboten, die drei Wagen werden in Basel SBB vom EC 7 abgehängt und rund eine Stunde später an den IC 577 angekoppelt, in der Gegenrichtung wird dasselbe mit EC 6 praktiziert. Trotz des beinahe eine Stunde dauernden Aufenthalts mit Rangierfahrt in Basel SBB verlängert sich die Reisezeit Deutschland–Chur nur geringfügig, da der InterCity im Gegensatz zu den heutigen EuroCity-Zügen, nunmehr in Sargans und Landquart halten. Zudem wird der wöchentliche CNL von Amsterdam bzw. Hamburg nach Brig neu ebenfalls nach Chur verkehren.
Der RegioExpress RE 2260 Brunnen–Zürich HB hält neu in Walchwil (06:18), so dass für die Walchwiler Pendler erstmals seit der Einstellung des RE Erstfeld–Zürich HB 2008 wieder eine Direktverbindung in die grösste Schweizer Stadt resultiert, wenngleich eine Stunde früher. Auf der Gotthardbahn entfällt der Abschnitt Chiasso–Albate-Camerlata der TILO-S10. Zudem wird am Gotthard die Zusammensetzung der InterRegios geändert: Wurde die zweite Klasse bisher vorwiegend aus drei EuroCity-Wagen (Bpm 61) und einem Ex-UIC-Z2 Wagen (B 21-73, früher Bpm 51) gebildet, kommen neu nunmehr zwei Bpm 61 zum Einsatz, die restliche Zweite Klasse wird von EW IV B gestellt. Die B 21-73 werden noch als Verstärkerwagen, Ersatzzüge und für Fussball-Extrazüge eingesetzt.

Neue Haltestellen in Biel, Solothurn, Lyss und Mendrisio

In der Nordwestschweiz wird per Fahrplanwechsel im Dezember 2013 neu das Flügelkonzept angewendet: Die Regionalzüge Biel/Bienne–La Chaux-de-Fonds und Biel/Bienne–Moutier–Solothurn werden neu in Sconceboz-Sombeval/BE getrennt bzw. vereinigt, die dafür benötigten Stadler GTW 2/6 beschaffen die SBB als Occasionsfahrzeuge von den BLS, wo die GTW auf den Strecken Luzern–Wolhusen–Langnau im Emmental und Luzern–Wolhusen–Langenthal von NINA’s (RABe 525) abgelöst, die nach der Einsetzung von RABe 515-Doppelstockzügen alias MUTZ (Stadler KISS) auf der S1 Fribourg–Thun der S-Bahn Bern frei werden.
Zudem entfällt die Durchbindung der Regionalzüge aus Kerzers nach Büren an der Aare, die Züge werden in Lyss gebrochen. Zur Hauptverkehrszeit werden die Regionalzüge Lyss–Kerzers ab Kerzers als S52 via Gümmenen nach Bern geführt.
Mit Biel/Bienne Bözingenfeld/Champs-de-Boujean auf der Jurasüdfusslinie geht am 15. Dezember die Bahnstation mit dem wohl längsten Namen der Schweiz in Betrieb, künftig ist dort ein Knotenpunkt mit der nordwärts verlängerten Biel–Täuffelen–Ins–Bahn geplant. An derselben Strecke wird zeitgleich die Haltestelle Solothurn Allmend dem Verkehr übergeben, zudem wurde der Bahnhof Bellach verlegt. Beide neuen Stationen werden jeweils stündlich von Regionalzügen Olten–Biel/Bienne und Solothurn-Biel/Bienne bedient, die sich zwischen Solothurn und Biel in einem ungefähren Halbstundentakt überlagern. Die Fahrzeit der Regionalzüge verlängert sich nicht, da sie integral mit Stadler FLIRT (RABe 523) gefahren werden.
An der SBB-Strecke Lyss–Kerzers geht ebenfalls am 15. Dezember 2013 die Haltestelle Lyss Grien in Betrieb, sie wird stündlich von den BLS-Regionalzügen Lyss–Kerzers (–Bern) bedient. Die vierte neue Haltestelle auf dem SBB-Netz ist Mendrisio San Martino an der Gotthardbahn, die halbstündlich von der S10 (Airolo/Biasca–Chiasso) und von einigen in den S-Bahn-Takt eingebundenen InterRegio-Zügen Zürich HB–Chiasso bediente Haltestelle verbessert unter anderem die Erschliessung des Outlet-Einkaufszentrums FoxTown durch den öffentlichen Verkehr.

Busumstellungen im Raum Küssnacht am Rigi

Die Auto AG Schwyz (AAGS) und die Zugerland Verkehrsbetriebe (ZVB) stellen das Busnetz im Knoten Küssnacht am Rigi um. Die ZVB-Linie 53 Rotkreuz–Küssnacht Bahnhof wird neu ab dem Hauptplatz und über das Breitfeld zur neuen Endhaltestelle Rotenhofstrasse. Die bisherigen Direktkurse Fänn–Küssnacht Bahnhof bleiben bestehen und firmieren neu als Linie 27. Die auch als TransRivieraExpress vermarktete AAGS-Linie 28 (Vitznau–Root D4) wird ab Küssnacht neu via A4 als Schnellbus nach Rotkreuz geführt. Das Teilstück Küssnacht–Root D4 wird neu durch die verlängerte Linie 29 der AAGS, die neu von Meggen nach Root führt, übernommen. Zudem verkehrt die Linie 29 ausserhalb der Hauptverkehrszeiten durchs Küssnachter Zentrum via Siegwartstrasse.

Verlust der Direktverbindung Basel SBB–Moskau Belorusskaja

Wegen der Umstellung des EuroNight Jan Kiepura Amsterdam CS–Warschau auf Kurswagen des Berlin–Warschau–Express‘ entfällt auch der Kurswagen Basel SBB–Moskau Belorusskaja. Die Verbindung ist jedoch weiterhin mit Umstiegen in Berlin, Warschau und Minsk zu bewerkstelligen und auch weiterhin Bestandteil der längsten möglichen Zugfahrt auf dem eurasischen Kontinent, Lissabon–Pyongyang. Dieser Kurswagen war bis anhin die längste umsteigefreie Zugverbindung Europas und benötigte rund 36 Stunden. Dafür erhält Basel neu eine Direktverbindung nach München, das IC-Zugspaar München–Stuttgart–Strasbourg wird ab Karlsruhe neu nach Basel Badischer Bahnhof geführt, Bahnhöfe wie Lahr, Müllheim (Baden) und Bad Krozingen erhalten erstmals Anschluss an den Fernverkehr der Deutschen Bahn.
Im internationalen Verkehr Schweiz–Österreich wird die Lücke im Zweistundentakt Zürich HB–Innsbruck durch das neue EC Transalpin-Zugspaar 163/164 Zürich HB–Graz Hbf geschlossen. EC 163 verlässt um 08:40 Zürich HB (der bisher in dieser Fahrplanlage verkehrende railjet 163 nach Wien verkehrt neu um 06:40 als RJ 161), der Gegenzug EC 164 erreicht Zürich HB um 19:20. Die Fahrtzeit zwischen der grössten Stadt und der steirischen Metropole beträgt etwas mehr als neuneinhalb Stunden und führt über Städte wie Innsbruck und Leoben, sowie für den Tourismus bedeutende Bahnhöfe wie St. Anton am Arlberg, Imst-Pitztal, Ötztal, Jenbach, Kitzbühel, Saalfelden, Zell am See, Schwarzach-St. Veit, Bischofshofen und Schladming. Gebildet wird der Zug vorwiegend aus ÖBB-Wagen, einzig ein Apm 61 wird von den SBB bereitgestellt.
Eine Änderung gibt es auch bezüglich des TGV Interlaken Ost–Paris Gare de Lyon, dieser wird, wie von der Betreiberin TGV Lyria angekündigt, ab Dezember von Bern nicht mehr via Neuchâtel, sondern via Basel SBB verkehren, dabei verkehrt er zwischen Basel und Paris gemeinsam mit einem TGV Zürich HB–Paris. Aufgrund der fehlenden ETCS-Ausrüstung darf der TGV jedoch nicht über die Neubaustrecke Mattstetten–Rothrist fahren, sondern benützt die Altstrecke via Langenthal. Infolge Trassenkonflikten kann deshalb die S23 6739 nicht in Murgenthal und Roggwil-Wynau halten. In der Gegenrichtung hält der TGV nicht mehr in Thun und Spiez, sondern verkehrt Bern–Interlaken West ohne Halt.
Die angestrebte Verlängerung des TGV Genève (Cornavin)–Montpellier-St Roch bis Barcelona-Sants soll noch auf den Fahrplanwechsel im Dezember 2013, aber per April 2014 verwirklicht werden. Des Weiteren nehmen bereits ab Fahrplanwechsel auch Züge von Barcelona aus Ziele wie Toulouse, Paris, Lyon und Marseille in Angriff. Obwohl zwischen Perpignan und Barcelona seit Anfang 2013 lückenlos eine normalspurige Hochgeschwindigkeitsstrecke zur Verfügung stand, muss bis heute weiterhin in Figueres-Vilafant umgestiegen werden. Der Grund für die Verzögerung war offiziell ein verzögertes Zulassungsverfahren für die spanientaugliche TGV-Duplexversion der SNCF in Spanien und für die frankreichtauglichen AVE S-100 der renfe in Frankreich.
Per 15. Juni 2014 werden zudem die neu sieben (bisher sechs) Eurocity-Zugspaare Zürich HB–Milano Centrale um 30 Minuten gedreht, um die Anschlüsse in Mailand zu verbessern. Mit dieser Drehung kommt es auch zu einer Änderung der Haltepolitik der EuroCity-Züge zwischen Chiasso und Milano: Alle Züge halten neu in Monza, dafür entfällt mit Ausnahme zweier Zugpaare Zürich HB–Milano Centrale und dem Zugpaar Luzern–Milano Centrale der Halt in Como San Giovanni.
Mit der Drehung wird neu alle zwei Stunden ein Halbstundentakt Zürich–Lugano resultieren. Zusätzlich entstehen nun alle zwei Stunden mit den gedrehten EuroCity und der S3 Umsteigeverbindungen Zürich HB–Küssnacht am Rigi mit Anschluss in Arth-Goldau. Für den lückenlosen 30-Minuten-Takt wird zwischen Dezember 2016 und Juni 2018 die Strecke Walchwil–Walchwil Hörndli am Zugersee doppelspurig ausgebaut. Der Halbstundentakt zwischen Zürich und Lugano soll dann nach der Inbetriebnahme des Ceneri-Basistunnels 2020 eingeführt werden.

Der Juni 2014 im Zeichen der Zürcher Durchmesserlinie

Normalerweise findet pro Jahr ein Fahrplanwechsel im Dezember statt, doch aufgrund der Eröffnung der Durchmesserlinie am 14. Juni 2013 steht ausserordentlich ein zweiter auf dem Terminplan.
Die erste Etappe der Durchmesserlinie umfasst eine Neubaustrecke Zürich HB–Zürich Oerlikon mit einem viergleisigen unterirdischen Durchgangsbahnhof Löwenstrasse unter dem Hauptbahnhof und dem darauffolgenden Weinbergtunnel. Im Gegenzug wird der provisorische Flügelbahnhof Sihlpost (Gleis 51-54) abgebrochen. Der Abbruch ist notwendig, weil einerseits die Anbindung der Kohlendreieckbrücke an den Tiefbahnhof Löwenstrasse bei laufendem Betrieb in den Bahnhof Sihlpost nicht möglich ist, andererseits ist das Areal des Flügelbahnhofs Teil des Bauprojekts Europaallee.
Die bisher im Bahnhof Sihlpost wendenden S-Bahnlinien S2, S8 und S14 werden neu via Durchmesserlinie verkehren und nicht mehr in Zürich Wipkingen halten. Zusätzlich werden die S21 Zug–Thalwil und S24 Zürich HB–Horgen Oberdorf zu einer neuen, integral halbstündlich verkehrenden S24 Zug–Zürich Oerlikon verschmolzen, diese Züge halten neu in Zürich Wipkingen und sollen 2018 nach Vollendung der 4. Teilergänzung der S-Bahn Zürich alternierend bis Schaffhausen bzw. Weinfelden verlängert werden.
Die zweite Etappe der Durchmesserlinie mit der Kohlendreieck- und der Letzigrabenbrücke zwischen Zürich HB und Zürich Altstetten wird per Ende 2015 dem Verkehr übergeben werden, danach steht sie auch dem Fernverkehr und den S-Bahnen aus dem Limmattal zur Verfügung.
Nebst der oben erwähnten zweistündlichen Verdichtung Zürich–Lugano wird auch zwischen Zürich und Chur mit zusätzlichen InterCity-Zügen alle zwei Stunden ein Halbstundentakt realisiert. Die Rhätische Bahn (RhB) stimmt anschliessend ihren Fahrplan auf diese zusätzlichen InterCity-Züge ab, so sind zusätzliche Engadin Star-Züge Landquart–St. Moritz via Vereina geplant. Die Reisezeit Zürich–St. Moritz reduziert sich somit gegenüber der Variante mit Umstieg in Chur auf den via Albula verkehrenden RegioExpress. Für den lückenlosen InterCity-Halbstundentakt zwischen Zürich und Chur sind diverse Kapazitätausbauten geplant, weswegen die Einführungen eines solchen frühestens auf 2022 terminiert ist.
Da die S2 aufgrund eines Trassenkonflikts mit dem InterCity nach der Eröffnung der Durchmesserlinie die Halte zwischen Siebnen-Wangen und Ziegelbrücke nicht mehr bedienen kann, wird zwischen diesen beiden Stationen mit der S27 ein neuer Zug eingeführt, mit Anschluss in Siebnen-Wangen an den RE Chur–Zürich HB.
Der heute als RegioExpress verkehrende Glarner Sprinter Zürich HB–Schwanden/GL verkehrt ab Juni 2014 stündlich mit Doppelstockzügen des Typs DPZ als S25 zwischen Zürich HB und Linthal und neu mit Halt in Wädenswil. Dafür wendet der Regionalzug Rapperswil–Linthal, der im Dezember neu die Liniennummer S6 erhält, nunmehr in Schwanden. Aufgrund von fehlenden Kreuzungsstationen zwischen Schwanden und Linthal wird die S25 fahrplanmässig in Schwanden einen achtminütigen Aufenthalt haben.

Starbucks-Wagen bald unterwegs

Die SBB lassen sich von zahlreichen gescheiterten Versuchen mit Mc Donald’s-Speisewagen, Fonduewagen und dem Coop-Supermarkt auf Rädern nicht beeindrucken und machen ihre Drohung wahr: Ab 21. November 2013 wird auf der InterCity-Linie Genève Aéroport-St. Gallen in einem Umlauf ein zum Starbucks-Café umgebauter IC2000-WRB eingesetzt, im Frühjahr 2014 soll auf derselben Linie ein zweiter folgen. Der Pilotversuch ist jedoch nicht unumstritten: Die Preise sind den Starbucks-Filialen angepasst, so dass das Preisniveau im Gegensatz zu den sonstigen, von der SBB-Tochter elvetino betriebenen Speisewagen, teilweise markant höher liegt, obwohl das Starbucks-Pfodukt qualitativ nicht mehrwertig ist. Das führt zu der absurden Situation, dass man für denselben Artikel auf derselben InterCity-Linie unterschiedliche Preise zahlen muss, je nach dem, welchen Speisewagenanbieter man erwischt. Warme Speisen werden auch im Starbucks-Wagen erhältlich sein, die Bistro-Strategie in den IC2000 scheiterte, so dass die zehn verbliebenen Bistrowagen spätestens bei der R3-Revision 2020 ebenfalls in Speisewagen umgebaut werden sollen. In welcher Form diese warmen Gerichte im Starbucks-Wagen jedoch serviert werden, ist noch Gegenstand von Spekulationen.
Sollte sich der Starbucks-Wagen nach der einjährigen Testphase als Erfolg herausstellen, könnten weitere IC2000-WRB, IC2000 BR und RABDe 500-WRA umgebaut werden. In den Speisewagen mit internationalen Zulassungen (WRm 61, ETR 610, Twindexx und den künftigen EC-Triebzügen) soll das Starbucks-Konzept nicht umgesetzt werden, hier sieht elvetino an die befahrenen Länder angepasste Speisekarten vor, so ist bereits heute in den Speisewagen der EuroCity-Zügen Hamburg-Altona–Chur und Zürich HB–München Hbf eine so genannte WRm Deutschland-Speisekarte im Umlauf, deren Angebot sich zu demjenigen auf dem Schweizer Netz leicht unterscheidet.

Ausrangierung von Verstärkerwagen

Aufgrund den angepassten Normen dürfen nur nach Wagen mit automatischer Türsteuerung verkehren. Aus diesem Grund wurden in den letzten eineinhalb Jahren die Flotte der Bpm 51 saniert – die aus dem Refit entlassenen Wagen sind neu in zwei Teilflotten anzutreffen: Bei einigen Waggons ist eine Totalsanierung samt neuer Lackierung und neuen Sitzbezügen in Gange, bei den restlichen wurde nur die automatische Türsteuerung eingebaut. Die Einheitswagen II (EW II), welche nicht für einen kondukteurlosen Betrieb ausgerüstet sind, müssen ausrangiert werden. Aus diesem Grund bestellten die SBB die Bombardier TWINDEXX Swiss Express auf Ende 2013, wegen Konstruktionsverzögerungen und dem Rechtsstreit mit Interessenverbänden für Behinderte werden die neuen Doppelstockzüge jedoch erst ab Ende 2015 in den fahrplanmässigen Dienst eingeführt, weswegen jetzt weniger Verstärkerwagen für die nicht mit Pendel- oder Triebzügen geführten InterRegio-Linien Basel SBB–Aarau–Zürich HB, Basel SBB–Frick–Zürich HB, Basel SBB–Locarno, Zürich HB–Locarno und Genéve Aéroport–Brig zur Verfügung stehen.

Siehe auch

  • Der Starbucks-Wagen der SBB im TestCabo Ruivo vom 24. November 2013
  • Doppelspurausbau Walchwil: Tauziehen um die richtige LösungCabo Ruivo vom 3. April 2013
  • Fahrplankonzept für die Gotthardstrecke: Halbstündlich ins TessinCabo Ruivo vom 8. August 2013
  • Starbucks rüstet SBB-Speisewagen ausCabo Ruivo vom 6. März 2012
  • Links

  • Fahrplaninformationen zum Fahrplanwechsel der SBB
  • Informationen zu neuen Angeboten ab Fahrplanwechsel in der Schweiz und in Deutschland vom Schweers + Wall Eisenbahnatlas
  • Die Schweizer Fahrplanfelder ab dem Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2013
  • Der Laufweg des EC 163 von Zürich HB nach Graz
  • DIe Fahrplanänderungen im Kanton Schwyz
  • Meldung des Rigi Anzeigers zu den Fahrplanänderungen der Linie 28
  • Website der S-Bahn St. Gallen
  • Die Speisekarte der elvetino-Speisewagen (PDF-Datei)
  • Liste der Kommentare zu den Fahrplanänderungen gegenüber dem Fahrplanjahr 2013
  • Übersicht der Fahrplanänderungen ab Fahrplanwechsel 2013 zwischen Zürich und Chur
  • Informationsseite der SBB zum Starbucks-Pilotprojekt
  • Die Fahrpläne der Starbucks-Wagen
  • Details zu den möglichen Erweiterungen des Starbucks-Konzepts
  • Medienmitteilung der SBB zum Starbucks-Wagen
  • Medienmitteilung von Starbucks zum Catering-Konzept mit den SBB (englischsprachig)
  • Bildmaterial der SBB zum Starbucks-Coffee House auf Rädern
  • Medienmitteilung der SBB zum Fahrplanentwurf 2013
  • Die drei Teilflotten des Voralpen-Express
  • Medienmitteilung der SBB zur Haltestelle Biel/Bienne Bözingenfeld/Champs-de-Boujean
  • Medienmitteilung der SBB zur Haltestelle Solothurn Allmend
  • Projektseite der SBB zur Haltestelle Lyss Grien
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